Israelischer „Karikaturenstreit“?

Und es geht ganz munter weiter mit den europäischen Attacken auf Israel. Erst vor ein paar Tagen hat eine schwedische Zeitung ihren journalistischen Offenbarungseid geleistet und sich um die weitere Verbreitung des Antisemitismus verdient gemacht. Israelische Soldaten, heißt es in einem Artikel, würden getöteten Palästinensern die Organe entnehmen und diese an jüdisch-amerikanische Organhändler weitergeben (so die Kurzfassung). Im Iran wird man gezwungen, solchen Dreck in die Zeitung zu setzen, in Schweden macht man das aus freien Stücken.

Anstatt über diesen Skandal zu sprechen, wird sich an der überzogenen Reaktion des israelischen Außenministers abgearbeitet und das eigentliche Problem ignoriert. So wird den Israelis genüsslich vorgehalten, sie seien eigentlich auch nicht besser als die „islamische“ Welt vor drei Jahren, als in Folge der Mohammed-Karikaturen Botschaften brannten und Menschen ermordet wurden (mehr als 140). Dieser Vergleich ist absurd.

Es geht schon mit den Motiven für die Veröffentlichung los. Um da Parallelen ziehen zu können, müsste man sich die Vorgeschichte zu dieser Veröffentlichung in etwa so vorstellen: die Aftonbladet-Redaktion bemerkte verwundert, dass sich kein Journalist mehr traut, aus antisemitischen Lügen einen Artikel zu zimmern (so wie kein dänischer Künstler sich traute, mit seinem Namen zu Mohammed-Zeichnungen in einem Kinderbuch zu stehen). Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat sie dann einen Wettbewerb ausgeschrieben und jeder durfte einen antisemitischen Lügenartikel einreichen – ein Aufruf, dem schließlich nur Donald Boström folgte. So tief wird nicht einmal Aftonbladet gesunken sein, dass diese Vorgeschichte stimmen kann. Damit hätten wir schon einmal einen entscheidenden Unterschied.

Es gibt da aber noch ein paar weitere:

( hier geht es weiter)

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2 Kommentare - “Israelischer „Karikaturenstreit“?”

  1. Guerreiro Says:

    Hallo Gideon,

    […] (hier geht es weiter) […]
    scheint falsch verlinkt zu sein!

    Hier der richtige Link direkt zur Debatte:
    http://debatte.welt.de/weblogs/4881/boess+in+berlin/151776/israelischer+karikaturenstreit

    Ap. die Kommentare sind auch wieder recht köstlich (obwohl diesmal es sich noch in Grenzen hält). Was sich so alles als Israel/Juden/Rassismus-Experten ausweist. In jeder anderen Branche wäre ein zertifizierter staatlicher Nachweis von Nöten sich als solcher auszugeben. Aber wenn es um die Israelis ergo Juden geht ist jeder halt ein Fachmann, obwohl die Meisten nicht einmal wissen wo auf der Karte Israel liegt geschweige denn in welchem Kontinent es sich befindet und welche alle die direkten Nachbarländer sind. Aber das ist ja nicht erforderlich als Nah-Ost-Experte in Sachen Israel.

  2. Gideon Böss Says:

    Danke für den Hinweis! Habe es korrigiert.
    Beste Grüße, Gideon


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