Die Fremden vom Kreuzberger Zoo

Ich wohne auf dem Prenzlauer Berg und das ist eine schöne Gegend. Es gibt Cafés und Bars und Lesebühnen und die Kinder-Lobby ist hier mächtig, allmächtig. Buchhandlungen und Fotostudios für Kinder gibt es ebenso, wie Kindertagesstätten für jede ideologische Richtung. Ständig tragen die Prenzlberger Kinder vor sich her und wer gerade keines zur Hand hat, greift zum Hund. Der Hund ist die Vorstufe zum Kind. Er ist ein Symptom.

Mir fehlt hier im Moment eigentlich nichts. Aber das sieht nicht jeder so. Wenn Besuch aus dem fernen Kreuzberg kommt, wird die fehlende Vielfalt bemängelt. In Kreuzberg würden so viele Kulturen zusammenleben und das wäre total aufregend. Da gibt es natürlich dann auch mal „Spannungen“, sagen die Kreuzberger Freunde und es klingt so, als seien Spannungen etwas Gutes. Schlägereien, Pöbeleien, Messerstechereien. Spannungen halt. Vielfalt!

Nun ist es nicht unbedingt so, dass es mich sonderlich interessiert, ob mein Nachbar aus Argentinien, Ulm oder der Türkei kommt, solange man gut miteinander auskommt bzw. sich ignorieren kann. Dass aber hier um mich herum sehr viele Ausländer leben, ist mir trotzdem schon aufgefallen. Ich vermute, ich bin einer der letzten Deutschen in einem französischen Haus. Wenn ich das einwerfe, dass in unserem Stadtteil auch viele Ausländer leben, also Vielfalt da ist, wird das nicht akzeptiert.

(hier geht es weiter)

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5 Kommentare - “Die Fremden vom Kreuzberger Zoo”

  1. Webbaer Says:

    off topic, kurz notiert:
    „Killerspiele“ sind natürlich ungefährlich und anderes ist wesentlich gefährlicher; Bibel, Juden- und Christentum allerdings sind Basis unserer (auch gerade unserer aufgeklärten) Kultur und nicht geeignet mit „Killerspielen“ i.p. Gefährlichkeit verglichen zu werden.

    Ohne den o.g. Religionen gäbe es vermutlich nichts mit dem Heute Vergleichbaren und der Homo Sapiens hätte sich vielleicht noch weitere 200k Jahre mit Krieg, Pyramidenbau (eine Metaphorik) und Personengöttertum faustrechtmässig (die o.g. Religionen haben bekanntlich das auf den ersten Blick irrational wirkende Deeskalationsprinzip bzw. das Prinzip der angemessenen Reaktion implementiert) beschäftigt.

    MFG, WB

    PS: Hat der Posener bis heute auch noch nicht begriffen, insofern passts scho.

  2. Webbaer Says:

    Nachtrag:
    Wcihtig ist eben zu verstehen, dass Gott nicht nur als grundsätlcih nicht falsifizierbarer Es-Gibt-Satz existiert (wenn überhaupt :), sondern ein soziales Transportmittel ist, das Wertemengen bündelt und in Form bringt. Wir sind Gott so zu sagen, oder wie Andy Warhol gerne bei Gelegenheit anmerkte „It’s the Andy Warhol in you.“.

    Aus unserer heutigen Sicht mag das etwas antiquiert erscheinen, aber auch unsereins arbeitet (ganz unwissenschaftlich, wie sich der WB erlaubt anzumerken) mit Wertemengen, Glauben und Überzeugungen.

    Zufällig sind sich dbzgl. viele hier im Groben einig, man braucht also zurzeit kein Brimborium und so. Unter uns natürlich nicht, ansonsten schon…

    Stellen wir uns aber vor, wir hätten ein paar hundert Generation zuvor gelebt, dann macht alles wieder Sinn und die eine oder andere Schriftsammlung oder sogar ein Buch wäre verfasst worden.

    Ganz BTW natürlich, MFG, weiterhin viel Erfolg, gute Arbeit und so!,
    WB

  3. Gideon Böss Says:

    Was der Webbaer falsch versteht: Die Religion habe ich als Beispiel dafür genommen, dass man nach der Logik, nach der man „Killerspiele“ verbieten will, fast alles verbieten könnte. Z.B. auch Religionen. Es gibt Menschen, die im Namen einer Religion töten. Aber niemand tötet im Namen von Counter-Strike. Ich bin weder dafür, dass man das eine verbietet, noch das andere.

  4. webbaer Says:

    Loge, das war schon klar.
    Den o.g. zweiten Beitrag bitte ich als einen Ablenkungsbewirkten zu verstehen, WB war hier nicht ganz bei der Sache.
    Aber dennoch, danke fürs Feedback und so, nicht schlecht wäre es „Gott und so“ (wir sind ja helle und begreigen dbzgl. rein abstrakt) richtig rinzurodnen, beste Grüße, WB

    PS: „Killerspiele“ natürlich OK, jeder sollte eines haben.

  5. webbaer Says:

    Ah, „begreifen“, OK, der Abbau…


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