Wenn Schüler Kritik üben…

ovambo2 (WinCE)…dann kann das schon mal dazu führen, dass Lehrer Anklage erheben, weil ihre Schüler sie auf Internetportalen wie spickmich.de schlecht benoten und auch noch namentlich erwähnen (hier).
Das zeigt die Kompetenz vieler Lehrer, denn wenn Bildung auf Urteils- und Kritikfähigkeit zielen soll, wird diese damit gründlich unterbunden. Es stellt sich die Frage, ob nicht genau jene Lehrer Ängste vor solchen -sicher nicht unberechtigten- Benotungen haben, die für den Lehrerberuf ungeeignet sind.
Denn wie können Schüler kritikfähig werden, wenn ihre pädagogisch Verantwortlichen selbst kritikunfähig sind?

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3 Kommentare - “Wenn Schüler Kritik üben…”

  1. Markus Says:

    „… jene Lehrer Ängste vor solchen -sicher nicht unberechtigten- Benotungen haben, …“

    Na ja, ich glaube so einfach ist es nicht. Meine Frau ist Lehrerin in einer Grundschule. Selbst da kursieren schon Gerüchte über Lehrer, die nicht feierlich sind.
    Sicherlich gibt es oft genug berechtigte Kritik an Lehrern, aber dafür gibt es genügend andere Möglichkeiten, diese Kritik anzubringen.
    Die Erziehung zur Urteils- und Kritikfähigkeit impliziert ja nicht automatisch das Anonyme. Sondern auch den Mut, dem anderen dabei ins Gesicht zu sehen.

  2. OVAMBO Says:

    „Selbst da kursieren schon Gerüchte über Lehrer, die nicht feierlich sind.“

    Aber nicht-feierliche Gerüchte sind ja auch was anderes als unberechtigte;-) Ich meine, gerade Schüler sind ja diejenigen, die die Lehrer „ertragen“ müssen.
    Und man sollte berücksichtigen, dass „dem anderen dabei ins Gesicht zu sehen“ auch mit Konsequenzen für die Schüler verbunden sein können. Auch anonyme Kritik ist bestimmt oft berechtigt. Lehrer schreiben ihre Bewertungen ja ebenfalls unter Aufsätze…
    Wer als Lehrer keine Kritik verträgt, ist meiner Meinung nach im falschen Beruf gelandet.

  3. Markus Says:

    Kritik sollten Lehrer absolut vertragen – volle Zustimmung. Und auch das Lehrer nicht alles richtig machen – wer wollte das behaupten.

    Aber Kritik ist nicht gleich Kritik. Es gibt Kritik, die die Sache meint und dabei konstruktiv sein kann und solche, die rein auf die Person zielt. Und Gerüchte sind eine besonders perfide Art der Kritik: Gesichtlos und ohne Beweise.

    „Und man sollte berücksichtigen, dass “dem anderen dabei ins Gesicht zu sehen” auch mit Konsequenzen für die Schüler verbunden sein können.“
    Richtig. Aber auch mit positiven Konsequenzen, wenn die Kritik in anständiger Weise angebracht wird. Viele Lehrer schätzen eine solche Kritik.

    Ich denke, dass nicht nur die Lehrer dazulernen müssen, sondern auch Schüler und Eltern. Gerade die Eltern überlassen den Lehrern teilweise immer mehr die Erziehungsarbeit.
    Es geht nicht darum, dass eine Gruppe einen Freibrief bekommt, sondern dass in der Schule eine Atmosphäre und ein Verhalten vorherrscht, in der Schüler lernen und Lehrer lehren können.
    Und dazu sollte es möglich sein, einen konstruktiven Dialog zwischen allen Beteiligten aufzubauen.


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