Der Mut, ein Atheist zu sein…

Mitglied der „NoToPope“- („Nein zum Papst“)-Koalition in Australien: Nicht nur in Europa trauen sich Atheisten inzwischen, ihre Überzeugung offen zur Schau zu tragen.

Hmm, also so weit ich weiß, schreiben wir das Jahr 2009 und nicht 1243. Wie viele der heutigen Atheisten in der freien Welt mussten jemals Angst haben, sich als Atheisten zu „outen“? In Europa dürfte man es mit religiösen Ansichten doch wesentlich schwerer haben als mit der „kritischen“ Einstellung, dass der Papst ein Verbrecher und die Religionen ein Verbrechen sind.  Der Untertitel würde für den Iran oder Ägypten (und natürlich Irland) passen. Aber nicht für Australien.

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15 Kommentare - “Der Mut, ein Atheist zu sein…”

  1. Adrian Says:

    Zumal die Ablehnung des Papstes…Voll mutig. Das hat sich noch keiner getraut.

  2. lebowski Says:

    Gratismut

  3. Schwarzmaler Says:

    Es gehört schon Mut dazu, sich als ungebildet zu outen. Leider gilt der Umkehrschluß nicht.

  4. Schizoid Says:

    Wie bescheuert muß man sein, um sich als „Atheist“ zu
    outen? Ich selbst war aufgrund kommunistischer Vergangenheit plus Erziehung bis zum 20. Lebensjahr
    „Atheist“! Nun bin ich seit 28 Jahren Evangelikaler,
    heterosexueller, familiärer, erzkonservativer, biblischer Christ- und was wollt ihr hören? Ich will NIE
    wieder zurück. Alles Weitere auf Anfrage.

  5. Gideon Böss Says:

    @ Schizoid

    „Nun bin ich seit 28 Jahren Evangelikaler,
    heterosexueller, familiärer, erzkonservativer, biblischer Christ- und was wollt ihr hören? Ich will NIE
    wieder zurück. Alles Weitere auf Anfrage.“

    Evangelikal und trotzdem Heterosexuell? Was es alles gibt…

  6. webbaer Says:

    Es ist schon mutig sich als Atheist auszuweisen.
    Immerhin sind das welche, die daran glauben, dass der Glaube anderer falsch ist. Wohlgemerkt: falsch, nicht etwa weniger nutzbringend oder eben Glaube („Wir wollen wissen, nicht glauben.“ Marcellus Wallace, Pulp Fiction).
    Zudem sind die atheistischen Burschen fest überzeugt, dass die Religionen nur schädliche Wirkungen auf die Zivilisation haben und hatten. Wiederum eine sehr mutige Ansicht.
    Lassen wir mal Dawkins (und Posener) sprechen:
    „Ich schätze die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes auf etwa zwei Prozent.“
    http://www.welt.de/kultur/article1241955/Gott_ist_unwahrscheinlich_zu_98_Prozent.html

    Ja, das war mutig. Mutig und doof.

    • califax Says:

      Zudem sind die atheistischen Burschen fest überzeugt, dass die Religionen nur schädliche Wirkungen auf die Zivilisation haben und hatten.

      Bullshit.

      • webbaer Says:

        Atheisten unterscheiden sich von Agnostikern dadurch, dass sie 1.) daran glauben, dass es keinen Gott gibt (lustig, gell?) und 2.) den Religionen eine schädliche Wirkung zusprechen (dito).

        Die Ablehnung der Religionen, auch und gerade als zivilisatorische Objekte, hängt damit zusammen, dass Atheisten ausserhalb der Wissenschaft arbeiten ( etliche Atheisten geben sich natürlich wissenschaftlich bemüht wie beispielsweise der doofe beziehungsweise tarnende Dawkins) und politisch werden.

  7. califax Says:

    Zu 1.: Was soll daran lustig sein? Ich glaube auch nicht an die zionistische Weltverschwörung, die Existenz von Rumpelstilzchen oder die Unschuld Hitlers am Weltkrieg. Bloß weil irgendwelche Leute etwas behaupten und felsenfest dran glauben, heißt das noch lange nicht, daß ich diesen Unsinn ernsthaft in Betracht ziehen müßte. Das mag in den Wahnvorstellungen von Gläubigrn so sein. Aber das Spiel mache ich nicht mit. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Meiner Meinung nach sind für sowas eher Irrenärzte zuständig aber sicher nicht ich.

    Zu 2.: Die schädliche Wirkung der Religionen und Ersatzreligionen ist durch die Weltgeschichte hinreichend genug erwiesen.
    Es ist einer der Gründe für das allmähliche Aussterben der Konservativen, daß sie so offensichtliche Wahrheiten immer noch leugnen wollen, als wäre ihnen gar nichts mehr peinlich.
    Die Massengräber sind ebenso dokumentiert wie die Mordaufrufe und Urteile.
    Wenn eine Religion wie derzeit das Mainstream-Christentum ihren Frieden mit Meinungsfreiheit und Toleranz macht, ist sie freilich nicht schädlicher als Eiskrem. Allerdings unterhält die Eiskrembranche keine Kunstschätze und hat auch meines Wissens keine geschaffen. Das gleiche gilt für wichtige Hilfsorganisationen. Deshalb bin ich als überzeugter Atheist auch Mitglied in der römisch-katholischen Kirche und im ASB obwohl ich das Geld auch gut in Eistüten investieren könnte.

