Archiv für August 2010

Deutsche Streitkultur

August 30, 2010

Mit den Taliban reden. Mit der Hamas reden. Mit Sarrazin nicht reden.

Es hat wohl was mit der Entfernung zum Problem zu tun, wie gesprächsbereit deutsche Politiker sind. Kaum zu glauben, dass Westerwelle zwar ganz lässig erklärt, dass man doch auch mit Gotteskriegern reden kann, aber dann bei Sarrazin völlig durchdreht.

Islamophobie im Alltag (II)

August 29, 2010

In unmittelbarer Nähe zur Mosche (links) wird ein AKW in Betrieb genommen. Das sollte man sich mal bei einer Kirche oder Synagoge wagen. 

(Danke an die Fuchsbau-Lesereporter vom immer zu empfehlenden Blog Spirit of Entebbe für dieses skandalöse Foto.)

Spielregel(n) für die anstehende Debatte

August 25, 2010

Verletzte Gefühle zu Argumenten zu erklären, ist eine Unsitte. Wichtig ist nicht, ob sich wer verletzt fühlt, sondern, ob die dieser Verletzung vorangegangene Kritik berechtigt ist. Nachdem das geklärt ist, kann der Kampf Sarrazin vs. Sarrazin-Kritiker beginnen.

Und hier gleich ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen soll:

Sarrazins Buch über eine Integrationsverweigerung von Migranten […] enthalte nach Meinung der Kanzlerin Formulierungen, „die für viele Menschen in diesem Land verletzend sein können.“

Krisenbewältigung

August 24, 2010

„Seit Jahren sinkt der jüdische Anteil im Diamantengeschäft rapide. Von einst 90 Prozent ist er auf deutlich unter die Hälfte gefallen.“

Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Misstrauen der Mehrheitsgesellschaft und dennoch keine brennenden Autos, Gewaltorgien und Hass auf die, denen es besser geht. Seltsam. Muss wohl an der Luft in französischen Vorstädten liegen, dass man da ganz anders auf solche Krisen reagiert.

Ungelesen zitiert

August 24, 2010

Ich denke, dass die Bibel, 1984 und Kampf der Kulturen die drei Bücher sind, die das Spitzentrio derer bilden, die zwar inflationär zitiert, aber nicht gelesen werden.

Islamophobie im Alltag (I)

August 11, 2010

Zwölf Köpfe auf Reisen

August 10, 2010

Ich schaue sehr wenig TV und noch weniger TV am Nachmittag. Aber gestern war es mal wieder soweit. Am meisten bewegt hat mich die Familie mit 10 Kindern, die sich aufgrund ihrer Vielköpfigkeit nur einmal (!) im Jahr einen 14-Tage-Urlaub leisten kann (bzw. ihn von Land & Kirche teilfinanziert bekommt). Auf diesen Umstand machte die düstere Off-Stimme wiederholft aufmerksam. Tragödien.