Haribo macht Kinder froh und Herrn Jesus ebenso

So sollte mal ein Unternehmen werben, das vor allem irdisches anzubieten hat. Mit welcher Dreistigkeit Religionen solche nicht gerade bescheidenen Behauptungen aufstellen (Errettung ist doch eine gute Sache, auch wenn ich nicht genau weiß, woraus genau ich errettet werden soll), ist immer wieder erstaunlich.

Wobei die Werbemaßnahmen der Religionen interessant sind:

(hier geht es weiter)

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39 Kommentare - “Haribo macht Kinder froh und Herrn Jesus ebenso”

  1. christianhannover Says:

    also die haarpflege-industrie ist da doch viel schlimmer: wenn man der ihre versprechungen und behauptungen abnimmt, dürfte es keine glatzen, keine schuppen etc. geben. selber schuld wer’s glaubt.

  2. Gideon Böss Says:

    Ohh, irgendwie wurde nur ein Teil des Textes veröffentlicht. Irgendetwas ging da wohl schief. Hab es nachgetragen.

  3. Rika Says:

    Vielleicht ist es Dir ja in der Aufregung entgangen, aber die von Dir als Dreistigkeit kritisierte Behauptung ist ein Zitat aus der Bibel. Bei genauerem Hinsehen wirst Du das auch selber erkennen können.
    In Apostelgeschichte 16, ab Vers 25 wird über die Befreiung Paulus’ und Sila’ aus dem Kerker durch ein Erdbeben berichtet. Der Kerkermeister, in Erwartung der Flucht seiner Gefangenen, befürchtet schlimme Konsequenzen und will darum lieber freiwillig aus dem Leben scheiden. Paulus uns Silas beschwichtigen ihn. Der Kerkermeister, völlig überwältigt von dem Geschehen, fragt, so berichtet es die Bibel:
    “Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich ERRETTET werde.

    Das oben gerügte Zitat ist die Antwort auf diese Frage!
    “GLAUBE AN DEN HERRN JESUS, UND DU WIRST GERETTET WERDEN, DU UND DEIN HAUS.”

    Mit Harribo und Gummibärchen hat das nicht viel zu tun, wohl aber mit dem, was man so gemeinhin “Sinn des Lebens” nennen könnte! Für Christen ist der Sinn des Lebens in Jesus zu finden. Warum soll man dafür nicht werben dürfen?

  4. Gideon Böss Says:

    „Vielleicht ist es Dir ja in der Aufregung entgangen, aber die von Dir als Dreistigkeit kritisierte Behauptung ist ein Zitat aus der Bibel.“

    Na und, was ändert das jetzt???

    „Für Christen ist der Sinn des Lebens in Jesus zu finden. Warum soll man dafür nicht werben dürfen?“

    Und warum sollte ich darüber nicht schreiben, dass ich es eklig finde, die Hoffnungen von Menschen zu missbrauchen, ohne auch nur den kleinsten Beweis dafür zu haben, dass man jemanden wirklich „erretten“ kann?

  5. Rika Says:

    Hoffnungen

    auf ein besseres Leben, mehr Lebensstandard, mehr Genuss, mehr Freude, mehr Arbeit, weniger Krankheit, weniger Verdruss, weniger Mord und Totschlag, weniger Gewalt, weniger Aggression, weniger Leid …

    machen sich Menschen seit es Menschen gibt … und seit es Menschen gibt richtet sich diese Hoffnung nicht nur auf die „Verwalter der irdischen Güter, Genüsse und Sicherheiten“ … als da waren und sind:Familienhorden, Clans und Stammesverbände, Krämer und Kaufleute, Ritter, Banken und Versicherungen, Gerichtsbarkeit und freie Wohlfahrtsverbände.
    Die Hoffnungen der Menschen richteten sich auch immer an „höhere Wesen“, Baum- und Flussgötter, Zeus, Hera, Wotan Isis und Osiris, Buddha, Schiva, den großen Manitou, ja sogar an Satan und eben auch an Jesus.

