Bildungsstreik II

in meinem ersten semester an einer dt. uni fand ein studentenstreik statt.
ich habe nicht so ganz verstanden, warum man streiken muss (und wie das gehen soll, wenn doch die professoren arbeiten) um zu gegen kuerzungen im bildungsbereich zu portestieren, fand das zu beginn aber eine ganz gute idee.
irgendwann habe ich dann kapiert, dass die, die das organisiern allesamt studenten im 15+x semester sind.
und die student-sein (in berlin studierende) offenbar als den hoehepunkt ihrer persoenlichen laufbahn sehen.
als dann ein student auf der vollversammlung auf die buehne huepfte und verkuendete, dass er der holger sei, im 18 semester und dass er es gar nicht einsehe fuer seine bildung etwas zu bezahlen oder dezu gezwungen zu werden, es in einem vorgegeben zeitrahmen zu beenden, war es mit meiner sympathie fuer den protest vorbei.

(Kommentar von Zionist Juice)

Ich habe ähnliche Eindrücke gesammelt. Es waren immer eher die etwas Fauleren, die sich in den Seminaren auch nicht gerade durch viel Teilnahme oder Diskussionsfreude auszeichneten, die sich dann plötzlich, wenn es um irgendeine Art von Streik oder Protest drehte, als Teil des Organisationsteams outeten. Und die Dummen waren auch immer gut vertreten, die, die aufstöhnten, sobald auch nur Worte wie Wirtschaft, Kapitalismus oder Welthandelsorganisation fielen (und nicht um die Information ergänzt wurden, dass das alles sehr, sehr schlimm ist).

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