Die Frankfurter Buchmesse bringt China zu Fall

Nachdem es so gut geklappt hat, China durch die Organisation der Olympischen Spiele 2008 zu einem freieren Land zu machen, will jetzt die Frankfurter Buchmesse der Diktatur den Todesstoß versetzen. Denn es ist allgemein bekannt, dass Diktaturen durch Dialog, Literatur und Naivität zum Einsturz gebracht werden. Wir erinnern uns alle daran, wie die Sowjetunion aufgrund einer kritischen Kurzgeschichte ächzend zusammenbrach, ähnliches geschah mit dem Dritten Reich nachdem ein zorniges Sonett die Barbarei der Arier anprangerte. Auch Nord-Korea und der Iran würden rasch kollabieren, sobald die schriftstellende Zunft sie ins Visier nehmen würde. Aber jetzt ist erst mal China dran.

Warum diese Diktatur überhaupt so gehätschelt wird und letztes Jahr seine riefenstahlische  Olympiade ausrichten durfte, nur um 2009 Gastland der Frankfurter Buchmesse zu sein, ist schwer nachvollziehbar. Es ist schon schlimm genug, dass dieses Land seinen Menschen brutal die Freiheit vorenthält, muss man es dafür auch noch belohnen? Und woher kommt eigentlich der Größenwahn des Literaturbetriebs, irgendetwas in einer Diktatur zum besseren wenden zu können? Literaten sind gut darin, innerhalb eines Unrechtssystems zu existieren und sich vom Regime feiern zu lassen, aber sie sind nicht gut darin, solche Systeme zum Einsturz zu bringen.

(hier geht es weiter)

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One Comment - “Die Frankfurter Buchmesse bringt China zu Fall”


  1. riefenstahlische Olympiade

    Super.


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