Wohnen in Berlin (gut, weil anonym)

Ich kenne meine Nachbarn eigentlich nicht. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil, diese Anonymität ist einer der Gründe, warum mir Berlin gut gefällt. Keine aufgezwungene Gemütlichkeit mit Menschen, mit denen einen nicht mehr verbindet, als zufällig im selben Haus zu wohnen. In einem Haus, dass wir weder gemeinsam erbaut, noch gegen die Hunnen verteidigt haben oder dass uns sonst wie zu einer Schicksalsgemeinschaft werden ließ. Man lebt hier und umso weniger man das Leben der anderen hört, riecht oder sieht, umso besser

Ich hab da kein Problem mit. Und sollte ich doch einmal das Gefühl haben, dass das aber eigentlich ganz anders sein müsste (wie auf dem Land, da kennt jeder noch jeden und die Kontrolle von jedem über jeden wird ‚Tradition‘, ‚verwurzelt‘ oder „hier hält sich niemand für was besseres“ genannt), reicht es, den Mann zu sehen, der im Hof ein teures Mountainbike stehen hat und für dieses Fahrrad lebt, seine sozialen Kompetenzen verkümmern ließ und seine Zukunft mit ihm plant.

(hier geht es weiter)

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