Dani Levys Film


.

Oh je, nächste Woche läuft nun also Dani Levys Hitler-Komödie an und zunehmend habe ich das schlechte Gefühl, dass dieser Film eine Katastrophe wird.

Was spricht gegen eine Katastrophe:

Helge Schneider!

Was spricht für eine Katastrophe:

Dani Levy – weil er sich durch einen konsensfähigen heile Welt Humor auszeichnet, mit dem man keine Naziparodie zustande bekommen kann (und auch keinen Film über deutsch-jüdische “Normalität“)!

Dani Levy – weil er nicht Ernst Lubitsch ist.

Dani Levy – weil er in Interviews von pädagogischen Aufträgen spricht.

Dani Levy – weil er zu nett ist.

Dani Levy – weil er schon in Alles auf Zucker nur Klischees verwendete.

Der Kinotrailer – weil Schäferhunde, die Hitler anpissen, sehr stark den Eindruck eines pädagogischen Auftrags vermitteln, und nicht den einer originelle Parodie.

Helge Schneider – weil er sich gerade von diesem Film distanziert hat.

Advertisements
Explore posts in the same categories: düstere Vorahnungen, Humor-Steinzeit, Kino

2 Kommentare - “Dani Levys Film”

  1. Niko Says:

    Ich dachte da eher an dieses Interview im – wo sonst? – SPIEGEL:

    SPIEGEL ONLINE: Ihr Film „Mein Führer“ (Bundesstart: 11. Januar) sieht die Ursache von Hitlers Verbrechen in seiner grausamen Kindheit, für die er sich an den Juden rächt. Wird bei der Reduktion aufs Psychologische nicht jeder verstehbar und entschuldbar?

    Levy: Entschuldigen hat mit Verstehen nichts zu tun. Im Gegenteil: Verständnis beugt eilfertigen Entschuldigungen vor. Aber wenn ich bestimmte Aspekte des Menschlichen verurteile, nur damit ich keine Empathie für das Unerklärliche empfinden muss, dann ist das gefährlich.

    Um jegliche Unklarheiten und Missverständisse auszuräumen, legt Levy nach:

    Levy: Ich halte die Idee der zwanghaften Reproduktion bestimmter Kindheitserlebnisse wie Gewalt und Willkür und ihrer Auswüchse in politischen Systemen für einen praktikablen Ansatz. Und damit meine ich keineswegs Hitler alleine, sondern Millionen Deutsche, die mit schwarzer Pädagogik großgeworden sind. Der Zuschauer begleitet Hitler mit Empathie, die Distanz zu dieser Figur wird bis zu einem gewissen Grad aufgelöst.

  2. Hamster Says:

    „Besonders nervt den Musiker, dass Hitler durch die Schnippelei in den Hintergrund gerückt und (mal wieder) als Schwächling dargestellt werde.“ (Helge Schneider)

    Ja, Helge ist nicht doof, musste Hitler als Schwächling dargestellt werden? War er ein Schwächling?


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: