Gewählte Terroristen schießen auf gewählte Terroristen

.

Was gerade im Gazastreifen stattfindet, soll also ein Bruderkrieg sein. Andere nennen es Bürgerkrieg oder zumindest bürgerkriegsähnlich. Man kann sich die ganze Mühe aber auch sparen, und ganz einfach zu Kenntnis nehmen, was dort wirklich los ist: Terroristen schießen auf Terroristen, wobei die einen mehr Munition haben als die anderen. Nun, da Palästinenser sich gegenseitig ermorden, Büros stürmen und Häuser anzünden, sind auch wieder all jene an der Fernseh-, Zeitungs-, und Radiofront aktiv, die sich Nahostexperten nennen (in irgendetwas muss man ja Experte sein) und in einer Mischung aus Faszination, Voyeurismus und Größenwahn ihre Thesen verbreiten. Der ein oder andere hat es sogar schon geschafft, den Israelis die Schuld zu geben. Auf Udo Steinbach beispielsweise ist in solchen Fällen immer verlass. Er weiß, dass „Unmittelbar nach der Wahl […] die Hamas-Regierung im Prinzip gesprächsbereit“ war, und Israel durch den einseitigen Rückzug aus dem Gazastreifen die Lunte für die aktuellen Kämpfe legte.
.
Und „Unverantwortlich“ war dieser Schritt der Israelis auch. Nun gehört die prinzipielle Gesprächsbereitschaft der Hamas sicherlich in dieselbe Kiste journalistischer 1001-Nacht Fantasien, in der schon die indirekte Anerkennung des zionistischen Gebildes durch die Hamas liegt, doch auch der zweite Vorwurf hat es in sich. Unverantwortlich ist also der israelische Abzug. Der Abzug, der bis dahin als notwendig angesehen wurde, um im Friedensprozess überhaupt vorwärts zu kommen!?! War es nicht viel eher so, dass die palästinensische Entscheidung, auf Terror statt Verhandlungen zu setzen, unverantwortlich war? Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Steinbachs dieser Welt diesen Schritt deswegen unverantwortlich finden, weil dadurch offensichtlich wird, dass offenbar doch nur eine Seite an der legendären Gewaltspirale dreht. Wäre den Palästinensern Frieden wichtiger als Judenmord, hätten sie zum einen aus dem Gazastreifen kein Terrorcamp gemach hat, und zum anderen bei den Wahlen nicht die Hamas gewählt, die nie einen Hehl daraus machte, was ihre Ziele sind.
.
.
Um die aktuelle Gewalt richtig einschätzen zu können, ist es vielleicht sinnvoll, die ganze Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gehen wir mal davon aus, dass es kein palästinensisches Volk gibt, sondern nur verschiedene kriminelle Banden, die die ansässigen Araber zu einem solchen erklärten, um sie für ihre Interessen zu missbrauchen. Die Mutter all dieser Banden wurde in den 1960er Jahren aktiv, und behauptete, sich für die Rechte dieses Volkes einzusetzen. Es genügt ein Blick in die palästinensische Geschichte (oder die Biografie Arafats) um zu sehen, dass es diesen Führern nie um das Wohl der Palästinenser ging. Warum auch, es ist nicht die Aufgabe von Kriminellen, sich um Schwächere zu kümmern, und noch weniger, ein Gesundheitswesen aufzubauen, die Müllabfuhr zu regeln oder freie Presse zu garantieren. Tragisch ist es, dass die EU diese Banden von Beginn an tatkräftig unterstützte. Nun können wir sehen, wohin es führt, wenn man jahrzehntelang Kriminellen, Terroristen und Islamisten subventioniert.
Advertisements
Explore posts in the same categories: Nicht kategorisiert

2 Kommentare - “Gewählte Terroristen schießen auf gewählte Terroristen”

  1. Hamster Says:


    Nun können wir sehen, wohin es führt, wenn man jahrzehntelang Kriminellen, Terroristen und Islamisten subventioniert.

    Anfänglich wurde die PLO nicht unterstützt, bzw. nur moralisch von so genannten Anti-Zionisten und dem linken Spektrum.

    Ich kann mich noch an Münschn 1972 und viele ekelhafte Terroranschläge erinnern, die teilweise auch zusammen mit der RAF begangen worden sind.

    Die Unterstützung der PLO setzte ein als Arafat rurückkehren durfte, wenn ich mich nicht täusche.

    Der geläuterte Ex-Terrorist ist ein Wunschbild und wäre ein Beweis für den Erfolg der von vielen in D gewünschten Resozialisierung (die konzeptionell bekanntlich auf dünnen Beinen steht).

    Ja, ich würde zustimmen, die Europäer tragen ein grosses Mass an Mitschuld an der aktuellen Entwicklung (wie auch an der seinerzeitigen und jetzigen Entwicklung im Iran).

  2. eberhard wollauchi Says:

    Zumindest ideologisch unterstützt wurden/werden die Terroristen auch von „honorigen“ Organisationen wie „Pack(s) Christi“, den Ausrichtern des Kirchentages wie überhaupt durch beide Kirchen. Wer sich die Mühe nimmt, den Veranstaltungskalender bei „Palästinensische Generaldelegation“ aufzuschlagen, findet anti-israelische/antisemitische Veranstaltungen mit den Apologeten des Terrorismus überwiegend in kircheneigenen Räumen. Von dem Mob, der sich „Friedensbewegung“ schimpft, ganz zu schweigen.

    Richtig ist, dass die Europäer zu den entschiedensten Förderern des Terrorismus der PLO gehören.
    Der „gemäßigte“ Abbas ist ein Wunschbild. Im Ziel ist er sich mit dem Hamas einig. Was ihn als „Gemäßigten“ erscheinen lässt, ist, er beherrscht als Diplomat die Klaviatur taktischer Finesse.
    Abbas ist zumindest ein konservativer Moslem, Arafat entstammt dem Stall der Moslembrüder. Beide wurden politisch sozialisiert durch den in den 1970er verstorbenen Hadj Amin el-Husseini.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: