Vorbildliche Studenten streiken

ovambo2 (WinCE)Die Woche des bundesweiten Bildungsstreiks ist da. Zum mindestens fünften Mal innerhalb von drei Tagen beschwert sich eine Studentin, dass sich ihre Mitstudenten nicht einsetzen. Unter anderem fordern die Bildungstreikenden kleinere Klassen, die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und die soziale Öffnung der Hochschulen. Einige Forderungen sind mit Sicherheit berechtigt, aber wie stellen sich die Studenten z.B. die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems vor?  Würde dies nicht vor allem einen Verlust an individueller Förderung bedeuten? Und wie sieht es mit der sozialen Öffnung der Hochschule aus? Wie sollen die Hochschulen die Massen an Studenten bewältigen, wenn sie schon jetzt aus allen Nähten platzen? Auf der einen Seite steht die Forderung nach sozialer Öffnung, auf der anderen Studiengebühren oder ein  numerus clausus. Was haben Studiengebühren oder der Numerus clausus mit einer sozialen Öffnung zu tun?

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8 Kommentare - “Vorbildliche Studenten streiken”

  1. max Says:

    Was versteht man unter „sozialer Oeffnung“? Ich hoffe nicht das, was ich denke…

    • OVAMBO Says:

      http://www.bildungsstreik-berlin.de:
      „Soziale Öffnung der Hochschulen
      – den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen!
      – die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung!
      – die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite!
      – die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden!“

      Also mehr Studienplätze, keine Studiengebühren, keine Studienkredite und keine Diskriminierung ggü. ausländischen Studierenden…ist ja gut gemeint, aber ich frage mich, wie das verwirklicht werden soll…und das mit der Forderung nach „selbstbestimmtem Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck“.
      Also kann wieder jeder alles und so lange er will studieren…ob das zu qualifiziertem Personal führt?

      • max Says:

        Es ist doch genau das, was ich dachte. Bleibt nur noch die Frage, was an der Einführung einer weiteren Deppenschule eigentlich sozial sein sollte. Oder anders gefragt: Wieviele Politologen, Ethnologen, Psychologen, Sozialpädagogen oder Fitnessfachwirtinnen braucht Deutschland eigentlich?

  2. Haiko Says:

    Wenn an Stelle des dreigliedrigen Schulsystems die Gesamtschule tritt, bleibt die individuelle Förderung doch erhalten.

    Was mit der institutionalisierten Diskriminierung gegenüber ausländischen Studenten genau gemeint ist, würde ich aber gern mal von einem Langzeitprotestler erklärt bekommen 🙂

    • OVAMBO Says:

      Ich finde die Gesamtschule gut und befürworte sie sehr. Allerdings taucht bei mir die Frage auf, ob die Gesamtschule so gut wäre, wenn es die anderen Schulformen nicht gäbe. Soweit ich weiß, muss man sich an einer Gesamtschule auch bewerben und es wäre interessant zu wissen, wie es an Gesamtschulen abläuft, wenn es keine Bewerbungen mehr gibt und man alle Schüler aufnehmen muss…

  3. lebowski Says:

    @max
    „Es ist doch genau das, was ich dachte. Bleibt nur noch die Frage, was an der Einführung einer weiteren Deppenschule eigentlich sozial sein sollte. Oder anders gefragt: Wieviele Politologen, Ethnologen, Psychologen, Sozialpädagogen oder Fitnessfachwirtinnen braucht Deutschland eigentlich?“

    Wir brauchen mehr BWL-Schnösel und Juristen, ganz klar.

    • max Says:

      @ lebowski
      Wahnsinnsantwort. Vielleicht braucht’s auch nicht noch mehr Juristen und BWL-Schnösel(wow, denen hast Du’s aber gegeben). Ein weiteres Absenken der Anforderungen hat aber klar ein Anwachsen von Feld-Wald- und Wiesenstudiengängen zur Folge. Das zieht unnötig Ressourcen von den produktiven Fakultäten ab.

  4. Sky Says:

    Ohne beizeitige Selektion kann es keine tiefergehende Bildung geben. Wer die Deppen unbedingt räumlich und zeitlich präsent halten will, wird deren geistige Präsenz bei tiefergehenden Themata aber nicht sicherstellen können.
    Es sei denn durch allgemeine Niveauabsenkung, gell, und darum gehts den Linken und vielen protestierenden Studenten letztlich. Einigen davon ist das sogar bewusst.


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