Jesuiten und Schwule

Wenn Jesuiten Kinder missbrauchen, können die Schwulen nichts dafür. Vielleicht sollte man daran von Zeit zu Zeit erinnern, wird doch in der Diskussion um den aktuellsten katholischen Sex-Skandal gerne eine Verbindung zwischen Homosexualität und Pädophilie aufgezeigt, ganz so, als gäbe es keinen Unterschied zwischen einer sexuellen Orientierung und einer krankhaften Neigung.

Aber lassen wir mal die Schwulen beiseite. Wie reagieren denn die Jesuiten auf den Skandal? So wie man es von selbstgerechten Extremmoralisten erwartet. Indem sie ihre Schuld klein reden, ausweichen und mit dem Finger auf andere zeigen.

Fangen wir mit dem dreistesten Versuch von allen an. Ein besonders mutiger Jesuit (Eberhard von Gemmingen, der früher einmal für die deutschsprachige Redaktion von Radio Vatikan verantwortlich war) hatte das Motto: Judenvergleiche sind die beste Verteidigung. Wie gerade mit den Jesuiten umgegangen wird, erinnert ihn doch sehr an dunkle Zeiten. „Mit den Juden ist es so losgegangen, dass vielleicht der ein oder andere Jude Unrecht getan hat.“ Und wie ging es damals weiter: „Dann aber hat man schlimmerweise alle angeklagt und ausrotten wollen.“ Ja, und an dem Punkt stehen wir heute wieder. Irgendwie. Oder auch nicht. Wer weiß das schon. Über Jesuiten-Kindersex zu schweigen, wäre jedenfalls ein Akt antifaschistischen Widerstandes.

(hier geht es weiter)

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