Archiv für Februar 2007

Irans Atomanlagen zerstören

Februar 28, 2007

Im Moment geistern Meldungen durch die Medien, die von einem kurz bevorstehenden Angriff Israels oder der USA auf den Iran berichten. Ich lasse nun mal außen vor, dass dabei der falsche Eindruck entsteht, das iranische Mullah Regime wäre das Opfer unprovozierter Drohungen, und fasse meine Meinung in dem einen Satz zusammen: Hoffentlich stimmen diese Pressemeldungen!

Es gibt doch im Prinzip nur zwei Optionen. Entweder, man akzeptiert, dass Ahmadinedschad die Atomwaffe baut, oder man akzeptiert es nicht. Wenn man ihm das Recht auf diese Waffe zugesteht, ist es unmoralisch, den Iran weiter durch Pseudo-Sanktionen und halbherzige Boykottdrohungen zu belästigen. Stattdessen sollte den Mullahs die Atomwaffe freiwillig geliefert werden, dann wäre alles in Ordnung. Zumindest solange, bis der Atompilz über Tel Aviv aufsteigt. Wenn man es allerdings nicht akzeptieren will, dass ein Land, das von widerlichen Verbrechern regiert wird, die nicht nur die eigene Bevölkerung drangsalieren, unterdrücken und ermorden, sondern auch den Terror im Irak aktiv fördern, in den Besitz einer solche Waffe kommt, muss man wohl realistischerweise davon ausgehen, dass an einem Militärschlag kein Weg vorbei führt.

Ahmadinedschad gibt freimütig zu, was er mit der Atombombe machen würde, Ahmadinedschad hat im letzten Sommer einen Krieg gegen Israel geführt und Ahmadinedschad ist ein fanatischer Judenhasser. Es wäre nicht zu bedauern, wenn – neben dem Atomprogramm – auch er das hoffentlich kommende Bombardement nicht überstehen würde.

Ich finde, dass Militäreinsätze immer nur das letzte Mittel sein dürfen und darum nicht leichtfertig anzuordnen sind. Aber wie gesagt, sie sind das letzte Mittel und nicht kein (!) Mittel. Das Mullah-Regime lässt keinen Zweifel daran, dass es an der Entwicklung der Bombe weitermachen wird und jede diplomatische Offensive prallt an ihm ab. Es ist nur an Verhandlungen interessiert, um Zeit herauszuschlagen. Es wäre ein großer Fehler, dem tatenlos zuzusehen. Ein Gottesstaat, der eine apokalyptische Politik betreibt, darf nicht in den Besitz von Atomwaffen kommen. Ein erfolgreicher Militärschlag – von wem auch immer ausgeführt – könnte dies verhindern. Genauer: Wenn überhaupt, sind es scharfe Raketen und Bomben, die den Traum der Fanatiker in Teheran zerstören könnten, und keine schwachbrüstigen Sanktionen!

Entdecke deine Stadt – Marzahn in Bildern

Februar 27, 2007

Nicht selten hört man von Leuten, die seit Jahrzehnten in Berlin wohnen, und doch außer dem eigenen Bezirk nichts von der Stadt gesehen haben. Mir soll das nicht passieren, darum ging es heut auf Entdeckungsreise. Marzahn war das Ziel, ein Stadtteil, der für seine blühende Plattenbau-Kultur berühmt ist. Es folgen einige Impressionen.

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Die linke Fahne hängt seit dem WM-Sommer da, die andere seit 89, aus Trotz und Widerstand.
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Den Reaktionen nach zu Urteilen, war ich wohl der erste, der an diesem Ort ein Erinnerungsfoto haben wollte. Oder die Eingeborenen gucken einfach immer skeptisch bis missmutig auf die, die sie nicht schon seit Jahrzehnten kennen.
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In Marzahn ist die Welt noch in Ordnung. Da ist der Fahrlehrer ein Freund, die Metzgerin ist ein Original und der sich selber „Textil-Diskont“ nennende 1 Euro-Shops kik verkauft einen Globus, auf dem es nur einen Staat Palästina gibt.
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Klimaschock! Die einst so stolze Spree ist zu einem Rinnsal geworden. Gore, hilf!

