Die Telekom belästigt mich seit zwei Jahren (und letzte Woche habe ich T-Sokrates getroffen)

dsc007261Als ich im Herbst 2006 von der Telekom zu Alice wechselte, beschloss die Telekom, diese nicht ganz unbedeutende Änderung in unserer Beziehung zu ignorieren. Obwohl ich in eine andere Wohnung gezogen war und dort von Beginn an einen anderen Telefonanbieter nutzte, bekam ich treu und zuverlässig Monat um Monat meine Rechnung. Interessanterweise variierten die geforderten Summen sogar, obwohl die dazugehörige Telefonnummer gar nicht mehr existierte. Anfangs machte ich noch auf diesen offensichtlichen Fehler aufmerksam und verwies auf die Kündigungsbestätigung, die ich erhalte hatte und von der ich annahm, dass sie eine gewisse Überzeugungskraft besitzen würde. Doch es nutzte nichts. Die Monate kamen und gingen, die Rechnungen auch und auf die Rechnungen folgten die Mahnungen und irgendwann erhielt ich Post von einer Anwaltskanzlei.

Man sei durch die Telekom beauftrag, vor dem Amtsgericht 264,40 Euro einzuklagen, ich könnte mich aber auch noch außergerichtlich mit ihnen einigen, indem ich eine Vergleichszahlung über 79,32 Euro tätige. Ich weigerte mich und ging von einem Termin vor Gericht aus. Dazu kam es aber nicht, stattdessen erhielt ich einen Anruf der Telekom, indem man mir erklärte, dass intern ein Fehler passiert sei, die Forderungen an mich nichtig wären und das Anwaltsbüro den Fall zu den Akten gelegt habe. Dann wurde aufgelegt. Keine Entschuldigung, nichts. Das ist etwas mehr als ein Jahr her und erfolgte damit wiederum ziemlich genau ein Jahr nach meiner Kündigung. Aber jetzt hat die Telekom sich selbst übertroffen.

(hier geht es weiter)

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3 Kommentare - “Die Telekom belästigt mich seit zwei Jahren (und letzte Woche habe ich T-Sokrates getroffen)”

  1. Schlens Says:

    Das scheint denen oefter zu passieren. Ich hatte das gleiche Problem vor ein paar Jahren.
    Nach dem letzten Schreiben mit der Vergleichszahlung und kompletter Nichtbeachtung meinerseits blieben auch weitere Aktionen der .T… aus.

  2. MPH Says:

    Gideon,

    das Problem ist, dass die Telekom drei verschiedene Datensysteme hat, die parallel zueinander laufen. Eins für die Technik, eins für den Kundendienst und eins für ich weiß nicht wen, vielleicht fürs Innenministerium. Wenn in dem einen was geändert wird und in den anderen beiden nicht oder an den entsprechenden Schnittstellen zwischen den Systemen passiert irgendein Fehler, dann hat man den Salat.

    Das hat man mir jedenfalls vorletzten Samstag im T-Punkt erklärt. Ich hatte selbst einen auftrag erteilt, der erstmal einfach nicht ausgeführt wurde. Nachdem ich dann nachgefragt hatte, wußte man selbst nicht, warum der Auftrag „nicht durchgelaufen“ sei, dann mußte er nochmal neu gemacht werden. auftrag wurde dann angeblich ausgeführt, aber tags drauf kam ein seltsames Schreiben. Und dann wurde mir im T-Punkt gesagt, die mir zugeordnete Telefonnummer gehöre jemand ganz anderem. Ach, sagte ich, wie praktisch, dass sie mir die dann mitteilen. Na ja, die mußten dann ewig suchen bis sie feststellten, dass die Nummer doch inzwischen mir gehört, aber bei dem andren laut Kundensystem noch nicht deaktiviert war. Das Schreiben könne ich daher auch vergessen.

    Ach so, und vor zwei monaten bekam ich auch eine Rechnung per Mail, die einem ganz anderen Haushalt in einem ganz anderen Ort gehörte.

  3. Andreas Says:

    Das mit den drei Systemen erklärt, warum ich plötzlich drei Anschlüsse in der neuen Wohnung haben sollte, nachdem kein Mitarbeiter die vorherigen Aufträge finden konnte…

    Dass der T-Punkt nicht zur Telekom gehört, habe ich bei der Reklamation meiner letzten Rechnung auch gelernt. Später auch, dass ein Postschalter keine Postbank ist, selbst wenn es in großen Lettern zu lesen ist. Ich wollte es mir aber nicht erklären lassen und besuchte unsere Hauptpost, wo drei Mitarbeiter es irgendwann schafften, mein Sparbuch zu kündigen.

    Aktuell wollte Talkline nicht einsehen, dass bei zwei identischen Verträgen auch identische Gebühren zu entrichten sind. Ironische und genervt klingende Faxe halfen nicht. Als sie das an ein Inkassobüro leiten wollten, schrieb ich, wie sehr ich mich freute, dass sie endlich externen Sachverstand nutzen, um die Buchhaltung zu verstehen – auf deren Kosten natürlich.
    Wenige Tage später kam eine Gutschrift über etwa 250 EUR, ohne Erklärung oder Entschuldigung.

    Und wenn ich diesen Beitrag lese, sollte ich mich auf weitere Überraschungen im nächsten Jahr freuen *g*


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