Meinungsfreiheit für Spinner

Dieser Flüsterton ist es, der wirklich nervt. Dieses Selbstmitleidig-Feige. Leute, die im Besitz unterdrückter Weisheiten und Ansichten sind, behalten diese meist für sich und erklären ihre Vorsicht damit, dass „man das ja nicht sagen darf.“

Was schade ist, im Allgemeinen kann man sich ja anhand der Überzeugungen einer Person ein recht gutes Bild von deren charakterlichen und moralischen Zustand machen. Eigentlich sollten alle alles sagen dürfen. Das würde die unter Zugzwang bringen, die sich als Opfer der Meinungsfreiheit sehen. Also die, für die Meinungsfreiheit eigentlich Meinungsunterdrückung bedeutet. Schließlich darf man ja vieles nicht sagen. Über die Ausländer und Juden und solche Leute. Darf man ja nicht. Dabei besteht da Gesprächsbedarf. Und es wäre tatsächlich besser, wenn diese Rassen-und-Religionskritiker ihr zu Ressentiments geronnenes Schiffbruchleben öffentlich betrauern könnten. Dann wären sie nicht mehr das Opfer höherer Mächte. Dann hätten sie gar nichts mehr. Und jedem bliebe es dann selbst überlassen, ob er mit Leuten zu tun haben will, die mal so ganz pauschal finden, dass Ausländer abgeschoben werden müssen.

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2 Kommentare - “Meinungsfreiheit für Spinner”

  1. Nachfrage Says:

    Mich würde bei der Elektronikladen-Geschichte interessieren, wie Sie reagiert haben, insbesondere bezüglich des Zeitungsartikels. Die Ansichten des Typen dokumentiert, sprich veröffentlicht, sollen sich die Leute doch selber ihren Teil denken (und im besten Fall woanders kaufen)? Oder seinen Quatsch gefplegt ignoriert, weil es in dem Artikel eh um was anderes ging?

  2. Gideon Böss Says:

    @ Nachfrage

    In dem Artikel ging es um einen verkaufsoffenen Sonntag. Ich bin für die Lokalzeitung von Laden zu Laden gelaufen und habe gefragt, wie es läuft. Über den Typ stand im Artikel, dass er am Sonntag nicht mehr Kunden als sonst hat.

    Als er mir seine juden- und türkenkritischen Meinungen erzählte, habe ich mir das angehört, weil ich wissen wollte, wie der das so zu begründen versucht. Am Ende meinte ich dann, dass ich das für völligen Schwachsinn halte. Aber diskutiert haben wir da nicht mehr drüber, ich denke, es wäre verschwendete Zeit gewesen.


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