Wikileak enthüllt: Deutschland feiert Datenmissbrauch

Der Datenschutz ist den Deutschen gar nicht so heilig, wie es immer den Anschein hat. Zwar werden Google und Facebook mit überspannter Wachsamkeit beobachtet, auf dass sie niemals Daten an den Teufel bzw. „die Wirtschaft“ verkaufen, doch gleichzeitig wird der Staat als Verbündeter gesehen, obwohl dieser doch zweifellos die größte Krake von allen ist. Dass CDs mit gestohlenen Daten aus der Schweiz ganz offiziell von der Regierung eingekauft werden, finden die meisten Deutschen super. Weil auf der CD schließlich die Namen und Adressen von Steuersündern drauf sind. Böse Daten haben keine Rechte.

Das jüngste Beispiel für das seltsam gespaltene Verhältnis zum Datenschutz heißt Wikileak. Dort werden nun unzählige Informationen online gestellt, die US-Botschafter und Diplomaten über ihre jeweiligen Einsatzländer und dortigen Politiker in eine Datenbank eingespeichert haben. Es sind offene Worte, wie man sie wählt, wenn man unter sich ist. Das ist der Job von Botschaftern.

(hier geht es weiter)

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