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Links sehen wir einen Nazi in freier Wildbahn.

Atemberaubender Sonneuntergang hinter Wolkendecke.

Klare Sache

Februar 26, 2007

Wenn man einem Terroristen wie Christina Klar irgendetwas zugute halten kann, dann wohl, dass er gerade ein grandioses Plädoyer für die Ablehung seines Gnadengesuchs geliefert hat.

Seniorenwahn auf SpiegelOnline

Februar 24, 2007

Am Sonntag steht wieder die Oscarverleihung an. Rund um dieses Großereignis kann in deutschen Zeitungen traditionell gelesen werden, dass Hollywood nicht mehr ist, was es mal war, dass es mittlerweile doch viel zu unpolitisch zu gehe und einem Jugendwahn gehuldigt wird, der aufs Schärfste zu kritisieren ist.
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Was Hollywood je anderes gewesen sein soll, als der Ort, an dem die besten Filme gedreht werden, verraten diese Nostalgiger zwar nicht, aber man kann vermuten, dass ihre Beschwerden nur eine Metapher für in Verachtung umgeschlagenen Neid auf die Erfolgsgeschichte Hollywood ist. Auch die Kritik am unpolitischen Hollywood ist so ein sonderbarer Vorwurf. Alles, was über die Zurechnungsfähigkeit der meisten „politischen“ Schauspieler zu sagen ist, wird hier gesagt. Man sollte Sean Penn und Jane Fonda lieber dazu ermutigen, weiterhin gute Filme zu drehen, anstatt sich auf Bühnen zu bewegen, für die sie tatsächlich kein Talent mitbringen. Und selbst wenn Hollywood dann doch einmal so wäre, wie es früher schon nie war, und Michael Moore die Oscars moderieren dürfte, gäbe es noch immer ein letztes unverzeihliches Verbrechen, dem sich die Filmstadt schuldig macht: Jugendwahn.

SpiegelOnline schießt sich gerade warm für die Berichterstattung rund um den roten Teppich und beginnt mit eben diesem Vorwurf. Da wird von der Vorliebe für „blutjunge Leinwandprinzessinen“ geschrieben, was wohl nicht nur moralisch verwerflich sein soll, sondern irgendwie auch unseriös. Und wie wunderbar sich als Kritik verkleidetes Ressentiment gegen die Realität behaupten kann, wird an der Tatsache deutlich, dass in diesem Jahr nicht weniger als drei nicht mehr ganz so blutjunge Leinwandprinzessinen für den Oscar nominiert sind. Anstatt zu stutzen, durchschaut der Spiegel dieses falsche Spiel aber problemlos und weiß:

Hollywood feiert genaugenommen nur seine schon als Naturgesetz behauptete Altersbeschränkung und seine eigene Lust an alten Drachen, Hexen und „bösen“ Königinnen. Mit dem britischen Kino zusammengenommen sind es eben in diesem Jahrgang gleich drei Märchenreiche, denen alte Weiber vorstehen. Und ihre gnädige Beachtung vom Nabel der Welt aus hat neben allen selbstbezogenen Eitelkeiten durchaus etwas Folkloristisches.
Wer diese Begründung jetzt nicht versteht, ist selber schuld! Am Ende wird auch noch mal klar, an wem sich Hollywood/Amerikaner bitte schön ein Beispiel nehmen sollte. Genau, an dem aufgeklärten Europa/Deutschland. Umso interessanter und für die Amerikaner sicher auch exotischer kommt daher vielleicht die dritte Nominierung für eine Frau im besten Alter daher, heißt es im Artikel. Und da hat der Text auch Recht. In einem Land nämlich, indem die aussterbenden Deutschen nur dann die Titelseiten räumen müssen, wenn der ganze Planet auflagensteigernd zu Grabe getragen wird, ist es natürlich nicht exotisch, ältere Schauspielerinnen zu sehen. Schon allein aus Mangel an blutjungen.

