Neues von den Evolutionskritikern: Hitler war Darwin, irgendwie

Vor vier Wochen habe ich hier über den seltsamen Versuch geschrieben, aus Charles Darwin einen Popstar zu machen und aus der Evolutionstheorie einen Feiertag. Daran musste ich denken, als ich gestern das Magazin pro – Christliches Medienmagazin durchblätterte, welches mir regelmäßig zugestellt wird, obwohl ich nicht weiß warum. Meistens werfe ich es sofort weg, denn es dreht sich vor allem darum, dass christliche Werte nicht mehr geschätzt werden und wie schwer es christliche Journalisten haben, christliche Themen in den Medien unterzubringen. Aber diesmal ließ die Titelgeschichte großes erwarten: Darwin allmächtig?

Mal sehen, was die verbissene Fraktion der Christenheit so gegen Darwin einzuwenden hat. Ich wurde nicht enttäuscht und am Ende sogar mit einem Darwin-Hitler-Vergleich belohnt. Aber dazu später mehr. Zuerst einmal macht pro, was pro eben kann: jammern, klagen, sich zu kurz gekommen fühlen. Die Freiheit der Wissenschaft ist in Gefahr, heißt es, weil niemand am Dogma der Evolutionstheorie rütteln darf. Wenn es stimmt, was pro da schreibt, verläuft der Lebensweg von Darwin-Kritikern ziemlich genau so: Zuerst verlieren sie den Job, dann folgt der Eintrag in eine schwarze Liste, dann geht es ins (wissenschaftliche) Gulag und danach ins Konzentrationslager. Wer gegen Darwin ist, lebt entweder nicht lange und/oder gefährlich.

(hier geht es weiter)

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21 Kommentare - “Neues von den Evolutionskritikern: Hitler war Darwin, irgendwie”

  1. Markus Says:

    Eine Menge Spott und Hohn und wenig Inhalt …
    Man kann ja an die ET glauben – bewiesen ist sie nicht – und man kann ja auch ablehnen, dass Christen an die Schöpfung glauben, denn wie sie richtig festhalten, dafür gibt es keinen erklärbaren Prozess. Sonst wäre es ja kein Glaube, sondern eine Wissenschaft.

    Aber dieses „Ins-Lächerliche ziehen“ macht mich immer ein wenig misstrauisch. Wenn Sie sich ihrer Sache so sicher wären, hätten Sie das gar nicht nötig. Wie der Leser Liews schreibt:

    „… und hat mich mal wieder in meinem Weltbild bestätigt, da fühlt man sich wieder gut.“

    Darum geht es.

    Dass Sie nebenbei das Pro-Magazin so schlecht wegkommen lassen und es auf einen Haufen jammernder und ahnungsloser Redakteure reduzieren, ist traurig, denn es stimmt nicht. Ich lese es regelmäßig und stimme ebenfalls nicht in allen Dingen überein, fühle mich aber in vielen Punkten gut und nachvollziehbar informiert.

    Sie schreiben viele gute Artikel. Aber hier sind Ihnen die persönlichen Vorbehalte zu sehr zwischen die Zeilen gerutscht.

  2. Gideon Böss Says:

    @ Markus

    Was meien Sie, wie groß wäre der Aufschrei, wenn es heißt:

    “Das Christentum ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialismus, wenn doch eine notwendige.”

    Und was meinen Sie, wer am lautesten Aufschreien würde? Mein Tipp: Das Pro-Magazin.

  3. Markus Says:

    Was meien Sie, wie groß wäre der Aufschrei, wenn es heißt:

    “Das Christentum ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialismus, wenn doch eine notwendige.”

    Und was meinen Sie, wer am lautesten Aufschreien würde? Mein Tipp: Das Pro-Magazin.

    Da haben Sie sicher Recht. Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hitler hat die ET für seine eigene Ideologie missbraucht. Punkt. Wo ist das Problem?
    Und wie ist eigentlich Ihre Antwort auf die Frage: „Was sind eigentlich die Konsequenzen, wenn man das Böse so verleugnet, fest an den Fortschritt der Evolution glaubt, andere Meinungen verbietet und Leben lediglich als kosmischen Zufall sieht?“

    Und dass sich Leute, die an die ID-Theorie, den Kreationismus oder die Schöpfung glauben, nicht nett behandelt fühlen, zeigt doch Ihr Beitrag auch auf.
    Hohn, Spott und Herabsetzung statt sachlicher Auseinandersetzung. Was ist denn mit der Tatsache, dass es nicht-christliche (oder besser: nicht-religiöse) ernstzunehmende Wissenschaftler gibt, die die ET in Frage stellen und auch andere Stränge verfolgen? Ist das nicht der Kern jeder Wissenschaft, das Erreichte immer wieder in Frage zu stellen? Wo wären wir denn heute, wenn die Wissenschaft nicht so arbeiten würde?
    Und die ET beantwortet nun mal nicht alle Fragen. Da ist es doch absolut legitim, andere Ansätze zu verfolgen und zu überprüfen.