    Vergessen wir nicht die segensreichen Errungenschaften des Kapitalismus mit seiner ungebrochenen Wachstumsreligion und der Aktienbibel oder den nicht minder wunderbaren Kommunismus mit Armut/Wohlstand für alle – wie man will …

    Alle diese wunderbaren Ideologien und Religionen haben eines gemeinsam, sie wecken Hoffnungen und verführen Menschen dazu, sich auf sie einzulassen, für viele mit schlimmen Folgen!

    Wie „eklig“ sind die Werbungen, die unterschwellige Botschaften senden, die man nicht einmal in bewusster Wahrnehmung ablehnen kann und dabei eine Suggestivkraft entfalten, die geeignet ist, Menschen zu manipulieren!

    Was den „Beweis“ angeht, so weißt Du so gut wie ich, dass man das, was über uns hinausweist, das „Göttliche“ nicht mit den Mitteln einer wissenschaftlichen Beweisführung erfassen kann! Aber wenn Dir ein kleiner „Beweis“ der Wirkung der christlichen Hoffnung auf Errettung genügt, so kann ich Dir gerne mit meiner Familiengeschichte dienen, sehr persönlich!

    Dazu müsste ich aber etwas ausholen und das würde den Kommentarbereich hier sprengen!

  6. Adrian Says:

    Ein Werbeangebot ist noch kein Missbrauch von Hoffnungen. Zumal Hoffnungen ja subjektiv sind und demzufolge auch gar nicht in ein Schema gepresst werden können um sagen zu können, dass dieses oder jenes Angebot gar nicht tragfähig ist.

  7. Gideon Böss Says:

    @ Adrian

    Nun ja, ob der dezente Hinweis, „errettet“ zu werden ein normales Werbeangebot ist, ist wohl Geschmacksache…Wenn ein Unternehmen Plakate aufhängen würde: „Kauf unser Medikament und du wirst den Krebs besiegen“, wäre das für mich auch etwas mehr als nur ein „Werbeangebot“ und natürlich der Missbrauch von Hoffnungen.

  8. Rayson Says:

    Wenn ein Unternehmen Plakate aufhängen würde: “Kauf unser Medikament und du wirst den Krebs besiegen”, wäre das für mich auch etwas mehr als nur ein “Werbeangebot” und natürlich der Missbrauch von Hoffnungen.

    Das wäre es nur dann, wenn die Aussage falsch wäre.

    Das Risiko des Glaubens ist übrigens überschaubar, wie schon in der Pascalschen Wette dargestellt wurde.

    Wenn du das Heilsversprechen von Religionen eklig findest, findest du Religionen selbst eklig. Dann sag das doch gleich. Ich möchte nur den Aufstand nicht hören, wenn irgendein Bischof sagte, er finde Atheismus eklig…

  9. Gideon Böss Says:

    @ Rika

    Es geht nicht darum, Menschen verbieten zu wollen, an Gott/Jesus/wasauchimmer zu glauben, sondern um die Anmaßung, zu behaupten, man hätte den Schlüssel dazu, Menschen zu erretten. (Was umgekehrt ja auch heißt, dass alle, die sich nicht auf Jesus Seite schlagen, nicht zu retten sind.)

  10. Gideon Böss Says:

    @ Rayson

    Es wäre/ist mir völlig gleich, ob ein Bischof Atheismus eklig findet oder nicht (mal davon abgesehen, dass ich kein Atheist bin).

    Ich kann dieser Logik auch nicht ganz folgen, warum sollte ich Religionen als ganzes eklig finden, nur weil ich einen Teilaspekt für sehr anmaßend halte?

  11. Bernie Says:

    Heilsversprechen im profanen Marketing:
    http://www.slogans.de/slogans.php?GInput=%22und+du+%22
    Funktioniert auch mit „und Sie „, „und dein „, „und Ihr „.

    (Ja, ich weiß, von Errettung ist dort nicht die Rede)

  12. Rika Says:

    @ „Es geht nicht darum, Menschen verbieten zu wollen, an Gott/Jesus/wasauchimmer zu glauben …“

    Ja, das habe ich doch verstanden … !!!

    Das, was Du als „Anmaßung“ erlebst, den „Schlüssel zur Rettung“, wie Du es nennst, ist INHALT christlicher Lehre, nicht „Schlüsselgewalt eines Menschen“, die Rettung durch Christus nämlich!

    Aber Du bist nicht der erste, und erst recht nicht der einzige, der das absurd oder anmaßend findet, schon der alte Paulus sagte: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft .“

    1. Korinther 1,18 (Elberfelder Übersetzung)

    Es ist mir ja schon beinahe peinlich, das so zu schreiben, aber es gehört nun mal zu den Grundlagen meines Glaubens ….

    Ich masse mir nicht an über die zu urteilen, die das nicht so sehen können …
    die Frage der „Rettung“ der Menschen liegt nach meinem Verständnis einzig bei Gott … und zum Glück weder bei Paulus selbst, noch bei den Päpsten oder Pastoren und zum Glück auch nicht bei denen, die mit all dem gar nichts anfangen können.

    Wie heißt es bei den Katholiken während der Messe immer so schön: „Geheimnis des Glaubens“ … Das ist es wohl …

  13. Rayson Says:

    @Gideon

    Die Errettung durch den Glauben an Jesus als „Teilaspekt“ der christlichen Religion anzusehen, offenbart nicht gerade ein tieferes Verständnis der Materie. Sorry.

  14. Gideon Böss Says:

    Ich kenne durchaus einige Christen, denen es eher um Nächstenliebe usw. geht und nicht dauernd darum, mich und andere endlich auch noch zu erretten.

    Und ein Menschenbild, in dem alle verloren sind, die nicht ins Jesus-Team wechseln, ist mir schon unsympathisch. Aber eher aus Prinzip, nicht, weil es mich persönlich belasten würde (steht ja jedem frei, die anderen als verloren zu betrachten, wenn es für das eigene Ego oder was auch immer gut ist)

  15. Dangerous Beans Says:

    Das Christentum ist ein soziales Konzept, das in Mythen und Riten eingebunden grundsätzlich die Deeskalation in Konfliktsituationen fördert. Darf durchaus auch als kulturelle Voraussetzung der Aufklärung verstanden werden.
    Stilkritik scheint mir hier unangemessen.

  16. Rika Says:

    @ „Ich kenne durchaus einige Christen, denen es eher um Nächstenliebe usw. g…“

    Nun ja, man sollte doch wissen, dass „Nächstenliebe“ zu den jesuanischen Kernkompetenzen zählt, um nicht zu sagen DAS Kriterium ist, an dem man Christen erkennen sollte.
    Wobei es auch nicht unerheblich ist zu wissen, dass Nächstenliebe nicht urchristlich ist, sondern schon bei den Juden vor Jesu Zeit einen hohen Stellenwert hatte.
    Jeus hat die Liebe zum Nächsten in das Zentrum seiner Verkündigung gestellt – und es wäre doch merkwürdig, wenn es Christen nicht um Nächstenliebe ginge …

    Es geht beim Christsein doch nicht um ein „Menschenbild, in dem alle verloren sind“, es geht um die Akzeptanz Gottes und dessen, was er offenbart. Wenn Dir DAS unsympathisch ist, ist das ganz allein Deine Sache, bedauerlich und traurig zwar, aber wohl nicht zu ändern.

    Mein Ego ist davon völlig unabhängig, aber meine Empathie und Sympathie gehören denjenigen, die so supercool sind und meinen, ohne Gott lebte es sich besser … für die Leute kann ich beten …

  17. Gideon Böss Says:

    „Mein Ego ist davon völlig unabhängig, aber meine Empathie und Sympathie gehören denjenigen, die so supercool sind und meinen, ohne Gott lebte es sich besser … für die Leute kann ich beten …“

    Wenn du mich da dazu zählst, machst du einen Denkfehler. Vielleicht ist es für religiöse Menschen schwer vorstellbar, aber die Frage, ob es sich mit oder ohne Gott besser lebt, beschäftigt nicht jeden.

  18. Rika Says:

    @ „aber die Frage, ob es sich mit oder ohne Gott besser lebt, beschäftigt nicht jeden.“

    Das ist ganz sicher so …

  19. Dangerous Beans Says:

    > Es geht beim Christsein doch nicht um ein “Menschenbild, in dem alle verloren sind”, es geht um die Akzeptanz Gottes und dessen, was er offenbart.

