Kreuzberger Nachwuchsspießer erzählen

Zu den beliebtesten Fantasien Kreuzberger WG-Menschen gehört offenbar die Geschichte von den Berlin Mitte Yuppies, die bei Starbucks ihren Latte Macchiato schlürfen und dabei auf einem Apple Notebook neue Werbekampagnen basteln. Irgendwie scheint diese Vorstellung geeignet, Verachtung und Schadenfreude auszulösen, warum auch immer. Zumindest wird sie so oft erzählt, dass sie wohl etwas tröstliches haben muss. Diverse total coole Szenemagazine reiten mit auf der Welle und deswegen gibt es diese agilen, aber oberflächlichen und nur auf den Profit konzentrierten Werbejünglinge in Mitte einfach, auch wenn es sie nicht gibt. Die Macht der Vorstellung.

Abgebrühte und vom Leben gezeichnete siebzehnjährige Kinderzyniker erzählen die Schreckensgeschichte ebenso hartnäckig, wie Wohlstandspunks, die sich von ihren durchaus wohlhabenden Eltern die Art von Luxus finanzieren lassen, den sie den Mitte-Leuten vorwerfen. Aber besonders reizvoll wird die Story erst, wenn sie von einer Frau vorgetragen wird, die vor knapp zwei Wochen in die Stadt gezogen ist und als wandelndes Klischee einer überdrehten Künstlernatur durchgeht, die zwar total unbequem ist, aber dennoch eine Monatskarte besitzt und nie die Miete zu spät überweist.

(hier geht es weiter)

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One Comment - “Kreuzberger Nachwuchsspießer erzählen”

  1. skydumont Says:

    Hrgg, hätte mir gerne diese Geschichte erspart.


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