Archiv für Januar 2009

Warum ziehen sich Tierrechtler so gerne in der Öffentlichkeit aus?

Januar 30, 2009

Ist es eigentlich schon Tiermissbrauch, wenn Menschen das Schicksal der Schweine ausnutzen, um einen Vorwand dafür zu haben, sich vor ihren Mitmenschen zu entblößen? Kaum hat ein Kaufhaus echten Pelz im Angebot, schon machen sich junge (aber leider nicht nur die) Tierrechtlerinnen nackig. Versuche an Affen? Eine tolle Gelegenheit, mal wieder oben und unten ohne zu gehen. Promi X will sich nicht vegan ernähren? Runter mit den Klamotten.

Nun ist es ja kein neues Phänomen, dass manche Menschen sich gerne in der Öffentlichkeit ausziehen, aber niemand tut es mit einem so guten Gewissen, wie die Peta-Leute. Dabei profitiert gerade diese wohl dümmste Organisation des Universums (wie sie von der taz zu Recht genannt wird) davon, dass der Unterschied zwischen Tierschützern und Tierrechtlern den wenigsten bekannt ist.

Tierschützer sind diejenigen, die die Natur lieben, Wälder toll und Rehe süß finden. Also eigentlich jeder. Tierrechtlern wiederum sind Natur und Wälder und Rehe relativ egal, ihr Antrieb ist der Hass auf Menschen. Denn Menschen sind auch nicht mehr wert, als ein Frosch oder eine Ziege. Wahrscheinlich sogar weniger. Deswegen sollen Tiere auch die gleichen Rechte haben, wie der Mensch (von gleichen Pflichten ist dabei selten die Rede, obwohl das zur Gleichberechtigung dazu gehört). Darum weiß man bei Peta auch, dass Käfighaltung wie Auschwitz ist, nur schlimmer . Auch zum palästinensischen Selbstmordterror während der Intifada II schwieg dieser Verein nicht. Als die Terroristen erstmals nicht nur Juden, sondern sogar einen Esel aus dem Leben in den Tod beförderten (ihm wurden Bomben umgeschnallt), erhielt Arafat einen empörten Brief zugestellt, mit der Aufforderung, die Tiere zu schonen.

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Das fünfte Gebot nach Erdogan: Du sollst nicht töten (außer Kurden)

Januar 30, 2009

Kluger Mann, ich denke, solche Politiker fehlen uns in der EU, die Israel endlich ein bisschen kritisieren.

Katholische Holocaustforscher

Januar 29, 2009

Während der Vatikan bemüht ist, den Ärger um Bischof Williamson zu mindern, zieht ein zweiter Priester der Piusbruderschaft öffentlich den Holocaust in Zweifel. Der Italiener Don Floriano Abrahamowicz sagte, er wisse nur von Desinfektion in Gaskammern. Überhaupt habe das Thema Holocaust eine nicht angemessene „Übermacht“ bekommen. (Quelle)

Der nette Antisemit hat allen Grund dazu, sich zu beschweren. Denn die nicht angemessene „Übermacht“ des Holocaust verdrängt schon seit einiger Zeit sein Steckenpferd: den Jesusmord durch die Juden.

Nur mal so aus Interesse: Gibt es in der katholischen Kirche eigentlich noch viel von dem Gesocks?

Operation Walküre (eine Filmkritik, die auf Scientologykritik verzichtet)

Januar 26, 2009

Seit dem Tag, an dem Tom Cruise bekannt gab, über Stauffenberg einen Film zu drehen, kämpfte der deutsche Widerstand verzweifelt gegen dieses Vorhaben an. Zu diesem Widerstand gehören Politiker, Kirchenvertreter, Gewerkschaftler und Journalisten. Völlig zu Recht wollten sie Tom Cruise die Realisierung dieses Projekts verbieten, weil ihnen nicht passt, dass Cruise an Aliens glaubt  (und was sind schon Meinungs-, Kunst-, und Religionsfreiheit, wenn es um ein höheres Ziel geht). So jemand darf doch nicht den Stauffenberg verkörpern. Die Krieger gegen den Ausverkauf deutscher Helden haben dabei aber ein wenig vergessen, dass zum einen kaum ein Deutscher wirklich etwas über das 1944er Hitlerattentat weiß („Hat nicht geklappt, oder?“) und zum anderen erst ein Superstar wie Tom Cruise dieses angestaubte Stück Nazi-Geschichte weltweit bekannt macht. Jetzt weiß man zumindest, dass der Rebell von Vorgestern vorzugsweise Augenklappe trug.

Und wie war der Film nun? Wenn man den historischen Hintergrund ausblendet und so tut, als sei es ein fiktionales Werk, wäre er sehr spannend und gelungen gewesen. Viel Action, viel Dramatik, aber leider kein Happy End. Weil er jedoch den Anspruch hat, ein geschichtliches Ereignis wiederzugeben, müssen einige Einschränkungen gemacht werden. Da fällt zuerst auf, dass die Macher von Walküre die Reemtsma-Ausstellung über die „saubere Wehrmacht“ nicht besucht haben. Denn direkt in der ersten Szene (Stauffenberg sitzt in einem Zelt mitten in der Wüste) schreibt der Held auf, dass die SS schlimmste Verbrechen begeht, was natürlich auch den Ruf der Wehrmacht in den Dreck ziehen würde. Etwas später wird auch zwischen Wehrmacht und Nazis unterschieden, was ja doch recht mutig ist.

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Warum der deutsche Humor so schlecht wie sein Ruf ist

Januar 24, 2009

„Was da wieder gelaufen ist, ist unsagbar pietätlos und ehrabschneidend“, sagte SWR-Rundfunkratsmitglied Therese Wieland den „Stuttgarter Nachrichten“. Selbst wenn Pocher womöglich den Auftritt von Cruise in „Operation Walküre“ habe parodieren wollen, sei dies gründlich misslungen. „In diesem Moment identifiziert man das doch nicht mit dem Schauspieler, sondern mit der historischen Figur. Und es ist nicht hinnehmbar, dass man den Helden des deutschen Widerstandes so ins Lächerliche zieht„, sagte Wieland, die die katholische Kirche in dem Gremium vertritt. (Quelle)

Recht hat sie! Humor ist zwar eine gute Sache, aber nur, wenn er sich über die Schwachen und Kleinen lustig macht. Ich bleibe dabei. Was ist deutscher Humor: Wenn ein Sachse schwul ist und stottert.

Die große Horrorfilmsammlung des SPIEGEL

Januar 24, 2009

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Der Spiegel wirbt gezielt Mitarbeiter aus der (Horror-)Filmindustrie ab, damit die sich tolle Überschriften ausdenken, die sowohl eine Gänsehaut verursachen, als auch das Empörungsbedürfnis der Leser bedient. Und so findet sich heute wieder einmal eine Schlagzeile bei SPON, die genausogut der Titel von „Die Nacht der lebenden Toten II“ sein könnte:

Im Spital der lebenden Toten

Der neue US-Präsident ist vereidigt, fünf Fragen bleiben

Januar 21, 2009

Die gestrige Vereidigung von Obama hat mir gefallen. Zeigte sie doch wieder einmal, wie großartig die USA sind. Immerhin leben noch Kinder von Sklaven und die letzten Morde des Ku-Klux-Klan liegen nicht so lange zurück. Eine beeindruckende Entwicklung führte zu dem, was wir gestern sehen konnten. Ob Obama nun ein guter oder schlechter Präsident wird, bleibt abzuwarten (was auch sonst). Doch denke ich, dass er seine Sache gut machen wird.

Ein paar Dinge sind mir während der Feierlichkeiten durch den Kopf gegangen:

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