anmelden/beantragen/Tempelhof/abstimmen

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Ich verfolge die Diskussion rund um den Flughafen Tempelhof recht emotionslos. Eigentlich ist es mir ziemlich egal, ob er in Betrieb bleibt oder nicht. Doch so langsam rückt die Entscheidung näher, und heute lag folgendes Schreiben in meinem Briefkasten:

Sie sind in das Abstimmungsverzeichnis eingetragen und können im nebenstehend angegebenen Abstimmungslokal abstimmen. (…) Wenn Sie in einem anderen Abstimmungslokal im Bezirk oder durch Briefwahl abstimmen wollen, benötigen sie einen Abstimmungsschein. Abstimmungsscheinanträge usw…

Ja, ja, Behördendeutsch ist immer wieder ein Genuss. Aber noch kann ich nicht am 27.April meine Stimme abgeben. Zuvor muss noch der Antrag auf Erteilung eines Abstimmungsscheines angefordert werden. Wenn ich mir diese Mühe machen werde, werde ich aber wohl für den Erhalt stimmen. Nicht weil mir Tempelhof etwas bedeutet und auch nicht, weil ich die lächerliche Plakatkampagne der Befürworter überzeugend fand (490.000 t Lebensmittel retteten die Berliner. Ein Gang zum Bürgeramt rettet Tempelhof!), sondern weil ich die Plakatkampagne der Tempelhof-Gegner für noch viel erbärmlicher halte. Mit Parolen wie: Flughafen für Superreiche, wir lassen uns nicht auf den Arm nehmen oder Ick zahl doch nicht für´n VIP-Flughafen. Dieses ranschmeißen an erhoffte Neidinstinkte find ich dann doch unangenehm. Ich hab so grundsätzlich nix gegen reiche Menschen und wenn die Gegner mir keine sinnvolleren Argumente bieten können, stimme ich für den Erhalt…Aber kann auch sein, dass ich an dem Tag was besseres zu tun haben werde, als darüber abzustimmen. Kann sogar sehr gut sein.

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5 Kommentare - “anmelden/beantragen/Tempelhof/abstimmen”


  1. Tempelhof darf bitte gerne bleiben. Schönefeld ist ja wohl ne Frechheit – mitten in der Walachei, da kann ich auch gleich die ganze Strecke mit dem Zug fahren.

  2. Hardy Says:

    Wieso? Hast Du an dem Tag keine Zeit und willst per Briefwahl abstimmen, oder in einem anderen als den angegebenen Wahllokal? Nur dann benötigst Du einen Abstimmungsschein.

  3. ivo Says:

    sowohl die kampagne der schließungs-befürworter wie die der schließungs-gegner offenbaren die grausame provinzialität berlins… da bin ich ja mal wieder froh, als ausländer gar nicht abstimmungsberechtigt zu sein. obwohl dieser umstand der eigentliche skandal ist…

  4. Kotarak Says:

    Ivo, kopele, Du hast recht!

  5. Jason Says:

    Als englische Wahlberliner der 15 Jahren in Berlin wohnt (und Steuer bezahlt – für Tempelhof u.A) finde ich wirklich unrecht, dass Ausländer keine Stimme zu diese Thema abgeben dürfen. Wer weiss, mit Ausländerstimmen hätten die Befürwörter die ’nötige‘ 25% erreicht….


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