    Hmja, aber die Menschen stehen erst einmal – konzeptionell bedingt – als bestimmt für die Hölle so zu sagen auf der Speisekarte, erst die christliche Kirche bietet die Rettung an.

    Dabei sollte doch jedem klar sein, dass das ewige Leben nicht erstrebenswert ist, erst recht nicht in einem wie auch immer beschaffenen Himmel. Ist schon deprimiend, dass diese negative Leistungsmerkmal vieler Religionen auch noch so gut angenommen wird.

    Nichts natürlich gegen den großen Systembetreiber, den gibt es offensichtlich.

  20. katisommer Says:

    Und was hat das ganze mit Haribo zu tun?
    Ok. ich weiß schon, es geht um die Werbung 🙂

  21. Rayson Says:

    @Gideon Böss

    Ich kenne durchaus einige Christen, denen es eher um Nächstenliebe usw. geht und nicht dauernd darum, mich und andere endlich auch noch zu erretten.

    „Nächstenliebe usw.“ ist nett ;.) Aber das Christentum ist kein Wohlfühl-Ringelpiez mit Anfassen, sondern eine Religion, hat also den Anspruch auf das Transzendentale, Ewige, Existenzielle und somit auch auf Antworten für Fragen wie die auf das Leben nach dem Tod.

    Lieb zu seinem Nächsten kann jeder sein, aber um Christ zu sein, muss man auch an etwas Bestimmtes glauben. Der Glaube, dass Erlösung möglich ist und über Jesus Christus führt, ist fundamental – das Stück kann man nicht herausbrechen, ohne diese Religion ihrer Substanz zu berauben.

    Was ist jetzt daran anstößig, dass hier versucht wird, für diese „Frohe Botschaft“ zu werben?

    Und ein Menschenbild, in dem alle verloren sind, die nicht ins Jesus-Team wechseln, ist mir schon unsympathisch.

    Jetzt habe ich extra nochmal die Brille geputzt, aber ich lese da nicht „Komme ins Jesus-Team“, sondern „Glaube an den Herrn Jesus“ Ein nicht unbedeutender Unterschied, wie ich finde.

    Aber die eigentliche Frage ist: Wie erschließt sich aus diesem Aufruf ein Menschenbild?

    Aber eher aus Prinzip, nicht, weil es mich persönlich belasten würde.

    Bist du dir sicher? Ich kann mir deine Abneigung gegen dieses Plakat eigentlich kaum anders erklären, und das meine ich jetzt gar nicht böswillig.

  22. Gideon Böss Says:

    @ Rayson

    Also wenn jemand sagt: Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden, heißt das doch im Umkehrschluss, dass ich nicht zu retten bin, wenn ich nicht an Jesus glaube. Darum ging es mir, nicht um “Jesus Team” oder “Glaube an Jesus. ”

    “Bist du dir sicher? Ich kann mir deine Abneigung gegen dieses Plakat eigentlich kaum anders erklären, und das meine ich jetzt gar nicht böswillig.”

    Ja, ich kann damit einfach nix anfangen und darum schreib ich darüber. Ich find es einfach unsympathisch, wenn dir jemand sagt: “Glaube an XY oder du bist nicht zu retten”, aber mehr auch nicht. Eben weil ich dieses Weltbild nicht teile, gehöre ich diesem Verein ja auch nicht an und solange sie nicht versuchen, anderen ihre Meinung aufzuzwingen oder Leute daran hindern, sich wieder von Jesus zu entfernen, ist mir das auch ansonsten sehr gleichgültig.

