Endlich fühlt man Lehramtsstudiumsbewerber auf den Beamtenzahn.

  http://bildungsklick.de/a/69789/eignungstest-fuer-angehende-lehrer/

Ich bin sicher: Sie werden empört sein, die die sich bisher wegen ihrer 1,2 – Abinote in Sicherheit wähnten und deswegen den Beamtenstatus für sich beansprucht haben.

Ich fordere hiermit zusätzlich mindestens ein Pflichtpraktikum vor dem Lehramtsstudium mit Arbeitszeugnis.

 

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10 Kommentare - “Endlich fühlt man Lehramtsstudiumsbewerber auf den Beamtenzahn.”

  1. Gideon Böss Says:

    Nach längerer Zeit wieder ein Beitrag vom OVAMBO :D!!!

  2. Leser140 Says:

    Viele von den Studierenden nicht deshalb Lehrer werden wollen, weil sie 1,2 Abi haben, sondern deshalb, weil Abi so schlecht war und für Architektur oder Medizin nicht gereicht hatte.
    Ermittle lieber, welcher Abi-Durchschnitt ein durchschnittlicher Lehramt-Student hat.
    Dann werden dir manche „systemische Fehler“ glasklar.
    Ich habe mit Lehrer beruflich und privat zu tun (ohne ein zu sein). Und aus den Gesprächen ist mir klar geworden, dass die Wahl des Lehrerberufs die zweite Wahl war. Weil eben Abinote zu schwach für andere Studiengänge war.
    Allerdings, wenn man den Lehrer den Beamtenstatus wegnimmt, dann hat man in absehbarer Zukunft überhaupt keine Lehrer mehr. Beamtenpriviliegen sind das einzige Motivation die noch für ein Lehramtstudium zählt. Alles anderes sind nur Nachteile.

  3. Gideon Böss Says:

    @ Leser140

    „Allerdings, wenn man den Lehrer den Beamtenstatus wegnimmt, dann hat man in absehbarer Zukunft überhaupt keine Lehrer mehr. Beamtenpriviliegen sind das einzige Motivation die noch für ein Lehramtstudium zählt. Alles anderes sind nur Nachteile.“

    Erstens.) Spaß am Job
    Zweitens.) relativ wenig Stress
    Drittens.) lange Ferien
    Viertens.) gute Bezahlung

    Also ich denke, es gibt auch ohne Beamtenstatus genügend Anreize für diesen Beruf.

    Der Hauptvorteil, wenn der Beamstenstatus wegfällt ist: die Leute die Lehrer werden, weil sie Beamte sein wollen, werden nicht mehr Lehrer. Davon profitieren die Schüler.

  4. Webbaer Says:

    Hatte mal in der Unterprima eine „Referendarin“, also eine noch anzulernende Lehrkraft, die war ca. 1,50cm groß, hatte eine leise piepsige Stimme, zeigte wenig Verständigkeit und nicht einmal Resolutheit (das kann bei den Damen ja so einiges wett machen ;–).

    Tja, ich weiss nicht, ob die Dame später Lehrerin werden konnte, aber so eine Fehlberufung (gibts das nicht ein besseres Wort, hmm?) habe ich in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr erlebt (und da gab es einiges). Die Dame hätte man rechtzeitig warnen müssen.

    Schwer zu sagen, wieviele Lehrer mindergeeignet sind, 50%?

  5. Leser140 Says:

    @Herr Böss

    Es gibt zu wenig Lehrer in Deutschland. Und zu wenig guter Lehrer. Und wenn der Beamtenstatus entfällt, wird es kaum welche geben, die sich das freiwillig antun wollen. Wenn schon jetzt, mit dem Beamtenstatus, so größe Probleme gibt die freiwerdenden Stellen zu besetzen – man spricht schon über Anwerben der Lehrkräften aus Osteuropa – dann ohne den Beamtenstatus werden die Kids wirklich freude haben. Schulfrei ohne Ende.
    Schauen Sie sich um, wer studiert überhaupt für Lehramt. Meinens Sie, dass ohne die Verbeamtung findet man bessere Lehrer als die schlechten die es jetzt gibt? Warum denn? Dann wird man eben nicht für das Lehramt studieren sondern für andere Berufe. Und dann muss den Lehrer was anderes anbieten um sie für den Beruf zu motivieren. Entweder noch mehr Geld, oder noch mehr Freizeit. Es gibt angenhemere Berufe als ein Leher in der Großstadt der sich jeden
    Tag ein Stress mit einem Macho-Türken macht.

  6. Leser140 Says:

    @Webbar,

    es ist schwer genau zu sagen wieviel Lehrer nicht geeignet für den Beruf sind. Vielleicht 50%, vielleicht etwas weniger oder mehr. Aber stellen Sie sich jetzt vor, dass man diese Leute fristgerecht entläßt. Auf einmal gibt es nur die Hälfte Lehrer. Und dann? Woher wollen Sie dann fast eine halbe Millionen Lehrer nehmen?
    Zur Zeit arbeiten in Deutschland hauptberuflich ca. 800 Tausend Lehrer. Es fehlen schon jetzt Tausende, und der Durchschnittsalter der Lehrer liegt bei 48 J.
    Womit kann man Abiturienten motivieren den Beruf eines Lehrers anzustreben? Mit der Entbeamtung? Da ist jemand sehr naiv.

  7. Segejev Says:

    Es gibt drei maßgebliche Gründe, warum junge Leute sich immer seltener für den Lehrerberuf entscheiden.

    Erstens: Der Lehrerberuf ist für viele leistungs- und karriereorientierte junge Erwachsene nicht lukrativ. Referendare und Lehramtsanwärter müssen sich im Lebensalter von knapp 30 Jahren – am Rande des Existenzminimums – mit monatlichen Anwärterbezügen von 700 bis 900 Euro begnügen; diese Sätze liegen unterhalb der Ausbildungsvergütung in vielen Ausbildungsberufen. Junglehrer und Lehramtsassessoren bekommen zum Teil nur befristete und im Beschäftigungsumfang erheblich reduzierte Verträge angeboten. Wenn die Wirtschaft diesen jungen Leuten bei passender Qualifikation dagegen Jahreseinkommen von 40 Tausend Euro bietet, ist der Lehrerberuf nicht mehr konkurrenzfähig.

    Zweitens: Der Berufsstand der Lehrer wird seit Jahren öffentlich immer häufiger diskreditiert. Daran beteiligen sich führende Politiker, Wirtschaftsvertreter und Journalisten. Das öffentliche Image des Lehrerberufes hat darunter erheblich gelitten. Junge Leute lassen sich vom sinkenden Sozialprestige eines Berufes – wie in jedem anderen Berufsbereich auch – beeinflussen.

    Drittens:Die Tätigkeit eines Lehrers ist zunehmend belastender geworden. Dabei spielen die immer größeren sozialpädagogischen Erwartungen der Eltern und der Gesellschaft insgesamt an Schule, aber auch die zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten vieler Kinder eine Rolle. Gerade junge Leute, die ihre Schulzeit unmittelbar hinter sich haben, stehen unter dem Eindruck solcher Erfahrungen, und sie lassen sich bei der Entscheidung über die Wahl des Studienganges davon beeindrucken.

    Wie schon angemerkt wurde, zieht der Lehrerberuf vor allem Abiturienten an, die in anderen Studiengängen nicht unterkommen können.

    Die Zahlen des Ifo-Instituts belegen, dass die Schulabschlüsse deutscher Lehrer keineswegs als Vorbild für ihre Schüler gelten können. So belegt eine beispielhafte Auflistung der Schul- und Universitätsabschlüsse deutscher Lehrer aus dem Jahr 1997, die in den allermeisten Fällen auch heute noch unterrichten, dass die Abitur-Durchschnittsnoten aller Grundschullehrer auf der Schulnotenskala von eins bis sechs bei 2,52 liegt. Die Abi-Noten der Haupt- und Realschullehrer liegen bei 2,55 und die der Gymnasiallehrer liegen bei 2,11. Auffällig ist dabei, dass die Lehrerinnen beim Abitur durchweg besser abgeschnitten haben als ihre männlichen Kollegen.

  8. R.A. Says:

    > Die Abi-Noten der Haupt- und Realschullehrer
    > liegen bei 2,55 und die der Gymnasiallehrer
    > liegen bei 2,11.
    Damit lägen die Haupt- und Realschullehrer etwa im Schnitt der deutschen Abiturienten und die Gymnasiallehrer signifikant besser.

    Spricht jetzt nicht dafür, daß das Lehramt etwas für Abi-Versager wäre.

  9. webbaer Says:

    @Leser140:

    In anderen Ländern behandelt man Lehrer wie Dreck – und dennoch sind die nicht viel schlechter als in D, wenn überhaupt.

    Die Entbeamtung ist sicherlich eine gute Idee, es liessen sich dann auch eher „Leistungsansporne“ (in anderen Ländern gibt es Schulen mit hohem eigenem Verwaltungsanteil, d.h. der unverbeamtete minderleistende (oder auch nicht, wenns eben nicht passt)) anwenden, also Konditionierungen des Lehrpersonals.

    Leitendes Lehrpersonal wird über Kommissionen „gesellschaftlich relevanter Kräfte“ zusammengemixt (hier lauert natürlich ein Problem).

    Der Webbär selbst hat seine Schulzeit in D genossen und erinnert sich noch voller Ekel an einzelne Lehrkräfte – wobei er noch Glück hatte und in einem intakten Schulbiotop (einer Klosterschule) beschult wurde, d.h. es gab dort erstklassige Lehrer (natürlich neben linken schmuddelbrätigen Störkräften und saudummen Tussen – 30 Jahre ist das her, LOL, ist noch schlimmer geworden, gell?).

    MFG, WB

  10. Leser140 Says:

    @webbaer

    ja, jeder darf träumen. Sie auch. Schlechte Träume sind auch Träume. Oder Albträume? Sie haben meine Kommentare nicht gelesen. Es gibt nicht genug Leher oder Menschen die Lehrer werden möchten. Da bringt keine Entbeamtung oder Kommisionen irgendwas.
    Übrigens, es gibt Länder wo man die Leher besser als in Deutschland behandelt, und dann hat man auch bessere Ergebnise. Ein solches Land heißt Finnland. Recherchieren Sie ein wenig über Beruf des Lehrers in Finnland, und dann schreiben Sie hier einen Kommentar.
    Der Lehrer in Finnland verdient weniger als in Deutschland aber er hat so ein gutes Image, dass jeder gern Lehrer sein möchte. Und da muss man durch ein Auswahlverfahren durch, um einen Studienplatz für Lehramt zu bekommen. 4 Bewerber für einen Studienplatz.


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