    Lesen Sie doch mal das Interview mit Siegfried Scherer, ein deutscher Biologe, der an die Schöpfung glaubt. Ich denke, das gibt die Position deutscher Christen gut wieder.

  4. Gideon Böss Says:

    „Da haben Sie sicher Recht. Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hitler hat die ET für seine eigene Ideologie missbraucht. Punkt. Wo ist das Problem?“

    Wenn Sie kein Problem damit haben, dass Leute, die die ET für sinnvoll halten, als potentielle Nazis beschimpft werden, sei Ihnen das gegönnt (von wegen, der Darwinismus ist Voraussetzung für den Nationalsozialismus).

    „Und dass sich Leute, die an die ID-Theorie, den Kreationismus oder die Schöpfung glauben, nicht nett behandelt fühlen, zeigt doch Ihr Beitrag auch auf.“

    Jeder kann gerne an die Schöpfung glauben, solange er diese nicht mit Wissenschaft verwechselt. Denn ID und Kreationismus sind keine Wissenschaften. Schwachsinn vielleicht, aber keine Wissenschaften.

    „Hohn, Spott und Herabsetzung statt sachlicher Auseinandersetzung.“

    Ich habe diesen seltsamen „Pro“-Text nicht in Auftrag gegeben, dass da so viel dummes Zeug drin steht, kann man mir also nicht vorwerfen.

    „Ist das nicht der Kern jeder Wissenschaft, das Erreichte immer wieder in Frage zu stellen?“

    Ja, isses und so wird es auch bei der ET getan.

  5. Adrian Says:

    @ „Ich liebe Euch doch alle“-Markus

    Sachliche Auseinandersetzung mit der Evelotionstheorie fordern immer Leute, die von dieser Theorie offensichtlich wenig Ahnung haben. Wie Sie und Herr Scherer.

    Siegfried Scherer ist ein evolutionsbiologischer Analphabet. Wer so deutlich wie er, zwischen Mikro- und Makroevolution trennen will, sollte Balkonblumen gießen, aber sich nicht als Wissenschaftler inszenieren.

    Und dass ich mit dieser Aussage Herrn Scherer nicht nett behandele, ist mir wurscht. Es gibt kein Recht auf nette Behandlung von Unfug.

  6. Markus Says:

    „Wenn Sie kein Problem damit haben, dass Leute, die die ET für sinnvoll halten, als potentielle Nazis beschimpft werden, sei Ihnen das gegönnt (von wegen, der Darwinismus ist Voraussetzung für den Nationalsozialismus).“

    Das ist doch Quark. Nicht die Darwinisten oder ET’ler haben was mit Hitler am Hut, sondern Hitler hat wie erwähnt die ET missbraucht. Sie verdrehen da was.

    „Schwachsinn vielleicht, aber keine Wissenschaften.“ Schon wieder dieses Herabsetzen. Haben Sie in diesem Punkt die Weisheit mit Löffeln gefressen? Sie können ja gerne glauben, dass das nicht stimmt. Aber deshalb sollten Sie es nicht herabsetzen.

    Der Schöpfungsglaube ist ein rein religiöse Sache und hat mit Wissenschaft nichts zu tun. ID und Kreationismus sind verschiedene Dinge. Meines Wissens nach hat die ID-Theorie durchaus ernstzunehmende Ansätze. Kennen Sie die?

    „Ja, isses und so wird es auch bei der ET getan.“
    Na, da fragen Sie mal Herrn Kutschera, Herrn Dawkins und ähnliche Leute.

