68er Nostalgie langweilt

images-2.jpegHaben die politischsten, kritischsten und besten Menschen aller Zeiten eigentlich vor lauter Kampf gegen das System im Allgemeinen, Springer im Speziellen und die USA an sich keine Zeit gehabt, Kinder zu zeugen? Scheint so, denn die selbstverliebte Glorifizierung der eigenen Jungend muss normalerweise von Kindern und Enkeln ausgehalten werden. Dumm nur, dass in diesem Fall die Verklärung aus den eigenen vier Wänden schwappt und sich in Zeitungen, Buchhandlungen und dem TV ausbreitet. Öffentlich und penetrant.

Keine Ahnung, was ich von den 68ern halten soll. Politisch standen sie ja ziemlich konsequent und kompromisslos auf der falschen Seite, entdeckten für sich im Antizionismus den Antisemitismus der schlauen Kerls und setzten verbal den Kampf gegen die USA fort, den Papa noch mit dem Gewehr in der Hand austrug. In anderen Bereichen wirkten sie positiver; Gleichberechtigung der Geschlechter, Entkrampfung des Privatlebens, Nacktfotos. Ich will das Deutschland von 2008 jedenfalls nicht gegen das von 1965 eintauschen. Und was dazwischen an positiven Entwicklungen passiert ist, liegt auch (aber nicht nur!) an den 68ern…doch muss man sich deshalb wirklich so begeistert selber auf die Schulter klopfen?

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5 Kommentare - “68er Nostalgie langweilt”

  1. nino Says:

    Hast du kinder?

  2. Gideon Böss Says:

    Schmeckt dir Käsekuchen…was hat das mit dem Beitrag zu tun?

  3. Sky Says:

    In dem Beitrag ging es u.a. darum, ob die Genossen der Generation 1968 Zeit hatten Kinder zu zeugen. War wohl eher ein Randthema, aber die Frage darf bejaht werden. Die waren zwar schon zeugungsunfreudiger als frühere Generationen, aber richtig den Bach runter ging es i.p. Geburtenrate in Deutschland erst nach 1989. (Habe mehrfach gelesen, dass sich die Familien und Frauen nach 1989 nicht mehr so „sicher“ gefühlt haben im Osten, im Westen setzten sich dagegen nach und nach die linksgrünen Spiesser durch, eine vermutlich noch wesentlich schlimmere Species als die o.g. Genossen.)

  4. Adrian Says:

    Hmmm, also ich habe mal gelesen, dass die linksgrünen Spiesser im Verhältnis relativ viele Kinder bekommen, während der Kindermangel gerade bei den kulturkonservativen Nörglern sehr ausgeprägt ist, die sich immerzu darüber beklagen, dass die Deutschen keine Kinder mehr bekommen.

  5. Sky Says:

    Man müsste mal die Fertilität auf die Parteien umlegen, die linksgrünen Spiesser haben ja die Türken im Boot, was ich vergass, darum ist das Resultat in der Tat nicht ganz klar.


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