Die Autorin des Spiegel-Textes könnte sich nun aber auch überlegen, ob ihre Kritik nicht völlig sinnfrei ist. Immerhin wird ja niemand gezwungen, sich Filme anzugucken, wo das Durchschnittsalter der Protagonisten unter fünfundfünfzig liegt. Außerdem verfolgt Hollywood keine Anti-Senioren Politik, weil Hollywood schlicht keine Politik macht (und wenn man das mal begreifen könnte, würde das Wehklagen über die Entpolitisierung der Oscarsveranstaltung auch endlich verstummen). Hollywood dreht Filme und diese orientieren sich an dem, was das Publikum sehen will. Wenn der Kinobesucher nun mal lieber einen Actionfilm sehen möchte, als einen Film über die Probleme des Älterwerdens, wäre jede Art von Filmindustrie (die nicht subventioniert ist) verantwortungslos, sich nicht daran zu orientieren. Der Konsument entscheidet, was geliefert wird. Hollywood ist kein homogenes Gebilde mit einer Agenda, sondern ein Sammelsurium von verschiedenen konkurierenden Unternehmen, die sich auf dem freien Markt zu behaupten versuchen. Der Kinobesucher entscheidet, wie alt die Filmgesichter zu sein haben, und es spricht nicht für den Spiegel, diese simple Regel noch immer nicht begriffen zu haben.
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Wiener Geschichten

Februar 23, 2007

Kann man noch tiefer sinken, als sich zum „Oberrabbiner“ einer nicht existenten Gemeinde zu ernennen und Holocaustleugner zu küssen? Ja! Man kann sich zum „Oberrabbiner“ einer nicht existenten Gemeinde ernennen, Holocaustleugner küssen und kein Hebräisch können! Mehr dazu hier.


Meine Meinung: Ich finde, dass Friedman eine jämmerliche Person ist und mit mir finden dies auch die Mitglieder meiner Gemeinde.
Gideon Böss
Oberrabbiner von Berlin-Mitte

Wissenswertes aus dem WWW

Februar 21, 2007

So sieht übrigens die Homepage von Menschen aus, die sehr reich sind!

Fußball und Schlesien

Februar 20, 2007


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Auf was sind Deutsche Stolz, was vermissen Deutsche mit Blick auf die Europakarte und welches Verhältnis haben Deutsche zu ihrer Geschichte; Spiegel Spezial Geschichte hat es in einer Umfrage zu ergründen versucht.

Für 7 Prozent ist demnach ein Fußballturnier das historische Ereignis, auf das man mit besonders viel Stolz blickt, wenn über die deutsche Geschichte nachgedacht wird. Womit die WM2006 es immerhin auf Platz vier in der Rangliste schafft. Auf Platz eins steht die Wiedervereinigung (28%), gefolgt vom Wirtschaftswunder (12%) und – knapp vor Klinsmann – der Gründung der BRD mitsamt demokratischer Grundordnung (9%).

Wenn tatsächlich nur jeder zehnte besonders viel von der liberalen Demokratie hält, ist das nicht wirklich beruhigend. Interessant auch, dass keines der ersten drei Ereignisse ohne die massive Unterstützung der USA hätte geschehen können und es in Deutschland dennoch einen ausgeprägten Antiamerikanismus gibt. Dankbarkeit gehört ganz offenbar nicht zu den Primärtugenden, die einen echten Deutschen auszeichnen.

Jeder vierte betrachtet außerdem Schlesien und Ostpreußen als deutsch (leider wurde nicht erfragt, wieviel Prozent dieser Leute auch geografisch zuordnen können, wo sich besagte Territorien befinden – „Ostgebiete“ reicht da nicht als Antwort.) und die gleiche Menge Großdeutscher findet es nicht gut, dass die BRD für immer auf Ansprüche dahingehend verzichtet hat.

Knapp die Hälfe (47%), betrachtet die deutsche Geschichte eher mit positiven Gefühlen , 36% sehen sie eher negativ und für 14% gleichen sich positive und negative Aspekte aus.

Man kann nur hoffen, dass diese Umfrage nicht zu repräsentativ ist, denn einem Volk, das sein Selbstbewusstsein aus einem Fußballturnier zieht und weiterhin mit Lebensraum im Osten liebäugelt, ist nicht zu trauen.