  7. Gideon Böss Says:

    „Das ist doch Quark. Nicht die Darwinisten oder ET’ler haben was mit Hitler am Hut, sondern Hitler hat wie erwähnt die ET missbraucht. Sie verdrehen da was.“

    Wie verstehen Sie denn diesen Satz:

    „Der Darwinismus ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialimsus, wenn doch eine Notwendige“

  8. Sky Says:

    Sowas liest sich in der Tat nicht gut:
    „Dass er [Dawkins] dazu [„Es gibt einen Gott“] sagt: Aber diese höhere Existenz müsste wiederum durch einen erklärbaren Prozess entstanden sein und genau daran auch die Erklärungsversuche für die Existenz Gottes scheitern, wird bei pro irgendwie übersehen.“

    Man darf und muss die Kreationisten gerne als unverständig und untauglichen Modellen aufgesessen abhandeln, aber Vorsicht bei Atheisten wie Dawkins, die eine symbiotische Bezihung zu dem haben, das sie nicht verstehen. „Durch einen erklärbaren Prozess“, tss, tss, tss…

  9. Sky Says:

    @Markus:
    ID ist aus dem Kreationismus abgeleitet und eine semiwissenschaftliche Theorie, die einen gewissen Charme hat.

  10. Markus Says:

    Ich verstehe es so, dass der Darwinismus nicht zum Nationalsozialismus führt, sondern der NS den Darwinismus für seine Rassentheorie als Grundlage miss- bzw. gebraucht hat. Ohne den Darwinismus hätte Hitler seine Rassentheorie nicht so einfach aufstellen können.

    Es heißt im Text :
    „… Dass dort „unwertes Leben“ vernichtet wurde, geht maßgeblich auf das Welt- und Menschenbild der Nazis zurück, die der Evolution „auf die Sprünge
    helfen“ wollten. Behinderte Menschen, so zeigt es ein alter Propagandafilm aus jener Zeit, standen bei den Nazis auf der Evolutionsleiter „tiefer als jedes Tier“.

    Sie wollten der Evolution auf die Sprünge helfen, indem sie eingriffen und die ET für ihre Ideologie in unzulässiger Weise verbogen.

    Die Teile der ET, die das „Überleben des Stärkeren“ propagieren, sind – wenn sie zu Ende gedacht werden – aus christlicher Sicht schwierig und entsprechen nicht unserer Sichtweise.
    Aber kein Christ, der es ernst meint, würde jemandem, der die ET vertritt, unterstellen, er sei ein Nazi. Das lese ich aus dem Artikel nicht heraus.

    Er gibt doch den Unterschied zwischen „Wo kommen wir her?“ und „Mit welchen Einstellungen leben wir jetzt weiter, nachdem wir zu wissen meinen, wo wir herkommen?“

  11. Sky Says:

    Nachtrag:
    Allerdings leidet die ID in vielen Punkten:
    – Sie widerspricht sie dem wissenschaftlichen Sparsamkeitsgebot.
    – Sie bearbeitet die deutlichen Hinweise, die auch experimenteller Art sind und für die Evolutionstheorie sprechen, mit einem (natürlich „richtigen“) „Weiterdenken“, das immer die Möglichkeit einer gottgebenen Steuerung der Evolution offen lässt (was konzeptionell möglich ist, denn…).
    – die ID gehört zu den „Es gibt…“ Glaubensmengen, wie bspw. „Es gibt auf diesem Planeten blaue Killerhirsche, die ganz schnell böse werden können.“, was …
    – unwissenschaftlich ist. Da nicht falsifizierbar. Einfach eine wüste unwiderlegbare Behauptung.

    Die „Semiwissenschaftlichkeit“ hat sich die ID durch einige interessante Beobachtungen verdient, auf die weiter oben bereits von M. kurz verwiesen wurde.

  12. Gideon Böss Says:

    „Ich verstehe es so, dass der Darwinismus nicht zum Nationalsozialismus führt, sondern der NS den Darwinismus für seine Rassentheorie als Grundlage miss- bzw. gebraucht hat.“

    Im Text steht: “Der Darwinismus ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialimsus, wenn doch eine Notwendige”.

    Das heißt: Wer die ET ablehnt, kann kein Nazi sein. Das heißt: Nur wer die ET für richtig hält, hat potentiell das Zeug zum Nazi.

  13. Sky Says:

    > Das heißt: Wer die ET ablehnt, kann kein Nazi sein. Das heißt: Nur wer die ET für richtig hält, hat potentiell das Zeug zum Nazi.

