Aufrechte Demokraten


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Für den SPD-Abgeordneten Klaus-Uwe Benneter ist die Verkörperung Graf von Stauffenbergs durch Tom Cruise ein „Schlag ins Gesicht aller aufrechten Demokraten.“ Und ich dachte bisher immer, einen wie Staufenberg als aufrechten Demokraten zu bezeichnen, wäre ein Schlag ins Gesicht aller aufrechten Demokraten.

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17 Kommentare - “Aufrechte Demokraten”

  1. Franklin D. Rosenfeld Says:

    Merke: NSDAP-Mitglied gut, Scientology-Mitglied boese. Doitsche Logik…

  2. Anonymous Says:

    Eine gewisse äußere Ähnlichkeit der beiden scheint mir auf den ersten Blick unverkennbar, und Cruise müßte sich ja nicht die Hand abhacken und ein Auge rausnehmen lassen. Benneter liegt mal wieder daneben! Vielleicht ist ihm Merkels EU-Erfolg auf den Magen geschlagen , HansiHamburg

  3. Motta Says:

    Sorry,

    aber hier muß ich vehement widersprechen. Benneter hat folgendes gesagt:
    „Ausgerechnet er solle nun von einem Schauspieler dargestellt werden, dessen „Sekte mit dubiosen Methoden versucht, Menschen zu ködern und gefügig zu machen“. Dies sei ein „Schlag ins Gesicht aller aufrechten Demokraten, aller Widerstandskämpfer und aller Opfer der Scientology-Sekte.“

    Und damit hat er vollkommen Recht.

    Es ist auch quatsch zu schreiben, „Merke: NSDAP-Mitglied gut, Scientology-Mitglied boese. Doitsche Logik…“

    Das hat mit „doitscher“ Logik nichts zu tun, oder ob nun Stauffenberg gut ist oder nicht. Scientology ist eine diktatorische Organisation die versucht durch Diffamierung und Einschüchterung Kritiker Mundtot zu machen.

    Ich würde vielleicht manchmal auch nachdenken.
    Zu Scientology hier:
    http://www.pewid.ch/SCI/promisbz.html
    und hier
    http://www.pewid.ch/SCI/SCIstart.html

  4. Gideon Böss Says:

    Ich kann weiterhin nicht erkennen, warum diese Informationen an der Tatsache etwas ändern sollten, dass Staufenberg ganz sicher kein Demokrat war! Warum sollte es dann also ein Schlag ins Gesicht eines jeden aufrechten Demokraten sein?

    Ich finde es bedenklich, wenn Leute wie Staufenberg auf dem besten Wege sind, in den Rang von Heiligen aufzusteigen, wofür Satzanfänge wie „Ausgerechnet er […]“ ja ein eindeutiges Indiz sind.

  5. Franklin D. Rosenfeld Says:

    So ist es. Selbst wenn man Tom Cruise als verantwortlich fuer alle Scientology-Untaten sehen wuerde, waere die Schuld eines Staufenberg, der ja bis zuletzt am Endsieg mitarbeitete und den, gemaess Hannah Arendt, immer noch „einen moralischen Abgrund“ von der westlichen Zivilisation trennte, unendlich hoeher.

    Staufenberg hatte nie etwas gegen Hitlers Ambitionen, nur dagegen, dass Hitler sie nicht durchsetzen konnte.

  6. Motta Says:

    Noch einmal,

    es geht hier nicht um Stauffenberg und es ist müßig jetzt darüber zu debattieren was er und die Leute des 20ten Julis für Personen waren.
    Churchill hat das Richtige dazu schon gesagt.

    Cruise vertritt eine Sekte -er macht daraus auch keinen Hehl und rührt kräftig die Werbetrommel- die zutiefst undemokratisch ist. Und damit ein Schlag in das Gesicht jeden Demokraten und es diskreditiert Menschen wie die weiße Rose, die Edelweißpiraten, den Kreisauer Kreis, Wilhelm Leuschner, Jakob Kaiser, oder Georg Elser, wenn ausgerechnet Cruise sich daran versuchen möchte.
    Nicht nur das Scientology Holocaustüberlebende dazu mißbraucht hat, die Bundesrepublik zu diskreditieren, war Cruise einer der Protagonisten des „offenen Briefes“ gegen die Bundesrepublik.

    Des weiteren halte ich Cruise‘ Aussagen bezüglich Psychotherapie für bedenklich. Von mir aus kann er den Räuber Hotzenplotz spielen, wenn ihm danach ist, oder sein großes Vorbild den Hubbard.

    Den Rang eines Heiligen hat Stauffenberg im übrigen schon, da brauche ich mir nur die Traditionspflege der Bundeswehr anschauen, oder die Namen von Kasernen.

    Soviel dazu.

  7. Gideon Böss Says:

    @motta

    Deine Kritik an Scientology ist doch berechtigt, niemand hat das Gegenteil behauptet!

    Nur geht es in diesem Beitrag nicht um Scientology, sondern darum, dass Stauffenberg ganz sicher nicht als Prototyp des guten Demokraten verklärt werden sollte!

    Das ist doch eine Verhöhnung all jener, die von den Nazis ermordet wurden, weil sie wirklich Demokraten waren.

    (Im Übrigen ist es mehr als heikel, bestimmen zu wollen, wer „würdig“ ist, diesen oder jenen Stoff zu behandeln! Von der Freiheit der Kunst bleibt dabei nicht viel übrig.)

  8. dawo. Says:

    Aber dazu hat ihn Benneter doch gar nicht verklärt. Sonst hätte er ihn ja auch zum „Widerstandskämpfer und Opfer der Scientology-Sekte“ gemacht.
    Dein Einwand ist richtig – der Anlass ist problematisch!