  23. Dangerous Beans Says:

    @Gideon:
    Du kannst von Religiösen nicht erwarten, dass die sich in Deinem Sinne verhalten. Ich selbst begrüsse den Glauben (solange er konsistent ist und nicht schadet), unangenehm sind eher die Heuchler, diejenigen die sich ihren Gott selbst machen; meist Evanagelische. Ein Katholik bspw., der fest an Gott glaubt, ist doch OK.
    Und die Mission gehört sich nun mal für eine Religion. (Das Judentum missioniert vorsichtiger, schon klar.)
    Es geht hier nicht um „Meinungen aufzwingen“, wie Du richtigerweise bemerkst, also lass die Irrenden doch glauben. Von mir aus auch an die „Rettung“ und das ewige Leben im Paradies (was in etwa einer Hölle entsprechen dürfte, die werden sich noch wundern! ;).

  24. Rika Says:

    @ Dangerous Beans

    „unangenehm sind eher die Heuchler, diejenigen die sich ihren Gott selbst machen; meist Evanagelische. Ein Katholik bspw., der fest an Gott glaubt, ist doch OK.“

    Nä, nä, nä!
    Das glaub ich jetzt aber nicht!

    „Evanagelische“ machen ihren Gott selbst ….

    wie denn?
    Basteln?
    aus Ton oder Gold, Holz oder Eisen?

    oijvawoij ….

    ein ganz kleines bisschen, wirklich nur ein winziges bisschen Information … bitte, bitte, bitte, bevor soooo ein Satz geschrieben wird!
    Und sei es nur aus dem google-center via wiki, z.B. über EKD (evangelische Kirche Deutschland), Reformation, Protestantismus, Luther, Zwingli ….

    @ „(Das Judentum missioniert vorsichtiger, schon klar.)“

    Nä, nä, nä, das Judentum missioniert gar nicht!

    Ich weiß nicht, aber Du solltest vielleicht mal Deine Kenntnisse über Religionen aufbessern…

    und Glaube der „konsistent ist und nicht schadet“ …

    nun ja …

  25. Dangerous Beans Says:

    @Rika:
    Evangelisch, gell? Jaja, das Sichselberbacken von Gott kam so Mitte der Siebziger in christlichen Kreisen auf, so nach dem Motto, ich glaube an Jesus Christus und Gott, aber nur an einiges was in der Bibel steht und von klerikalen Kreisen gelehrt wird. Ich fand und finde das immer unangenehm.
    Und die Juden vermehren sich auch durch Konversion, das war mit „vorsichtig“ gemeint.
    Ohren steif halten!

  26. Rika Says:

    @ „Jaja, das Sichselberbacken von Gott kam so Mitte der Siebziger in christlichen Kreisen auf, so nach dem Motto, ich glaube an Jesus Christus un …“

    Meinst Du nicht, dass das eine sehr grobe Verallgemeinerung ist und dies allenfalls für einige wenige zutrifft, aber doch bei weitem nicht für „DIE“ evangelischen Christen?

    Ich kann mich darin gar nicht wieder finden und halte die Kritik für zu allgemein und viel zu oberflächlich …

    Mich kannst Du auch mit einem Vorurteil belegen, ich bin Baptistin ….

    Noch zu meiner Jugendzeit wurden Christen wie ich in die Sektenschublade gesteckt …
    und vermutlich würden dass viele der „gut und richtig Glaubenden“ auch heute noch tun …

    Natürlich gibt es die Konversion im Judentum, aber nicht durch Mission!!! Da hilft auch dein „vorsichtig“ nicht.
    Mission ist bei Juden so was von verpönt … das trifft es einfach nicht!

    …..

    Eine kleine Randbemerkung kann ich mir nicht verkneifen:
    Zu den Katholiken fällt mir in dem Zusammenhang mit „aber nur einiges was in der Bibel steht“ ein, dass darin von Heiligenverehrung, Fürsprache durch Heilige bei Gott, Marienkult und Marienverehrung als „Mutter Gottes“, hierarchische Strukturen, Papsttum usw. auch nicht allzu viel steht, eigentlich nichts dergleichen… wenn ich es so bedenke …

    Aber sooo kleinlich sind wir doch heute auch nicht mehr, dass wir uns darum streiten müssten …
    Die Christen sollten lieber zusammen stehen, wer weiß, was noch auf uns zukommt!
    Gute Wünsche, Rika

  27. taylor1944 Says:

    Hallo Gideon,

    soweit ich weiß wird das Plakat von irgendeiner evangelikalen Bewegung produziert -irgendwo habe ich mal gelesen wer dahinter steckt-. An so einem Plakat fahre ich täglich vorbei, nehme es aber eh nicht wahr, von daher bin ich ein wenig verwundert worüber Du Dir Gedanken machst 🙂 .