    So hab ichs auch verstanden.
    „Etwas“ überpointiert diese Aussage – da ja auch ganz ohne Evolution denkbar ist, dass sich bspw. die Deutschen über andere erheben, nationales sich Erheben gab es bereits vor Jahrtausenden (ganz ohne Charly) – und natürlich dumm, LOL.
    Gideon hat also recht.
    Dennoch ebenfalls „etwas“ überpointiert dieser Blogeintrag, lieber Gideon. Denn eine gewisse Freude an der Evolution und Selektion spielte den Nazis offenkundig in die Hände.

  14. Markus Says:

    „Das heißt: Wer die ET ablehnt, kann kein Nazi sein. Das heißt: Nur wer die ET für richtig hält, hat potentiell das Zeug zum Nazi.“

    Die Aussage könnte so verstanden werden, ist aber 1. nicht so gemeint und 2. muss man sich schon etwas bemühen, das rauszulesen. Eine Aussage ist per se mehrdeutig, je nach Hintergrund, Intention und Vorgeschichte wird sie unterschiedlich verstanden.

    Außerdem fügen Sie ja selbst das Wort „potentiell“ ein. Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang. Wenn man anfängt, einen Weg zu gehen, kommt man immer an gewisse Weggabelungen, an denen man sich entscheiden muss, wo man weitergeht. Wer beim Darwinismus anfängt, kann beim NS enden, muss aber nicht.

    Ansonsten schließe ich mich den Worten meines Vorredners an:
    „Dennoch ebenfalls “etwas” überpointiert dieser Blogeintrag, lieber Gideon. Denn eine gewisse Freude an der Evolution und Selektion spielte den Nazis offenkundig in die Hände.“

  15. Gideon Böss Says:

    Das interessiert mich jetzt aber doch. Im Text steht:

    “Der Darwinismus ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialimsus, wenn doch eine Notwendige”

    Stimmt es, dass dieser Satz bedeutet, dass niemand Nazi sein kann, der die ET ablehnt?

    Stimmt es, dass dieser Satz bedeutet, dass sich Nazis nur aus dem Pool von Menschen rekrutieren lassen, die Anhänger der ET sind.

    Wenn Sie bei einer der beiden Schlussfolgerungen anderer Ansicht sind, wäre ich auf die Begründung gespannt. Wenn nicht, verstehe ich Ihren Protest nicht.

  16. Markus Says:

    Man, dann wird jetzt aber fummelig. Aber ok, ich will versuchen, das aus meiner unvollkommenen Sichtweise zu beantworten.
    Sie nehmen anscheinend an, dass irgendjemand einen direkten Zusammenhang zwischen „Nazi“ und „ET-Befürworter“ herstellt. Das sehe ich weder in dem o.g. Artikel noch tue ich das selbst.

    Auf Ihre Fragen: Jemand, der die ET ablehnt, kann natürlich auch ein Nazi sein. Wie tief muss man in die braune Soße hinabsteigen, um ein Nazi zu sein? Wann ist jemand ein Nazi?

    Für jemanden, der die Ideologie der Nazis total ernst nahm – also ein Überzeugungstäter -, war der Darwinismus sicherlich eine wichtige Grundlage. Aber ich bin mir sicher, dass die Nazis in den 20ern und 30ern auch ohne den Darwinismus eine ähnliche Ideologie hätten entwickeln können. Ob sie dann auch so erfolgreich gewesen wären, ist eine andere Frage, die spekulativ ist und bleibt.
    Es gibt auch Anhänger anderer Ideologien, die durchaus furchtbare Dinge tun, aber die ET ablehnen…

    Nein, wie oben schon gesagt, natürlich können m.E. auch Nicht-Anhänger der ET Nazis sein. Ich sehe da wie gesagt keinen direkten Zusammenhang. Wenn z.B. gewisse Leute auf Demos „Juden ins Gas“ schreien, sind das keine klassischen Nazis. Aber in manchen Dingen haben sie recht ähnliche Ansichten, oder?

    Mein Protest richtete sich ursprünglich gegen das Lächerlichmachen des Pro-Magazins und von Leuten, die nicht an die ET glauben.

  17. Gideon Böss Says:

    „Sie nehmen anscheinend an, dass irgendjemand einen direkten Zusammenhang zwischen “Nazi” und “ET-Befürworter” herstellt. Das sehe ich weder in dem o.g. Artikel noch tue ich das selbst.“

    Ich nehme das nicht an, ich habe es in dem Text gelesen, weil es da so steht. „Pro“ vertritt in Bezug auf die Evolutionstheorie folgende Position: Nicht jeder ET-Anhänger ist Nazi, aber jeder Nazi ET-Anhänger.

