Archiv für April 2009

Jihad und Krieg

April 30, 2009

Friedensbewegte Kreise wissen schon längst, dass Jihad ja nicht automatisch bedeutet, die Ungläubigen zu unterwefen und/oder zu töten, weil Jihad ja als Anstrengung übersetzt werden kann. Was sie nicht wissen, ist, dass auch unser schönes Wort Krieg urspünglich folgende Bedeutung hatte: Anstrengung.

Ich gehe davon aus, dass die Ostermarschierer jetzt beschämt ihre Plakate „Schluss mit dem Afghanistankrieg“ wegwerfen, weil es ja eigentlich kein Krieg sondern nur eine Anstrengung ist.

Advertisements

Mutiges Projekt

April 30, 2009

dsc00860

Alles verschwindet

April 30, 2009

dsc00859

In der Buchhandlung Dussmann setzt man gerade ganz auf das Verschwinden.

Pro Reli (Nachbesprechung zur Volksabstimmung)

April 30, 2009

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich finde das Geheule der Pro-Reli-Fraktion, die am letzten Sonntag ein klares Nein für ihre Religionsunterrichtspläne bekommen hat (selbst unter den paar Berlinern, die überhaupt gewählt haben, hat es nicht zur Mehrheit gereicht), etwas albern.

Da wird von Demütigungen gesprochen, die sich die Religionen gefallen lassen müssen und immer wieder von Zwangsunterricht. Einmal ganz davon abgesehen, dass jeder freiwillig den Religionsunterricht besuchen kann, wäre die Frage viel eher die, ob man dieses Angebot nicht völlig aus dem Lehrplan streicht. Kein anderes Hobby wird vom Staat so hofiert, wie das der Religionsausübung. Und es ist nun einmal so, dass die Religion Privatsache ist und es genug Möglichkeit gibt, sich seinem Gott außerhalb des Schulgeländes zu nähern. Andere Menschen sind auch mit Begeisterung aktiv im Schützenverein, im Fußballclub oder bei der Freiwilligen Feuerwehr und dennoch wird in der Schule kein Fach “Feuer löschen“ angeboten.

(hier geht es weiter)

Gemäßigte Nazis

April 27, 2009

Das letzte Wochenende verbrachte ich in Ulm und dort wappnet man sich für einen Aufmarsch der Neonazis. Überall hängen Ulm gegen Rechts-Plakate, auf denen die Stadt den Nazis klar machen will, dass sie hier nicht willkommen sind. Das ist ja auf jeden Fall die richtige Einstellung und doch frage ich mich, wo denn die ganzen Mahner sind, die einen Dialog einfordern, die davon sprechen, dass ein Boykott immer falsch ist, weil man miteinander ins Gespräch kommen muss, um akzeptable Lösungen zu finden?

Der Bürgermeister sollte sich mit den führenden Nazis an einen Tisch setzen und natürlich müssen „schmerzhafte Zugeständnisse“ gemacht werden. Im Endeffekt führt doch die Ausgrenzung der Nazis erst dazu, dass sie in die Radikalität getrieben werden. Dabei sind sie doch vor allem erbitterte Kritiker des Heuschreckenkapitalismus, des Kriegsbündnisses NATO und des Afghanistaneinsatzes. Und überhaupt, ist es nicht blanker Hohn, wenn die Stadt Ulm auf ihrer Homepage schreibt: Ulm und Neu-Ulm sind tolerante und weltoffene Städte, in denen rechtsextremes und menschenfeindliches Gedankengut keinen Platz hat. Wo kein Platz für Andersdenkende und Minderheiten ist, kann es keine wahre Toleranz und Weltoffenheit geben.

(hier geht es weiter)

Schlingensief ist ein behindertes FDP-Mitglied, das aus der Naziszene aussteigen will

April 27, 2009

Genau das hat den Afrikanern gefehlt:

Steinmeier habe er zufällig während der Berlinale im Februar getroffen, sagte Schlingensief, der dort als Juror tätig war. Der SPD-Kanzlerkandidat habe Interesse an seiner Idee eines Festspielhauses in Afrika gehabt. Daher habe man sich auf einer Feier zwei Stunden zusammengesetzt. Da habe er gemerkt, dass ihn Steinmeier interessiere. Ein Festspielhaus in Afrika sei wichtig, denn: „Wenn wir hier so weitermachen wie jetzt, haben wir in zehn Jahren keine Kultur mehr“, meinte Schlingensief. Von den Afrikanern, die schon von jeher bestohlen worden seien, könne man so offen klauen. In Afrika könne man etwas von der Urgewalt des Menschen lernen. Das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut wollen Schlingensiefs Projekt eines Festspielhauses unterstützen.

(Und natürlich ist Schlingensief ein Idiot, der nur deswegen bekannt ist, weil es so viele Idioten gibt, die es immer wieder beeindruckend finden, dass SchlingenSief* irgendwie immer behinderte Nazis auf die Bühne stellt.)

* SS – das geht jetzt aber auch als Provokationskunst durch!!!

Böss in Berlin feiert Geburtstag…

April 24, 2009

und nimmt sich für diesen Tag frei.

Stattdessen verlinke ich hier fünf der Artikel, die seit dem ersten am 24.April 2008 erschienen sind::