Archiv für Mai 2008

EM 2008 oder: Kauft Fußballanleihen

Mai 31, 2008

Ebenso wie der Islam, hat auch der Fußball keine Aufklärung durchgemacht. Leider. Wenig gibt es, was in Berlin unangenehmer ist, als nach einem Bundesliga-Samstag in der S-Bahn auf eine Meute aggressiver, enthemmter und betrunkener Fans zu treffen. Einmal in der Woche darf Mann man selbst sein, laut, rassistisch und – weil die Gattin nicht dabei ist – Macho. Der Fußball scheint auch so ziemlich die letzte gesellschaftlich akzeptierte Nische zu sein, in der sinnlose Opferbereitschaft und „ich bin nichts, die Bewegung ist alles“-Fantasien ausgelebt werden dürfen (die andere nennt sich aktuell – Stand 31.05.2008 – DIE LINKE).

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Von Indianern und Menschen

Mai 30, 2008

In Brasilien wurde ein Indianerstamm entdeckt und ein Sprecher der Gesellschaft für bedrohte Völker weiß zu berichten:

Ihre Verstecke würden die scheuen Waldbewohner nur aus zwei Gründen verlassen: wenn sie es bewusst wollten – oder wenn sie mit Gewalt dazu gezwungen würden.

Faszinierend, sie gehen also entweder freiwillig oder aus Zwang. Ganz anders als wir Menschen, die wir ja außer diesen beiden noch viel mehr Gründe kennen, uns von Ort A nach Ort B zu bewegen.

Kommerzialisierte Prenzelberge

Mai 29, 2008

Die „Kampagne für Erhalt, Ausbau und Erkämpfen autonomer Freiräume“ will bis Sonntag mit verschiedenen Aktionen gegen „die Privatisierung öffentlicher Räume“ kämpfen. Geplant sind unter anderem eine Fahrraddemonstration und eine Parade im Viertel Prenzlauer Berg gegen die „Kommerzialisierung“ des Bezirks. (Quelle)

Bitte, wie nennen die sich?

„Kampagne für Erhalt, Ausbau und Erkämpfen autonomer Freiräume“

Ich trau Menschen nicht, die sich ohne Zwang solche Wortungetümer ausdenken.

Sex and the City (schlechte Serie, schlechter Einfluss)

Mai 27, 2008

Sex and the City gehört nicht zu meinen Lieblingsserien, vielleicht weil ich irgendwann verlernt habe, immer lachen zu müssen, wenn ich das Wort „Penis“ oder „onanieren“ höre. Als SexCity vor Jahren ins Fernsehen kam, schien es, als ob Prüderie, Verklemmtheit und Langeweile nie weg waren. Plötzlich kicherte es auf deutschen Wohnzimmersofas, wenn ein, hihi, versauter Witz, eine sexuelle Anspielung gemacht wurde.

Tabubrüche wurden gefeiert, wenn sich eine in den verblühten Jahren ihres Lebens stehende Frau einen Dildo kaufte und mit diesem dann allerlei Peinlichkeiten erlebte. Während solche aufregend langweiligen Handlungsstränge ausreichten, um SexCity über Jahre am Leben oder zumindest im Fernsehprogramm zu halten und einem Großteil der abiturierenden Mädchen so der Respekt für den Sex Ü-40 beigebracht wurde, konnte aber längst nicht alles mit Lob rechnen, was sich damals in TV und Kino mit Sexualität beschäftigte. American Pie beispielsweise galt vielen Eltern als auf Leinwand gebannter Beweis für eine nur noch am Geschlechtsverkehr interessierte, hemmungslose und oberflächliche Jugend. Was etwas verwundert, wo sich doch Sex and the City und American Pie der gleichen Erfolgsformel bedienten, nämlich aus den Zutaten Sex und Liebe skurrile Begebenheiten zu basteln. Wir lernen daraus: Alle Dildos sind gleich, aber manche sind gleicher.

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Was macht eigentlich…die Islamisierung?

Mai 23, 2008

Kommt sie, verschiebt sie sich oder bleibt sie ganz aus? Um ja keine Spannung aufkommen zu lassen, löse ich sofort: sie wird ausbleiben.

Warum? Drei Gründe:

1.) Die Islamisten und ihre Sympathisanten sind ein Haufen von Idioten, Psychopathen, Frauenfeinden und Judenhassern. Selbst beim Einzigen, worauf sie meinen, sich etwas einbilden zu können – das Töten – sind sie auf fremde Hilfe angewiesen. Gewehre können sie nicht herstellen, Flugzeuge schon gar nicht und die Software, die ihnen ihre Internetauftritte ermöglicht, stammt aus Israel. Kann man tiefer sinken, als auf den Erfindungsreichtum des Todfeindes angewiesen zu sein, dem man ständig Dekadenz vorwirft, weil er Frauen nicht als Sklaven der Männer betrachtet. Nichts haben sie zu bieten, keine Vision, nur eine Mischung aus Hass, Selbstbetrug und Größenwahn. Und diese Leute sollen Europa übernehmen? Ich weiß ja nicht…

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Schlechte Bücher, Zugfahrten und eine Frau, die im Zug schlechte Bücher liest

Mai 21, 2008

Hochkonzentriert sitzt die ältere Frau im Zug und liest. Hin und wieder kann der Anflug eines Schmunzelns erahnt werden, aber eigentlich sieht ihr Gesicht so aus, wie das Gesicht von Menschen, die nicht aus Vergnügen lesen, sondern nur, um das eigenen Weltbild zu festigen. Kein Genuss, sondern notwendiges Übel. Ein Karl-Marx-Leser-Gesicht.

Sie trägt rote Brille zu roter Perlenkette zu grünem Hemd zu grüner Hose und wenn sich über dieses Outfit überhaupt etwas positives sagen lässt, dann, dass es auffällt. Der Zug hat Wannsee gerade hinter sich gelassen und ich nehme mir vor, herauszufinden, was die disziplinierte Leserin da durchblättert. Eigentlich rechne ich mit Schwergewichten der Weltliteratur, spekuliere, dass die rot-grüne Frau sich mit eiserner Disziplin Tolstoi und Co. antut, um dem Ideal eines nicht existenten Bildungsbürgertums zu entsprechen. Aber als sie endlich einmal den Buchrücken anhebt, kann ich sehen, was sie mit so viel Eifer verschlingt:

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Was ist das eigentlich?

Mai 18, 2008

Eine Internationale Deutsche Motorrad-Meisterschaft (IDM)?