    (zum Glück haben sich ja all die christlichen Nazis zwischen 1933 – 1945 so vorbildlich benommen.)

  18. Markus Says:

    “ “Pro” vertritt in Bezug auf die Evolutionstheorie folgende Position: Nicht jeder ET-Anhänger ist Nazi, aber jeder Nazi ET-Anhänger.“

    Ich glaube nicht, dass Pro diese These wirklich vertritt, denn sie ist ja gar nicht verifizierbar.

    Die „christlichen Nazis“ bzw. „kirchlichen Nazis“ – haben sich garantiert nicht vorbildlich benommen. Das Scheitern der Christen bzw. der Kirche im 3.Reich ist ausreichend dokumentiert.

    Dass jemand – wenn auch auf recht krummen Wegen – einen scheinbaren Zusammenhang zwischen Nazis und ET’lern zieht, scheint Sie persönlich anzugreifen, anders kann ich mir Ihren Sarkasmus und Zynismus nicht erklären.

    Sie sollten sich nicht in Feindbilder versteigen. Sie glauben an die ET – ok. Ich glaube an die Schöpfung eines liebenden Gottes – auch ok. Endgültig beweisen kann es keiner von uns beiden.

    Irgendwelche diskriminierenden Vergleiche von welcher Seite auch immer führen hier nicht weiter.

  19. Gideon Böss Says:

    „Sie glauben an die ET – ok. Ich glaube an die Schöpfung eines liebenden Gottes – auch ok.“

    Aber wenn nun jemand sagt: „“Der Glaube an Gott ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialimsus, wenn doch eine Notwendige”, wären Sie doch auch ein wenig empört, oder?

  20. Sky Says:

    Sowas darf man eigntlich nicht schreiben: „Der Darwinismus ist keine ausreichende Bedingung für ein Phänomen wie Nationalsozialimsus, wenn doch eine Notwendige.“, auch wenn durchaus möglich ist, dass da einer nicht verstanden hat, was er schrieb. Muss auch nicht bös gemeint sein. Kann aber.

    Überhaupt sollte man mit Nazi-Vergleichen vorsichtig sein. Bekanntlich sagen solche Vergleiche mehr über den Vergleichenden aus als dass sie etwas zur Sache tun. Aus Sicht des Systematikers ist eine Aussage zu einer Sache immer als Aussage einer Person zu einer Sache zu verstehen.

    Sportsfreund Lafontaine hat z.B. mal die Helmut Schmidtschen Tugenden als KZ-führungstauglich bezeichnet, das geht in dieselbe Richtung. Das ist die selbe Liga.

    I.p. Logik ist dem werten Autoren nie etwas vorzuwerfen, er hat allerdings etwas zu wenig Herz für die bürgerliche Gesellschaft, LOL.

    Zu „Dass jemand – wenn auch auf recht krummen Wegen – einen scheinbaren Zusammenhang zwischen Nazis und ET’lern zieht, scheint Sie persönlich anzugreifen, anders kann ich mir Ihren Sarkasmus und Zynismus nicht erklären.“ noch: Nö, nothing personal, einfach ein Herumhacken auf mangelnder Kommunikationskompetenz.

  21. Markus Says:

    @sky: Ok, der Spruch ist nicht besonders intelligent. Stimmt. Der Autor hat missverständlich geschrieben. Aber man sollte daraus nicht ableiten, dass alle, die nicht die ET unterstützen, so denken.

    @Gideon Böss: Der Glaube an einen Gott hat schon oft viele Menschen dazu gebracht, schreckliche Dinge zu tun. Leider.
    In diesem Sinne würde ich Ihren „veränderten“ Spruch als Verallgemeinerung sicherlich ablehnen. Im Einzelfall lässt sich das aber nicht abstreiten – denken Sie z.B. an die Colonia Dignidad. Für den NS würde ich das nicht nachvollziehen können, weil es m.E. historisch unrichtig ist.

    Was wir mit unserem Glauben und unseren Überzeugungen tun, ist doch immer noch unsere eigene Entscheidung.
    Religiöser Fanatismus und seine Auswirkungen erfordern schon einen starken Glauben an etwas, oder?

    Deshalb ist es so wichtig, dass wir Christen nicht an eine Sache, sondern an eine Person glauben und wir uns immer wieder hinterfragen, ob wir das Richtige tun. Wir haben eine Verantwortung für das, was wir tun.


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