Archiv für August 2007

Oh Gott, was habt ihr aus dem Kind gemacht???

August 29, 2007

Wird man wirklich so, wenn man GEZ-Gebühren zahlt? Ein Grund mehr, es nicht zu tun.

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Freunde der offenen Gesellschaft

August 28, 2007

Die FdoG-Seite wurde überarbeitet. Jetzt ist sie noch toller. Hier kann man sich davon überzeugen.

WIR JUDEN SIND BESSER ALS DER REST DER LEBEWESEN

August 26, 2007


Mein Psychopath aus Salzburg versucht irgendwie die Zeit rum zu bekommen, bis die Polizei ihm den Stecker zieht. Und dafür sendet er täglich neue Lebenszeichen aus seiner antisemitischen Parallelwelt. Manchmal einfach nur hoffnungslos veraltet (Brunnenvergifter), dann wissenschaftlich unterfüttert (Rassenkunde) und hin und wieder so lächerlich dumm, dass es einfach veröffentlicht werden muss:

„OH WIE SIND WIR JUDEN GUT! SIEG GEIL ISRAEL! EIN VOLK, EIN REICH, EIN JAWHE! WIR JUDEN SIND BESSER ALS DER REST DER LEBEWESEN AUF DIESEM PLANETEN. UND ÜBERHAUPT! WIR SIND DIE ERWÄHLTEN! GESTERN USA, HEUTE PALÄSTINA, MORGEN EUROPA UND ÜBERMORGEN DAS GANZE GELD!

SCHEKEL SHALOM“

Das Volk bei denen da oben

August 26, 2007


Und dann standen wir vor dem Hintereingang des Kanzleramtes, von wo aus es in den Garten geht, und wurden nicht mehr reingelassen. Immer mehr Menschen kamen zur Tür und wurden abgewiesen. „Die Kanzlerin kommt gleich, sie müssen sich etwas Gedulden“, erklärte ein dünner, nervöser Mitarbeiter. Wir warteten und spekulierten darüber, wer Merkel eigentlich ist, und ob es sich beim Türsteher vielleicht nur um einen Spinner handelt, der sich seine 15 Minuten Macht abholen will, indem er sich als Sicherheitsmann aufspielt. Doch nicht alle blieben so passiv wie wir. Nein, andere gingen in die Offensive. Genauer, einer ging in die Offensive. Verwaschenes T-Shirt, zu enge Hosen und eine in die Autonomie entlassene Haarpracht. „Erst werden die Bürger hier her gelockt, und dann so etwas. Das kann doch nicht wahr sein!“ Er war fassungslos. Die kurzen Arme wirbelten unbeholfen hin und her. Der Mann spürte deutlich das historische Unrecht, welches ihm gerade angetan wurde. „Das ist das letzte Mal, dass ich das hier mitmache!“, entschied er. Von der Demokratie enttäuscht, zieht er sich schließlich mit dem Schlachtruf „Und dafür zahlen wir Steuern!“ zurück.

Weil das Warten kein Ende nimmt, nehmen wir einen anderen Weg raus aus dem Kanzleramt. Es folgt eine Wanderung durch den Tiergarten zum Stand des Verteidigungsministeriums. Hier wird schärfer Kontrolliert. Personalausweis und Rucksack. Dann kommt man auf einen großen Platz. Als erstes steht da ein Leopard II Panzer direkt neben einem Tiger Kampfhubschrauber. In einer Ecke wartet ein Tornado Pilot darauf, dass kleine Kinder sich ins Cockpit setzen und den Lenker hin und her reißen. Ob es dem Piloten weh tut, wer weiß. Die anwesenden Bundeswehrsoldaten stehen neben ihren jeweiligen Waffengattungen oder Versorgungsfahrzeugen und geben Auskunft. Ein jüngere Fernmeldesoldat hofft darauf, bald wieder nach Afghanistan zu dürfen, und ist sichtlich stolz darauf, die Vorzüge des neuen Erste-Hilfe Wagens mitzuteilen. Ein Fallschirmspringer aus Bayern prahlt etwas damit, an neuen Waffengattungen zu forschen und die Feldjäger geben zu, dass sie heute nicht mehr dazu eingesetzt werden, Schulschwänzer einzufangen und zur Schule zu bringen.

