Archiv für September 2009

Meine Analyse der Wahl: Viel über die SPD, aber dafür nur ein Satz zur FDP

September 30, 2009

Der gruseligste Moment des Wahlabends war der, als Steinmeier im Willy Brandt Haus auftrat. Nicht wegen dem, was er sagte, sondern wegen dem, was er nicht sagte. Man hört ihm zu und hat natürlich – wie jeder fühlende Mensch – etwas Mitlied mit der schlechten alten SPD und ihrer Erdrutschniederlage. Und man hört, wie dieser Mann nicht etwa zurücktritt, sondern wie er sich auf die nächsten Jahre als Oppositionschef freut. In diesem Moment fragt man sich, ob die SPD vielleicht herausfinden will, wie lange es dauert, eine Ex-Volkspartei unter die 5%-Hürde zu drücken.

Es gab nicht viele Möglichkeiten, nach dieser Niederlage noch etwas falsch zu machen. Eigentlich gab es nur ein, nämlich die, dass Steinmeier nicht abtritt. Er ist nicht abgetreten. Das passt ins Bild. Die SPD hat seit Jahren eine traumwandlerische Sicherheit darin, sich zugrunde zu richten. Fast meint man, sie macht es absichtlich, als könnte sie sich selbst nicht mehr leiden.

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Nach der Wahl09

September 27, 2009

Was hat die SPD eigentlich gegen sich selbst, dass sie sich so zugrunde richtet? Das kann doch nur sozialdemokratischer Selbsthass im Endstadium sein, dass Steinmeier nicht abtritt.

Warum macht man die UNO nicht einfach dicht?

September 25, 2009

Ahamdinedschad ist genau das, was die UNO verdient hat. Gestalten wie ihn kann es nur in dieser korrupten, antisemitischen Diktatoren-Oase mitten in New York geben. Man sollte den Sitz dieser Organisation nach Teheran oder gerne auch nach Venezuela verschieben, also dahin, wo die Psychopathen und Fanatiker herrschen, die Millionen Menschen unterdrücken und ermorden lassen.

Unabhängig davon sollten die Staaten der freien Welt endlich aus diesem widerlichen Club austreten. Was hat man in diesen Kreisen verloren?

Es ist kein Skandal, wenn Ahamdinedschad seine UNO-Redezeit nutzt, um den Holocaust zu leugnen. Wo ist da der Skandal? Hauptsächlich ist es doch Aufgabe dieser Organisation, Israel zu verurteilen, die einzige Demokratie im Nahen Osten. Wobei man den UNO-Mitgliedern keine Demokratiefeindlichkeit unterstellen sollte. Sie nehmen es dem jüdischen Staat nicht übel, dass er demokratisch ist. Nein, sie nehmen es dem jüdischen Staat nur übel, dass er jüdisch ist. Darum geht es und im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten versucht die UNO alles, um diesen Staat zu delegitimieren und zu dämonisieren. Wäre es Gesetzt, was in diesem Haus beschlossen wird, es würde Israel längst nicht mehr geben.

(von hier)

Endlich fühlt man Lehramtsstudiumsbewerber auf den Beamtenzahn.

September 23, 2009

  http://bildungsklick.de/a/69789/eignungstest-fuer-angehende-lehrer/

Ich bin sicher: Sie werden empört sein, die die sich bisher wegen ihrer 1,2 – Abinote in Sicherheit wähnten und deswegen den Beamtenstatus für sich beansprucht haben.

Ich fordere hiermit zusätzlich mindestens ein Pflichtpraktikum vor dem Lehramtsstudium mit Arbeitszeugnis.

 

Ein Wettbewerb für 361° Toleranz

September 20, 2009

Es gibt eine neue Wettbewerb für Toleranz. Er heißt 361° Grad Toleranz und richtet sich an Schüler. Im Flyer heißt es: Rassismus und Ausgrenzung nehmen in Deutschland wieder zu – auch an Schulen. Deshalb rufen ‚Laut gegen Nazis‘, ‚Mut gegen rechte Gewalt‘ und viele Prominente deutschlandweit zum Schüler-Wettbewerb auf YouTube auf. Die Stoßrichtung ist klar: die Nazis sind das einzige Problem. Klingt bequem, ist aber nur die halbe Wahrheit. Wenn es die Nazis nicht geben würde, wäre dann alles in Ordnung? Wohl kaum.

Solche Wettbewerbe dienen vor allem dazu, dass sich die Beteiligten danach besser fühlen. Eine erfrischende Dusche für das eigene gute Gewissen. Und warum auch nicht, es gibt ja kaum etwas Leichteres, als sich gemütlich in der Mitte der Gesellschaft hinzustellen und etwas zu fordern, was alle fordern: Mut gegen Nazis! Jeder kann so etwas machen, denn niemand wird kritische Fragen stellen. Anders würde es aussehen, wenn die Macher dieses Wettbewerbs den Intoleranz-Horizont etwas erweitert hätten. Sind Islamisten tolerant? Wohl kaum. Warum finden die auf diesem Flyer keinen Erwähnung? Es geht doch gegen Rassismus und Ausgrenzung und nicht ausschließlich gegen Nazis.

(von hier)

Der Bus wird mich nie kriegen!

September 18, 2009
Zeitlimit

Skater/innen, die ein Tempo skaten, das darauf schließen lässt, dass der Marathon nicht unter 2:30 Stunden beendet werden kann, werden aus dem Rennen genommen und per Bus ins Ziel gebracht.

Morgen ist es endlich soweit:  Ich nehme am Berlin Marathon der Inline Skater teil und habe aus Faulheit auf jegliche Vorbereitung darauf verzichtet.

Es gibt gute Ärzte und es gibt den, zu dem ich gegangen bin

September 15, 2009

„Tief einatmen und dann lange ausatmen.“ Ich atme tief ein und will gerade lange ausatmen, da korrigiert eine andere Stimme. „Nein, kurz einatmen und ausatmen.“ Die beiden Arzthelferinnen sind sich nicht so ganz einig in diesem nicht ganz unwichtigen Punkt. Ich versuche also irgendwie beiden Vorschlägen nachzukommen und stelle damit keine von beiden zufrieden. Es steht noch eine dritte Arzthelferin im Zimmer herum, doch die sagt einfach gar nichts.

Ich atme also weiter nach einem selbst gewählten Rhythmus in dieses Gerät, das nach Alkoholtest aussieht. Auf meiner Nase sitzt eine Klammer, damit ich beim Atmen nicht schummel. So geht das eine ganze Weile. Immer wieder setzte ich neu an, während die drei Frauen sich und mir auf den Füßen stehen, in diesem Behandlungszimmer mit den Ausmaßen einer etwas korpulenteren Duschkabine. So geht das einige Zeit weiter. Ich sitze auf einer Matratze und atme vor mich hin, während die zwei Expertinnen über die korrekte Nutzung des Geräts streiten. Stumm steht die dritte immer da. Endlich werde ich wieder in den Warteraum geschickt. Wir vier trennen uns mit dem unguten Gefühl voneinander, dass das ganze hätte anders laufen müssen, wenn es richtig gelaufen wäre. Aber niemand sagt etwas. Die Verlegenheit ist unser unsichtbarer Begleiter. Bald darauf werde ich vom Arzt empfangen.

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