Archiv für Dezember 2008

Der Fuchsbau wünscht einen guten Start ins Jahr 2009

Dezember 31, 2008

(Überschrift spricht für sich, weiterer Text entfällt darum)

An Keinohrhasen soll die Welt genesen

Dezember 31, 2008

Jede Filmindustrie hat die Stars, die sie verdient. Deswegen ist es nur gerecht, dass sie in Deutschland zumeist auf den Namen Til Schweiger hören. Ist er doch vor allem langweilig, humorlos und unoriginell, also die zu Fleisch gewordene Verkörperung des deutschen Films.

T.S. kennt man aus einigen Hollywoodfilmen, in denen er eine Pistole oder ein Schwert festhält und nach zwei Minuten erschossen wird. Darum gibt es Leute, die finden, dass Schweiger es in Amerika nicht wirklich geschafft hat. Was auch an seiner Wandlungsfähigkeit liegen könnte, die der eines Steins gleicht. Und darum begab es sich wohl vor einigen Jahren, dass er den Leuten in Hollywood die Spielzeugpistole (und das Schwert) vor die Füße warf und verkündete, dass sie sich einen anderen suchen müssen, der die völlig austauschbare Rolle des Killers ohne Tiefgang übernimmt. Der Til steht dafür nämlich nicht mehr zur Verfügung, der macht jetzt in Humor und zwar in Deutschland und dreht Komödien, die KeinOhrHasen heißen und vom Spaßniveau her da weitermachen, wo Mario Barth und Mike Krüger aus Respekt vor ihrem Publikum aufhören. Darum tut er der deutschsprachigen Welt heute das an, was ein humorloses One-Face-Wonder unter Humor versteht.

(hier geht es weiter)

DIE PARTEI unterwandert den Rechtsstaat

Dezember 30, 2008

DIE PARTEI hat bisher ihre ehrgeizigen Ziele noch nicht durchsetzen können, u.a. liegt die Mauer immer noch in Trümmern, aber nun haben sich die Strategen eine neue Taktik überlegt: Unterwanderung. In Hessen hat es schon prima funktioniert.

Für die freie Welt, also für Israel

Dezember 28, 2008

Jetzt, nach monatelangem Raketenterror, blieb der israelischen Armee keine andere Wahl mehr, als die Hamas anzugreifen. Und schon ist das internationale Gejammer wieder groß. Es wird von Demonstrationen der „arabischen Straße“ gesprochen (was sind Demonstrationen in Ländern wert, in denen es kein Demonstrationsrecht gibt?) und diverse Spitzendiplomaten sind „tief besorgt“. Befürchtet wird, dass diese „Eskalation“ eine künftige Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas unmöglich macht. Nur, um was für Vereinbarungen soll es da eigentlich gehen? Die Hamas hat das erklärte Ziel, Israel zu vernichten, die Hamas beruft sich auf die „Protokolle der Weisen von Zion“, die Hamas feiert jeden als Helden, der Juden umbringt. Über was bitte soll mit jemandem gesprochen werden, dessen Minimalforderung deine Vernichtung ist?

(hier geht es weiter)

Mahmud Ahmadinedschad und der Chinesische Nationalcircus

Dezember 27, 2008

Das Jahr ist fast vorbei und obwohl ich gerne bereit gewesen wäre, im britischen Fernsehen aufzutreten und der Welt meine klugen Gedanken mitzuteilen, hat man sich da lieber für einen judenkritischen Holocaustleugner entschieden, der noch weiß, dass man Schwule umbringen muss und Israel kein Existenzrecht hat. Außerdem lässt er Christen verfolgen, was ihn wohl besonders dafür qualifiziert hat, in seiner Weihnachtsansprache Jesus zu loben.

Welchen Sinn hatte eigentlich der Auftritt von Ahmadinedschad im TV? Wird es nun umgekehrt eine Ansprache von Gordon Brown im iranischen Fernsehen geben? Der Mehrwert dieses Events dürfte bei Null liegen. Ob Gottschalk den Antisemiten der Herzen nun auch bald zu Wetten dass…? einlädt? Und wenn ja, bekommt er danach ebenso wie Reich-Ranicki seine Sondersendung Aus gegebenen Anlass, in der Tommy richtig Klartext redet? 2009 werden wir es erfahren. Festhalten kann man aber schon jetzt, dass es für jeden ehrlichen Kannibalen schwerer ist, Sendeminuten zu bekommen, als für einen hauptberuflichen Frauensteiniger. Wir lernen daraus: alle Freaks sind gleich, aber manche sind gleicher.

(hier geht es weiter)

Provokationskunst ist langweilig, weil Provokationskünstler Feiglinge sind

Dezember 24, 2008

Warum es überhaupt Provokationskünstler in einem Land gibt, in dem das Recht auf Provokation von Justiz und Staat garantiert wird, begreife ich nicht so ganz. Ich begreife aber auch nicht, warum sich Provokationskünstler vor allen Dingen durch ein Talent auszeichnen: Feigheit. Egal was sie machen, es wird doch immer ein Papst in Frauenkleidern, ein onanierender Hitler oder ein HIV-positiver Jesus draus.