Dann gibt es auch noch den Stand des KSK. Der Eliteeinheit der Bundeswehr. Zumindest auf diesem Tag der offenen Tür tritt das KSK aber nicht in Bestbesetzung an. Ein etwas verwaschen, schlaksig aussehender Typ stellt sich als Teil der Truppe vor. Er hat ein wenig die Figur von Goofy und bei diesem Anblick sinkt die Bereitschaft, sich irgendwo entführen zu lassen, doch rapide. Es ist darum beruhigend zu hören, dass er nur zu den Versorgern gehört. Er trägt den echten KSKlern also die Wasserflaschen hinterher. Okay, das dürfte er hinbekommen. Trotz seiner eher weniger beeindruckenden Karriere, meint er dennoch, extrem geheimnisvoll auftreten zu müssen. Leises reden, beinahe flüstern. Internes dürfe er nicht verraten, verrät er. Es wurden zwar auch keine diesbezüglichen Fragen gestellt, aber trotzdem gut, dass er das noch einmal betont. Und er wird viele Geheimnisse kennen, etwa, was die richtigen KSKler eigentlich am liebsten trinken: Cola, Fanta, oder Ice-Tee. Nachdem der lebende Beweis des Gegenteils dann auch noch meint, dass „wir beim KSK nur die Besten nehmen“, trennen sich die Wege wieder.

Wir gingen nachhause. Zwar hatten wir Merkel nicht gesehen, dafür können wir uns aber aufgrund der aufgezwungenen Wartezeit als Kollateralschaden ihres Auftritts im Kanzleramtsgarten begreifen. Ja, und in einem Jahr kommen wir dann wieder zum Demokratie gucken.

Abgelehnt – aber trotzdem veröffentlicht

August 22, 2007

Ich rette mal wieder einen Text davor, völlig umsonst entstanden zu sein. Wer ihn also lesen will, der klicke doch einfach auf den folgenden Link: Es geht um Nazis

Wenn man…

August 21, 2007


um 04.30 Uhr nach Hause läuft, und es Mitte August ist, und der Regen einen bis auf die Knochen durchnässt, und man wegen dem nicht ganz so sommerlichen Wetter eh etwas erkältet ist, und man dann an die Klima-Paranoiker denkt, die Hitzerekorde und das schmelzen der Eisbären voraussehen, dann, ja dann wünscht man sich doch, dass zumindest diese Spinner einen grausamen Hitzetod ganz nach Art ihrer falschen Thesen und Prognosen sterben. Und zwar jetzt SOFORT!

Nazis gibt es doch gar nicht

August 20, 2007


Mügeln ist wieder ein Orte mehr, der auf der Suche nach deutschen Neonazis von der Liste gestrichen werden muss. Die gibt’s da nicht, beruhigt der Bürgermeister: „Ich muss das eigentlich verneinen. Die Kleinstadt Mügeln mit 5000 Einwohnern, wo sich eigentlich jeder kennt – es ist nicht bekannt, dass es hier rechtsextreme Gruppierungen gibt.“

Mehrere Inder wurden gerade durch die nazifreie Stadt getrieben und angegriffen. Und wenn das ganze unter dem Schlachtruf „Hier regiert der nationale Widerstand“ stattfindet, kann man wirklich beruhigt sein. Denn das klingt so gar nicht nach Nazis, die hätten eher aus „Deutschland – Ein Wintermärchen“ oder „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ vorgelesen.

Überhaupt kommt dieser multikulturelle Abend etwas arg negativ weg. Das heißt es bei SPON lapidar „Die Angreifer traten die Tür der Gaststätte ein. Rund 70 Polizeibeamte drängten die Angreifer dann ab. Bei den handgreiflichen Auseinandersetzungen wurden acht Inder und vier Deutsche verletzt. Zahlreiche Schaulustige hatten sich den Überfall mit angesehen, ohne den Verfolgten zu helfen.“ Aber dass die Schaulustigen auch den Verfolgern nicht halfen, wird nicht erwähnt. So kann man natürlich alles schlecht schreiben.

Außerdem ist doch Fakt, was der Bürgermeister sagt: „Der Alkohol hat um diese Zeit eine Rolle gespielt – und außerdem war plötzlich mal was los.“ Und weil man weiß, dass der Alkohol noch aus jedem einen Nazi gemacht hat, und halt auch nix los war, gibt es auch keinen Grund, wegen diesem etwas wüsten Spaß so ein mediales Geschrei zu veranstalten. Heut sind doch wieder alle nüchtern.