    Und Drittens: Wer ist eigentlich dieser Dawkins, daß jetzt dauernd irgendein Wundergläubiger aus dem Loch gekrochen kommt, Dawkins zum Vorzeigeatheisten erklärt und verlangt, man solle gefälligst diese oder jene Wahnvorstellung widerlegen oder wenigstens zum Agnostiker abschwören?
    Was soll diese Obsession?
    Seid Ihr alle arbeitslos?

    • webbaer Says:

      Lustig ist halt der Glaube daran, dass ein anderer Glaube falsch ist, dabei noch selbst der Meinung zu sein wissenschaftlich zu handeln. Das ist urkomisch.
      Ich will jetzt hier keine Vorträge zur Wissenschaftstheorie halten, denke mal, dass der Atheismus hinreichend offen selbstentlarvend ist.
      Also mal ein wenig darüber nachdenken…

      Religionen sind Bausteine der Zivilisation, am Christen- und Judentum sind hochwertige soziale Konzepte ablesbar, ohne diese Religionen hätte es die europ. Zivilisation nicht gegeben.
      Dir ist nicht klar, welcher Irrsinn (noch heute) herrscht weltweit.

      Dawkins ist eine feste Größe, Literaturhinweise: http://de.wikipedia.org/wiki/Das_egoistische_Gen und ausbauend: http://www.memecentral.com/votm.htm (R.Brodie, MS Wordprogrammierer, Weltklassepokerspieler und Superbrain)

      Insofern ist gerade Dawkins Performance enttäuschend.

      LOL, und immer dankbar bleiben hier beraten zu werden, Amigo!

      • califax Says:

        „Lustig ist halt der Glaube daran, dass ein anderer Glaube falsch ist, dabei noch selbst der Meinung zu sein wissenschaftlich zu handeln.“

        Meinst Du damit den christlichen Glauben und speziell die Theologie? Es paßt so gut.

        Wer redet hier eigentlich von Wissenschaft? Wir reden von Religion und davon, daß es Bullshit ist, als Vertreter einer absurden übersinnlichen Behauptung vom Publikum die Widerlegung der Behauptung zu verlangen.
        Und wir reden von der Obsession eines Christen mit einem Typen, der für Atheisten völlig irrelevant ist und nur Christen aufregt.
        Bleib auf dem Teppich. Deine Neurosen haben nichts mit uns Atheisten zu tun.
        Was den Irrsinn betrifft: Ja, das Christentum wurde im Gegensatz zu anderen Religionen gezähmt und eingezäunt. Das ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Es wird Zeit, daß die anderen Religionen auch eingezäunt werden.

  8. Gideon Böss Says:

    @ webbaer

    „Religionen sind Bausteine der Zivilisation, am Christen- und Judentum sind hochwertige soziale Konzepte ablesbar, ohne diese Religionen hätte es die europ. Zivilisation nicht gegeben.“

    Also waren Hexenverbrennungen, Judenverfolgung, Hinrichtung wegen Ketzerei und ähnliche Glanzstücke gelebter Nächstenliebe notwendige Schritte hin zur Zivilisation?

    „Dir ist nicht klar, welcher Irrsinn (noch heute) herrscht weltweit.“

    Aber da sollte man dann ja doch mal erwähnen, dass für den Irrsinn aktuell vor allem Religionen verantwortlich sind. Die Kriminalisierung von Sexualität und Liebe, die Bekämpfung von Meinungspluralität und der KAmpf gegen Bildung. Meistens sind es Religionen, die in diesen Disziplinen ganz vorne mit dabei sind.

    • webbaer Says:

      Du musst einen Maßstab haben, wenn Du vergleichen willst. Der Maßstab zum christlichen mittelalterlichen Europa ist bspw. die Barbarei in Asien oder Afrika oder Südamerika. Ohne Christen- und Judentum hätte im Mittelalter in Europa vermutlich schlimmste Barbarei geherrscht. (Wobei „Barbarei“ noch sehr sehr nett ist.)

      Die christliche Religion generiert übrigens wenig Irrsinn, jedenfalls heute, schaut mal woanders hin, Kollegen.

      Aus dem (relativen) Wahnsinn, der bspw. aus dem Islam hervor lugt, sollte nicht geschlossen werden, dass die Religionen unwichtig oder schädlich sind für die Zivilisation.

      BTW, das Problem heutzutage im Westen ist, dass die Leute an das Falsche glauben bzw. nichts zum Glauben haben.
      Daran müssen wir arbeiten (Du tust es bereits fleissig, weiter so!).

      • califax Says:

        Mit dieser Barbarei meinst Du doch nicht etwa die Hochkulturen, die dort erst mit dem Beginn der Kolonialzeit zerstört wurden?
        Und was genau ist an Territorialkriegen, Ritterfehden (sprich: Bauern niedermetzeln und Landstriche aushungern) Glaubenskriegen, Scheiterhaufen, Pogromen und Leibeigenschaft eigentlich nicht barbarisch?
        War der 30-jährige Krieg, immerhin schon am definitiven Ende des Mittelalters etwa nicht barbarisch?

        Wie gesagt: Es ist diese dummdreiste Art zu lügen und zu fälschen, die für den Untergang des Konservativismus verantwortlich ist.

  9. webbaer Says:

    Ach so, Neurosen, „Hochkulturen, die mit dem Ende der Kolonialzeit zerstört wurden“ (welche denn?), „dummdreiste Art zu lügen“ etc., kein Wunder, dass Du nicht mal verstehst warum der Atheismus in sich widersprüchlich und komisch ist.
    Dachte eigentlich, dass Du grundsätzlich kompetent wärest, LOL.


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