Nachbesprechung Islamophobie

Der Artikel über Islamophobie hat für rege Diskussionen gesorgt. Ich habe mir daraufhin auch einige Wortmeldungen dazu in anderen Foren und Blogs durchgelesen und festgestellt, dass so mancher meine Kritik zum Anlass genommen hat, mal so grundsätzlich Moslems als schlechte Menschen zu bezeichnen. Gerade so, als sei es nichts weiter, als ein Zufall, dass der türkische Bäcker um die Ecke nicht mit bin Laden in einer Höhle sitzt und über das Töten von Ungläubigen grübelt. Um es abzukürzen, meine Vermutung ist folgende: Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind die Islamkritik der dummen Kerls.

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5 Kommentare - “Nachbesprechung Islamophobie”

  1. multikultur Says:

    Völlig richtig. Ich bitte aber zu bedenken, dass die genannte „Islamkritik der dummen Kerls“ weitaus leiser wäre, wenn berechtigte und „intelligente“ Islamkritik (wie z.B. im oben verlinkten Artikel) die verdiente Aufmerksamkeit finden würde. Der Rückzug in extreme Positionen ist oft nur ein Rückzug aus Trotz und Hilflosigkeit (dies übrigens auf beiden Seiten).

    Kern der gesamten Problematik bleibt doch die Frage, ob, wie und wann es möglich sein wird, auch den „türkischen Bäcker um die Ecke“ wegen seines stupiden Glaubens zu kritisieren, abzulehnen oder zu verspotten. Ganz so wie es jedem bekennenden Christen schon seit eh und je vergönnt ist (und dies im Übrigen völlig zu Recht). Solange man aber mit den Entrüstungsstürmen der guten Menschen und den unverblümten Drohungen der muslimischen Community konfrontiert wird, werden die dummen Kerls weiter Zulauf haben.

    Ich sage es ungern, aber irgendwann wird es den rational urteilenden Menschen völlig egal sein, wenn sie „in die rechte Ecke gestellt“ werden (was soll das überhaupt bedeuten?). Wo berechtigte Kritik nicht zugelassen wird, da wird sich irgendwann auch alles Hässliche und Unmenschliche seinen Weg bahnen. Die dagegen gerichteten „Abwehrmaßnahmen“ in Form von Tabus und Denkverboten werden sich letzten Endes kontraproduktiv auswirken.

  2. Gideon Böss Says:

    @ multikultur

    Wobei sich da doch einiges tut. Ein Beispiel ist das Thema Antisemitismus. Vor ein paar Jahren wurde noch mehr oder wenig totgeschwiegen, dass Antisemitismus unter Moslems weit verbreitet ist und heute wird das sehr offen diskutiert.

  3. Sky Says:

    Wenn man den Islam als das bezeichnet was es ist, als ein mittelalterliches System des Glaubens, dass u.a. Kreationismus, Unterdrückung der Frau, Ablehnung marktwirtschaftlicher Systeme, Ablehnung der modernen Wissenschaft, Fatalismus, Despotismus, Aggression, Homosexuellenverfolgung, Judenverfolgung, Christenunterdrückung, Ungläubigentöten, Apokalyptizismus, Terror, Intoleranz, Ablehnung moderner aufklärerischer Werte, Tierquälerei und Diskriminierung von Hunden und Schweinen impliziert (könnte die Liste jetzt bel. lang fortsetzen, LOL), dann müsste man natürlich auch an die Religionsträger ran, oder? Oder wäre das dann „islamophob“?

  4. multikultur Says:

    @ G.B.

    Stimmt schon, der Ton wird zunehmend rauher. Doch ist dies nur den bedächtig auftretenden „guten“ Kritikern zu verdanken? Oder haben die lauteren (und dabei oft genug zu sehr vereinfachenden) Stimmen aus dem Lager der „Dummen“ nicht auch ihren Teil dazu beigetragen? Ein stur vorgetragenes „Islam = Frieden??“ ist auch nicht wesentlich dümmlicher oder plakativer als das „Atomkraft – nein danke!“ der Grünen in ihren Gründerjahren. Es vermag aber ebenso, ein Bewusstsein für eine tiefergehende Problematik zu schaffen.

    Wobei ohnehin einiges an Unwissenheit – bzw. Fahrlässigkeit – dazugehört, den systemimmanenten Antisemitismus im traditionellen Islam so lange „übersehen“ zu haben. Es genügt ja ein kurzer Blick in frei zugänglichen theologische Schriften, die Geschichte der Religionsgründung oder die derzeitige Situation in den arabischen Kolonien am Mitelmeer und anderswo.

    Und „sehr offen diskutiert“ wird islamischer Antisemitismus meines Erachten nach nicht. Jedenfalls nicht hierzulande und ganz besonders nicht gemessen daran, wie übertrieben sensibel gewisse Kreise in Politik und Medien sonst auf den allerkleinsten Verdacht vermeintlich antisemitischer oder „rechtsextremer“ Umtriebe reagieren. Man würde ja am liebsten das Rechtsabbiegen verbieten, vor lauter „Wehret den Anfängen!“-Hysterie. Für mich nur ein Indiz dafür, dass es den Hysterischen hintergründig um etwas völlig anderes geht und sie sich – mit Verlaub – einen Scheissdreck um das Wohl und Wehe der Juden scheren.

  5. Sky Says:

    Man kann halt besser auf den Glatzen herumprügeln als den linken Antisemitismus bzw. -zionismus kritisieren oder gar den islamimmanenten; letzteren zu kritisieren ist ja auch gefährlich, das macht ein Politiker nicht gerne, gerade wenn der Feind schon im Land ist. Die haben ja auch Familie und die zu erwwartenden Anfeindungen, Strafanzeigen und direkten Drohungen…


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