Total provokant, aber vor allem langweilig

Weiterhin gehe ich davon aus, dass die meisten Künstler (zirka 92,4%) sich von normalen Idioten nur durch ihr großes Ego unterscheiden. Auch der lustige und so was von originelle Kunststudent, der in Weimar einen jüdischen Staat ausgerufen hat, fällt in diese Kategorie. Er findet sich „linksgerichtet“ und damit niemand seinen Auftritt falsch versteht, stellt er klar, nur provozieren zu wollen (wobei ich mich frag, warum jemand, der nur provozieren will und sonst nichts, überhaupt an die Öffentlichkeit geht). Aber da kommt dann doch noch was nach. Denn plötzlich hat das ganze sehr wohl einen tieferen Sinn. Nämlich „die Absurdität und Widersprüchlichkeit von antisemitischen, neoliberalen, nationalistischen und zionistischen Argumenten“ aufzudecken.

Ah ja, okay, das ist ihm gelungen. Als ich das Plakat „Koschere Bratwurst, jetzt“ gelesen habe, habe ich nämlich auch sofort gedacht: Man, man, man, der antisemitischeneoliberalezionistische Nationalismus ist doch wirklich absurd…nur schade, dass der gute Student dann doch zu feige war, seine Aufzählung um sozialdemokratische, bolschewistische und monarchistische Argumente zu erweitern.

(Nur seine Universität hat es geschafft, noch eine Nummer lächerlicher aufzutreten: Die Universität distanzierte sich unterdessen von dem Thema. Sie sieht es im Hinblick auf die deutsch-jüdischen Beziehungen als problematisch an.)

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