    Da der Text, wie Rika schon schrieb, ein Zitat aus dem NT ist, sehe ich da eigentlich keine große Werbung, oder die Aufforderung „in’s Jesus Team zu wechseln.“ Mir ist es lieber, wenn jemand ein Plakat aufhängt, als dass er mich am Wochenende an der Haustür stört, denn hier ist es ja jedem selbst überlassen, ob er sich die Informationen, nebst Bibeltext, schicken läßt, oder nicht.
    Ich versteh die ganze Aufregung nicht. In den 70ern klebten des öfteren „Jesus lebt!“ Plakate an Bushaltestellen und Hauswänden, meine Güte, das hat schon damals nicht dazu geführt, dass die Kirchen überrannt wurden.

  28. Rayson Says:

    @Gideon Böss

    Also wenn jemand sagt: Glaube an den Herrn Jesus und du wirst errettet werden, heißt das doch im Umkehrschluss, dass ich nicht zu retten bin, wenn ich nicht an Jesus glaube.

    In meiner Logik funktioniert das nicht:

    Lies den „Fuchsbau“, und du wirst gut unterhalten.
    Du wirst nie gut unterhalten, wenn du nicht den „Fuchsbau“ liest?

    Es ist eine positive Ansprache, keine negative.

    Darum ging es mir, nicht um “Jesus Team” oder “Glaube an Jesus. ”

    Was aber nicht unwesentlich ist. Wenn die Errettung an den Beitritt zu einer irdischen Organisation gekoppelt sein soll, ist das schon was anderes, als auf einen spirituellen Weg aufmerksam zu machen.

    Und wo wir schon bei den Unterschieden waren: Das „Menschenbild“ ist jetzt bei dir zu einem „Weltbild“ geworden, was m.E. der Sache deutlich gerechter wird und einen nicht unmaßgeblichen Unterschied ausmacht.

    Ich bleibe dann aber bei meiner Ausgangsthese: Du hast etwas gegen Religion im Allgemeinen oder ihre Teilnahme an der Öffentlichkeit im Speziellen, denn keine Religion wird so werben: „Glaube an meinen Gott, aber erstens ist das nicht so wichtig und zweitens geht jeder andere genau so gut“. Du kannst von Religionen nicht verlangen, dass sie sich wie ein Verein von Agnostikern benehmen.

    Siehst du das bei anderen Gelegenheiten eigentlich genau so? Wenn z.B. eine Partei damit wirbt, dass nur sie die Probleme des Landes lösen kann?

  29. Gideon Böss Says:

    @ Rayson

    Glaubst du, dass diese Leute auf meine Frage hin, ob ich also Jesus nicht brauche, um errettet zu werden, sagen würden: „Nein, eigentlich nicht.“..Also da würd ich wetten, dass das nicht die Antwort wäre.

  30. Dangerous Beans Says:

    > Es ist eine positive Ansprache, keine negative.
    Definitiv! Und wers nicht glaubt kommt in die Hölle! Religion ist Frieden.

    @Rika:
    Ich hab doch nicht alle als „autogläubig“ bezeichnet. Da hast Du meine Aussagen missverstanden. Aber die Autogläubigen gibt es.
    Und die Konvertiten missionieren sich selbst? Hmm, formal sicherlich, aber es wird schon Leute gegeben haben mit denen die diskutiert haben ein „Soll ich et machen?“ wird schon mal am Stammtisch oder in anderer Runde gefallen sein. Das meine ich mit „vorsichtig“.

  31. ray Says:

    wie ist das eigentlich?

    christen glauben doch, daß jesus – oder nennen wir ihn bei seinem namen : yoshua – gottes sohn und somit goot ist, und dass er für die menschen am kreuz gestorben ist.

    nun frage ich mich:
    wenn er gott ist, dann ist ja gott gestorben, und damit wäre goot tot.

    wenn er aber nun doch nicht tot ist, dann ist er auch nicht für die menschen gestorben.

    also irgendwas stimmt da nicht, oder?