  9. Feuervogel Says:

    *Loite, Volkserziehung off …*

    nein, Stauffenberg dürfte wohl nie ein „Demokrat“ gewesen sein und seine Vita als Ganzes ist auch wenig bewundernswert.
    Bewundernswert ist aber die Bereitschaft, sein eigenes Leben als Konsequenz einer Abkehr vom Nationalsozialismus hinzugeben.
    Wahrscheinlich wird Stauffenberg heute viel zu sehr als Person verehrt, trotzdem ist der mir sicher lieber als Tom Cruise (dem wohl nie eine Abkehr von Scientology gelingen wird) oder die Wehrmachtsgenerale, die 10 Jahre nach Kriegsende als „aufrechte Demokraten“ die Bundeswehr aufbauten.

    Sehr lesenswert ist (wie eigentlich immer) Frank Schirrmachers Kommentar

  10. Gideon Böss Says:

    Also mir ist Tom Cruise durchaus lieber. Warum? 1.) Weil er tolle Filme gedreht hat/dreht. 2.) Weil er nicht am Aufbau der SA beteiligt war. 3.) Weil er kein Nazi ist, sondern Scientologe und das für mich, sorry, dann doch ein bisschen ein Unterschied ist.

  11. Brooke Shields Says:

    @Gideon Böss
    beide sind einfach ekelhaft, und dashalb ist eure diskussion auch so bescheuert! Gideon, informier dich mal über die totalitären, anti-demokratischen und menschenfeindlichen Ziele von SO und wähle nicht nur das kleinere Übel Tom C.

  12. Gideon Böss Says:

    Ich bin schon überrascht darüber, wie schnell bei manchen Reizthemen grundlegendes in Frage gestellt wird. Etwa die Freiheit, sein Leben dem Schwachsinn widmen zu dürfen. Ich bin kein Fan von Scientology, aber trotzdem hat Tom Cruise natürlich ein Recht darauf, dass man ihn nicht wegen seinem Glauben als Aussetzigen behandelt. Er hat nicht(!) zum Mord an anderen Menschen aufgerufen (im Gegensatz zu Yusuf Islam, der gerade bei LiveEarth auftreten durfte). Diese Hysterie um Cruise ist nicht nur hochgradig peinlich, sondern auch verlogen und in Anbetracht des Einflusses, den Scientology hat, auch in keiner Weise gerechtfertig. In diesem Sinne: Ich freu mich darauf, Tom Cruise Film zu sehen, weil er ein toller Schauspieler ist. Mehr interessiert mich an ihm nicht, ob er seine Freizeit irgendeinem sonderbaren Kult widmet, bitte, ich finde auch diese ganzen Kabbala-Fans wie Madonna total albern und lächerlich, aber es ist ihre Entscheidung.

  13. Gideon Böss Says:

    Ich bin schon überrascht darüber, wie schnell bei manchen Reizthemen grundlegendes in Frage gestellt wird. Etwa die Freiheit, einen schwachsinnigen Glauben zu haben. Ich bin kein Fan von Scientology, aber trotzdem hat Tom Cruise natürlich ein Recht darauf, dass man ihn nicht wegen seinem Glauben als Aussätzigen behandelt. Er hat nicht(!) zum Mord an anderen Menschen aufgerufen (im Gegensatz zu Yusuf Islam, der gerade bei LiveEarth auftreten durfte). Diese Hysterie um Cruise ist nicht nur hochgradig peinlich, sondern auch verlogen und in Anbetracht des Einflusses, den Scientology hat, auch in keiner Weise gerechtfertig. In diesem Sinne: Ich freu mich darauf, Tom Cruise Film zu sehen, weil er ein toller Schauspieler ist. Mehr interessiert mich an ihm nicht, ob er seine Freizeit irgendeinem sonderbaren Kult widmet, bitte, ich finde auch diese ganzen Kabbala-Fans wie Madonna total albern und lächerlich, aber es ist ihre Entscheidung.

  14. Gideon Böss Says:

    „Die Verschwörer sind Helden und Vorbilder, weil sie Tyrannenmord und Staatsstreich aus sittlichen Motiven angingen, nicht aus Opportunismus.“

    Oh, naja, eine sehr wohlwollende Darstellung. Da sind die Offiziere also von Beginn an Gegner Hitlers, und werden nur durch immer neue äußere Umstände am Umsturz gehindert. Der Text liest sich ein wenig wie das Drehbuch zu einem Slapstickfilm, indem der tragische Held durch immer neue Hindernisse -Bananen, Gullideckel, Leitern – an dem gehindert wird, was er eigentlich tun will.

    Außerdem, was ist schon ein Rechtsstaat, der nicht in eine Demokratie eingebunden ist? Es ist dann schlicht das Recht des Stärkeren, bzw. des Brutaleren.

    Und im Rechtsstatt Staufenbergs wären Juden selbstverständlich auch aus der „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen geblieben.

  15. Dirk Says:

    Hier fing die Rangliste die Gideon Böss nun präsentierte wohl an Gestalt anzunehmen. Da ging es im Artikel noch nicht mal um Scientology, sondern um Staufenbergs Demokratie-Kompatibilität und schwups drehen einige schon wieder fast im Roten.
    http://debatte.welt.de/weblogs/4881/boess+in+berlin/99744/tabelle+der+am+schnellsten+in+ihren+gefuehlen+verletzten+minderheiten

    Abschlusstabelle der am schnellsten in ihren Gefühlen verletzten Minderheiten
    1.) Fadenkreuz-Fußballfans
    2.) Jubelperser 2.0
    3.) Etikett-Linke
    4.) Scientologykritiker
    5.) Alt68er
    6.) Moslems
    7.) Scientologen


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