Gibt es palästinensische Selbstkritik (und wenn ja, wo?)

Es gibt zwei Dinge im Internet, auf die man sich verlasen kann. Erstens: Auf Pornoseiten wird man sehr schnell auf nackte Haut stoßen. Zweitens: Auf Pro-Palästinaseiten sehr schnell auf verzweifelte Frauen und weinende Kinder.

Warum ist bei den Freunden Palästinas eigentlich eine so große Begeisterung für Leid, Tod und Tränen vorhanden? Diese masochistische Freude an Artikeln und Bildern, die sich mit Vertreibungen und vermeintlichen Demütigungen beschäftigen, kann schon ein wenig irritieren.

Ich habe jetzt (Stand: 29.August) auf Google den Begriff Palästina eingegeben und als erstes begrüßt die Generaldelegation Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland mit der Top-News: Tägliche Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten . Und von 54 Artikeln, die in der Kategorie Beiträge zu finden sind und sich mit den Schikanen beschäftigen, mit denen sich die Palästinenser konfrontiert sehen, gehen zwar einige auf das Schicksal der Gazaianer ein, aber die beschäftigen sich ausnahmslos mit israelischen Schikanen, keiner mit dem Hamas-Terror.

Als nächstes gibt es Palaestinaonline. Dort heißen Bildergalerien Das Leiden eines Volkes! oder Palästinensische Kinder Opfer der Besatzungsmacht – Eine Präsentation und sind mit der Warnung versehen: Vorsicht: Bitte Kinder fern halten! Wieder fehlen die Fotos von Hinrichtungen und der Folter politischer Gegnern, die in den Palästinensergebieten regelmäßig vorkommen. Dafür viele israelische Soldaten, die mit Gewehren auf Kinder, Frauen und alte Männer zielen, sie bedrohen und erniedrigen. Es sind sehr viele Fotos, manche können davon eben nicht genug bekommen.

(hier geht es weiter)

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6 Kommentare - “Gibt es palästinensische Selbstkritik (und wenn ja, wo?)”

  1. Dangerous Beans Says:

    Da kann man mal sehen wie wichtig Selbstkritik und Humor ist. Gabs wahrscheinlich in Europa im Mittelalter auch nicht oder nur in geringem Masse. Hängt vielleicht ein wenig mit dem Islam zusammen?

  2. Nepumuk Says:

    Natürlich gibt es palästinensische Selbstkritik. wenn die kassam-rakete nicht das krankenhaus trifft sondern in der wüste verendet, wenn der selbstmordattenäter nicht alle kinder in dem schulbus tötet – was meinst du, was es da für kritik im hamas-ortsverein hagelt. mein lieber mann. da ist dann was los.

  3. Gurke Says:

    Schöner Beitrag, auch wenn man sich deshalb für sein Aussehen beschimpfen lassen muss:

    http://www.politischkorrekt.info/?p=2072

    So ein Spinner.

  4. Gideon Böss Says:

    @ Gurke

    Selten einen Text gelesen, der so konsequent auf inhaltliche Kritik verzichtet.

  5. Dabgeroius Beans Says:

    LOL, scheint die verdiente Beachtung zu bekommen die Bloggerei.
    Wer so kritisiert wird muss einiges richtig gemacht haben.
    Bei „Politisch Korrekt“ assoziiere ich lustigerweise Arne Hoffmann. Wills jetzt aber nicht recherchieren.

  6. Gurke Says:

    @Gideon:

    Da Herr Näher für Kritik sein Forum leider nicht zur Verfügung stellte, gibt’s nun einen Blog, der in unregelmäßigen Abständen die Ausfälle des Politisch Korrekten und seiner Crew kommentiert:

    http://dietmarnaeher.wordpress.com/


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