Pro Reli (Nachbesprechung zur Volksabstimmung)

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich finde das Geheule der Pro-Reli-Fraktion, die am letzten Sonntag ein klares Nein für ihre Religionsunterrichtspläne bekommen hat (selbst unter den paar Berlinern, die überhaupt gewählt haben, hat es nicht zur Mehrheit gereicht), etwas albern.

Da wird von Demütigungen gesprochen, die sich die Religionen gefallen lassen müssen und immer wieder von Zwangsunterricht. Einmal ganz davon abgesehen, dass jeder freiwillig den Religionsunterricht besuchen kann, wäre die Frage viel eher die, ob man dieses Angebot nicht völlig aus dem Lehrplan streicht. Kein anderes Hobby wird vom Staat so hofiert, wie das der Religionsausübung. Und es ist nun einmal so, dass die Religion Privatsache ist und es genug Möglichkeit gibt, sich seinem Gott außerhalb des Schulgeländes zu nähern. Andere Menschen sind auch mit Begeisterung aktiv im Schützenverein, im Fußballclub oder bei der Freiwilligen Feuerwehr und dennoch wird in der Schule kein Fach “Feuer löschen“ angeboten.

(hier geht es weiter)

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2 Kommentare - “Pro Reli (Nachbesprechung zur Volksabstimmung)”

  1. El Hamster Says:

    Es gibt einen Aspekt bei dieser Sache, der selten erwähnt wird:
    So, wie es jetzt ist und es bestätigt worden ist, können auf Grund von Besonderheiten des Berliner Rechts Religionsgemeinschaften einen staatlich gesponsorten, aber staatlich _unkontrollierten_ Religionsunterricht veranstalten.

    In der Praxis heißt das:
    – christlicher Religionsunterricht verschwindet langsam
    – islamischer Unterricht findet – ausser einigen formalen Voraussetzungen – weiterhin unkontrolliert und staatlich finanziert statt

    • Hardy Says:

      Stimmt genau. Aus diesem Grund habe ich auch für Pro Reli gestimmt. Obwohl ich sowohl die Bibel als auch den Koran als schwachsinnigen Blödsinn empfinde. Einzig der Buddhismus kann bei mir noch punkten.
      Allerdings hätte ich Wowereit auch gerne eine Schlappe gegönnt. Schließlich hat er durch die Vorziehung der Wahl 1,5 Millionen an Steuergeldern verschleudert. Von seiner Anzeigenkampagne gar nicht erst zu reden…


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