Provokant ist dabei nur die Langeweile, die dem Betrachter zugemutet wird. Besonders hart wird es, wenn es um das Thema Religion geht. Katholiken sind die ersten Opfer dieser Art von Kunst, danach kommen die Protestanten, die Juden und so exotisches wie Scientology. Irgendwie bekommt jeder seine Kritik weg, nur eine Religion nicht. Um den Islam machen diese Feiglingskünstler einen großen Bogen. Bislang zumindest hat immer der Papst den BH angezogen bekommen oder Jesus die Strapse getragen und nicht Mohammed oder Chatamie. Was vor allem daran liegt, dass der Papst selten Menschen zum Tode verurteilt, wenn ihm deren Meinung nicht passt, während das unter islamischen Autoritäten schon eher vorkommen kann. Natürlich sollte man von niemanden erwarten, dass er sich und sein Umfeld freiwillig wegen einer kleinen Provokation in Lebensgefahr bringt, aber ist es nicht ein Armutszeugnis, sich als Konsequenz daraus einfach ein leichteres Opfer zu suchen, anstatt den Beruf zu wechseln?

(hier geht es weiter)

Buchveröffentlichung: „Pakistans Entwicklung zum Failed State und die internationalen Auswirkungen“

Dezember 19, 2008

Oliver Beckmann, der auch ein lesenswertes Blog betreibt, veröffentlicht im Januar ein Buch über die Entwicklung Pakistans. An dieser Stelle können im Vorfeld Textproben gelesen werden. Klingt sehr interessant!

Wie der Weihnachtsmann einmal beinahe religiöse Gefühle verletzt hätte

Dezember 19, 2008

Der kleine Junge plappert fröhlich vor sich hin und erklärt den Umstehenden in der vollen U-Bahn, dass „der Jesus nächste Woche Geburtstag hat und im Kindergarten haben wir eine Krippe gebaut“. Mehrere Leute lächeln, aber die meisten reagieren gar nicht. „Jesus ist der Sohn Gottes!“, stellt das Kind klar. Die Mutter zieht ihn zu sich auf den Schoss und legt ihm den Finger auf den Mund. Kurz schweigt der Kleine, aber dann fällt ihm noch etwas ein.

„Der Jesus bringt der Welt Frieden und Geschenke“. Jetzt zischt die Mutter verlegen. „Nicht alle Menschen glauben an Jesus“. „Aber Jesus hat nächste Woche Geburtstag. Noch sechs Mal schlafen“. „Aber nur die Christen glauben an ihn, die anderen nicht“. Kurzes Schweigen, dann ist der Junge wieder dran. „Überall kennt man Jesus, weil er Geburtstag hat und Maria…“, die Mutter unterbricht ihn und bringt die Sache auf den Punkt: „Das stimmt nicht, Jesus ist bekannt, aber andere Menschen haben andere Götter. Es ist eine Beleidigung, Leute, die nicht an Jesus glauben, an Jesus Geburtstag zu erinnern. Das interessiert sie auch nicht, sie sagen dir ja auch nicht, wann ihre Götter Geburtstag haben.“ Danach schweigt der Kleine, aber wohl eher, weil seine Mutter wütend ist und nicht, weil er diese Lektion in, äh, Toleranz begriffen hat. Die Mutter wiederum wird für sich beanspruchen, weltweite Krawalle verhindert zu haben und nach den Weihnachtsferien im Kindergarten fragen, wer den Kleinsten eigentlich diesen Religionsimperialismus beibringt.

(hier geht es weiter)

Mut zum Chaos

Dezember 17, 2008

Faszinierend finde ich an Ryanair nicht die Möglichkeit, für ein paar Euro durch Europa zu fliegen, sondern dass ein solches Unternehmen sich seit Jahren einen der miesesten Internettauftritte leiste, die ich kenne.

Bildungsfernes Berlin

Dezember 15, 2008

Bildungsferne Schichten ist nicht nur eine schreckliche Wortschöpfung, sondern auch eine, die man in einer Stadt, die arm und sexy ist und sich dabei vor allem etwas auf die Armut einbildet, nicht ignorieren kann. Wie eigentlich alle diese sonderbaren Begriffe, zu denen z.B auch der Migrationshintergrund gehört, dient er dazu, die Schuld für Schulversagen oder eine Karriere als Serientäter auf die Gesellschaft abzuwälzen. Es darf nicht sein, dass jemand versagt und dafür selber verantwortlich ist (Banker sind die Ausnahme von der Regel).

Wenn also ein Junge in der Schule kein Land sieht, wird gerne auf die bildungsferne Schicht hingewiesen, aus der er kommt. Und in der Tat wird es für ein Kind nicht leichter, wenn die Familie keinen Wert auf Bildung legt. Nur sollte dann der Fokus auch auf dem Versagen der Familie liegen und nicht auf dem Versagen der Gesellschaft. Man kann schließlich niemanden zu seinem Leseglück, Opernabend oder Museumsbesuch zwingen. Zumal auch nicht klar ist, ab wann sich jemand eigentlich im Zustand der Bildungsferne befindet und ab wann nicht mehr. Reicht es, täglich die Tagesschau zu sehen, um sich aus der Bildungsferne zu befreien? Und überhaupt: Wer sind denn die bildungsnahen Schichten und wie werden die Leute genannt, die noch einmal ein bisschen näher dran sind?

(hier geht es weiter)