Mein Dreipunkteplan zur Rettung des deutschen Schulsystems

Mich hat die aktuelle Debatte über fauler Lehrer (Kritiker), die eigentlich gar nicht faul, sondern das genaue Gegenteil sind (Kritiker-Kritiker), nicht interessiert. Ich habe vor einigen Jahren mein Abitur gemacht und bin optimistisch, in diesem Leben nie mehr in einer Schule unterrichtet zu werden. Diese Vorstellung gefällt mir gut. Wer sich jetzt wie zum Bildungssystem äußert, nehme ich nur am Rande war.

Nun habe ich aber doch Lust, etwas dazu zu schreiben. Der Grund ist die Forderung eines Erziehungswissenschaftlers, der es nicht gut findet, dass Kinder sich anstrengen sollen. „Wir brauchen eine Schule ohne Auslesedruck und Versetzungsbrüche bis zum 16. Lebensjahr, und das gleichermaßen für alle 16 Bundesländer“ , fordert er. Das ist natürlich Quatsch, was nicht weiter verwunderlich ist, weil sich die Erziehungswissenschaft vor allem darauf konzentriert, merkwürdige pädagogische Konzepte zu vertreten. Die Täter-Liebe ist in dieser Disziplin Primärtugend. Was hat den Täter dazu gebracht, dass er zuschlug? Wie wurde er, was er jetzt ist? Wer trägt alles eine Schuld daran, dass er so wurde? Wer hat ihn alles ausgegrenzt?

Trotz dieser Täter-Begeisterung wird aber auch das Opfer nicht vergessen, immerhin muss man ja überprüfen, durch was das Opfer den Täter provoziert hat. Fest steht: Man mag in der Erziehungswissenschaft die Opfer nicht und das hat einen sehr simplen Grund. Weil ein Täter erst durch sein Opfer zum Täter wird, ist natürlich das Opfer schuld an der sozialen Ausgrenzung des Täters. Das Opfer ist der Täter, der Täter das eigentliche Opfer.

(hier geht es weiter)

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5 Kommentare - “Mein Dreipunkteplan zur Rettung des deutschen Schulsystems”

  1. Sky Says:

    „Fest steht: Man mag in der Erziehungswissenschaft die Opfer nicht und das hat einen sehr simplen Grund. Weil ein Täter erst durch sein Opfer zum Täter wird, ist natürlich das Opfer schuld an der sozialen Ausgrenzung des Täters. Das Opfer ist der Täter, der Täter das eigentliche Opfer.“

    Schön und markant wiedergegeben, was die SozPäds so im Glaubenspool haben.
    Viele Lehrer agieren dann auch auf Konflikte unter Schülern dementsprechend und fragen nicht etwa „Wer hat angefangen?“, sondern versuchen konstruktiv und losgelöst von Opfer-Täterfragen Frieden zu stiften.
    Habe mal in einer Firma gearbeitet, dessen CEO Horst-Eberhard Richter-Fan war, dort wurde dann auch in Konfliktsituationen mediatisiert bis zum Erbrechen.
    Auch in der Politik gibt es viele Horst-Eberhard Richter-Fans, u.a. Steinmeier wäre hier zu nennen.
    Zudem ist die Berichterstattung der Standardmedien heutztage ebenso dem „Opfer=Täter“-Gedanken verpflichtet, man muss leider feststellen, dass der Extremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

  2. Chewey Says:

    @ Sky

    Hoppla! Jetzt ist schon der Extremismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen? Nur der Antisemitismus nicht, nicht wahr mein kleiner Hamster?
    https://derfuchsbau.wordpress.com/2009/02/04/holocaustleugnung-ist-nicht-gleich-holocautleugnung/#comment-2715

  3. Sky Says:

    Nunja, die Performance des ZdJ ist seit Jahrzehnten desolat, ist nun mal so.
    Dass der pazifistische Mainstream in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist, darf doch mit einem Zitat genau aus dieser Szene kommentiert werden, oder?
    Lehrer?

  4. Chewey Says:

    @ Sky

    Pazifistischer Mainstream = Extremismus? Nun ja… doch, wenn ich darüber nachdenke, ganz falsch ist das irgendwie nicht.

    „Lehrer?“

    Nein. Und selbst?

  5. Sky Says:

    Verwandtschaft fast komplett Pädagogen, ich lehre nur im Web.


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