  32. Dangerous Beans Says:

    @ray:
    Grundkenntnisse i.p. Christentum können bspw. durch eine geeignete Webrecherche gewonnen werden. Selbst ich bin mittlerweile Experte in jüdischer, chr. und islamischer (brr) Religion.
    Wenn Du ketzerisch werden möchtest kannst Du vielleicht die alte Diskussion aufwärmen was JC gemeint hat als er „Warum hast Du mich verlassen?“ ausgesprochen hat. Da gibts einige zynische Interpretationen.

  33. Rayson Says:

    @Gideon Böss

    Also da würd ich wetten, dass das nicht die Antwort wäre.

    Ich auch. Das hat aber nichts mit einer aus dem Bibelzitat ableitbaren Schlussfolgerung zu tun, soviel Ehre wollen wir der Logik doch noch zuteil werden lassen.

    Die normale christliche Antwort würde lauten: „Dieser Weg ist uns als der einzig mögliche offenbart worden.“ Es gab und gibt Diskussionen innerhalb der Christenheit, ob die Erlösung auch anderen zuteil werden kann. Eine Ausnahme hat Paulus schon mal für die Juden festgestellt, aber gerade auch bei denen, die noch nie etwas von Jesus gehört haben, würde es dem Bild des gnädigen Gottes widersprechen, wenn sie allein nur wegen ihres Nichtwissens verloren wären. Es dürfte also auch andere Wege geben, aber keiner davon ist praktisch wählbar. Tatsächlich gehen Christen allgemein davon aus, dass jemand, der Gottes Botschaft gehört hat, sie aber dennoch zurückweist, keine Erlösung finden wird.

    Was ja eigentlich nicht so tragisch sein sollte, denn wer kein Christ ist, sollte sich auch keine Sorgen um seine Errettung machen – das Problem dürfte sich für ihn gar nicht stellen.

  34. Rayson Says:

    @Dangerous Beans

    Und wers nicht glaubt kommt in die Hölle!

    Was ja für den Ungläubigen eine furchtbare Drohung sein muss.

  35. ray Says:

    mr bean.
    das beantwortet meine frage mitnichten.
    also….

  36. ray Says:

    und zum thema ein witz.
    moyshe grinbaum kommt in den himmel.
    dort empfängt in petrus und führt ihn herum.
    „also, hier ist die bar, dort der strand. du hast das zimmer mit der nummer 003.
    all inclusive. also laß es dir gut gehen.“
    moyshe ist schon auf dem weg zur bar, da meint petrus.
    „ah, eine sache noch. da hinten, siehst du die wand. dort bitte leise sein.“
    moyhse schaut verwundert und petrus erklärt:
    „ja, also das ist so. dahinter sind die christen und die glauben sie sind alleine hier.“

  37. Dangerous Beans Says:

    > Was ja eigentlich nicht so tragisch sein sollte, denn wer kein Christ ist, sollte sich auch keine Sorgen um seine Errettung machen – das Problem dürfte sich für ihn gar nicht stellen.

    Eine wenig subtile Drohung?
    Falls nicht, wird nahegelegt, dass dann die Errettung nicht auf der Agenda steht?

    Ich würde mir übrigens als Christ ernsthafte Sorgen um die Errettung machen. Also, dass die wirklich kommt und im Paradies lebens-, äh, unendlichlänglich droht.
    Da hilft dann auch keine Playstation mehr.

  38. Rayson Says:

    Falls nicht, wird nahegelegt, dass dann die Errettung nicht auf der Agenda steht?

    Welches Problem sollte ein Ungläubiger denn mit dem christlichen Konzept der Errettung haben? Oder beschwert sich da jemand, dass es keinen „free lunch“ gibt?

    Ich würde mir übrigens als Christ ernsthafte Sorgen um die Errettung machen.

    Ganz einfach: Lass das unsere Sorge sein. Wenn wir falsch liegen, haben wir verloren. Aber alle anderen auch.

  39. Dangerous Beans Says:

    Was denn verloren?


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