Archiv für Dezember 2006

Danke Oliver!!!

Dezember 31, 2006


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Da hat es gerade jemand mit einem einzigen fantastischen Rundumschlag gegen den unkkreativen, innovationslosen und unverschämt langweiligen Zustand der deutschen Fernsehunterhaltung geschafft, dass ich ihm sogar seinen unkreativen, innovationslosen und unverschämt langweiligen Aufguss der Nackte-Kanone-Filme, genannt Der Wixxer, verzeihe!
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Ein Auszug:
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Wer es sich inzwischen leisten kann abzuschalten, der tut es. Wer genug Geld für Kino oder Videothek hat oder gar das so gern zitierte „gute Buch“ zu benutzen weiß, der hat sich längst von seinem alten Kumpel Fernsehen verabschiedet. Oder bestellt sich seine DVDs aus dem Ausland, um erstaunt mitzuerleben, wie vor allem in Amerika und England in den vergangenen Jahren einige der phantastischsten TV-Produkte aller Zeiten entstanden sind.

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„Die Sopranos“, „24“, „Lost“, „Deadwood“, „Six Feet Under“, „Arrested Development“, „The Office“, „Boston Legal“, „Little Britain“, „Doctor Who“ – die Liste ist endlos. Denn in anderen Ländern weiß man, dass die eigentliche Aufgabe des Fernsehens darin besteht, das Publikum zu überraschen, auch auf die Gefahr hin, es erst einmal zu irritieren.

Fernsehtipp der Woche

Dezember 31, 2006

Wer wissen möchte, wie es genau abgelaufen ist, der klicke hier drauf.

Ob Saddam wohl schon Handynummern mit Stalin und Pol Pot getauscht hat?

Dezember 30, 2006

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Es ist die eine Sache, die Todesstrafe abzulehnen und eine andere, diese Ablehnung immer nur dann einzufordern, wenn es gilt, einen Massenmörder zu retten. Ich bin gegen die Todesstrafe, aber eigentlich habe ich dabei eher die namenlosen Opfer von Terrorregimen im Sinn und nicht die Führer dieser Terrorregime. Solange unsere Politiker sich nicht mindestens ebenso entrüstet über jede(!) Vollstreckung der Todesstrafe gegenüber Unschuldigen – was sie von Saddam unterscheidet – im Iran, China, Nordkorea oder Nigeria einsetzen, ist es unerträglich, sich die aktuelle Empörung anzuhören, die doch nichts weiter ist, als die Adelung eines schrecklichen Verbrechers. Denn, was genau zeichnet Saddam aus, was ihn von den Hunderttausenden unterscheidet, die unter seiner Herrschaft ermordet wurden. Weshalb setzt sich der sonst immer zerstrittene Bundestag über alle Parteiengrenzen hinweg heute für Saddam ein und weshalb tat er dies nie für seine Opfer? Natürlich muss die Todesstrafe geächtet werden, aber weil sich die Welt nicht von heute auf morgen ins Paradies verwandeln wird, muss dieser Prozess realistisch betrachtet werden.

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Nach und nach muss sie darum eingeschränkt werden, ehe sie ganz am Ende endgültig und endlich verschwunden ist. Doch sollten nicht die Ersten, die vor der Todesstrafe sicher sind, die Verbrecher sein, die sie als Werkzeug zur Machterhaltung gegen die eigene Bevölkerung einsetzen. Zuerst sollte man sich dafür einsetzen, dass die unschuldige und namenlose Bevölkerung nicht mehr willkürlich erhängt, geköpft oder erschossen wird. Wenn dies erreicht ist, ist eigentlich schon fast alles erreicht. Tyrannen, Diktatoren und Massenmörder sollten die Letzten sein, für die der Kampf gegen die Todesstrafe geführt wird und sie sollten auch die Letzten sein, für deren Lebensrettung sich eine weltweite Allianz bildet. Leider scheint es aber so, als ob es tatsächlich immer erst einen Saddam dieser Welt erwischen muss – was viel zu selten passiert -, ehe die Unerträglichkeit dieser Strafe erkant und verbissen bekämpft wird.

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Im Chor der zynischen Empörung deutschen Politiker über Saddams Abgang, fiel ganz besonders das Statement des FDP-Politikers Werner Hoyer durch seinen Schwachsinn auf. Er kritisierte, dass die Hinrichtung „kurzsichtig und dumm“ sei, da Millionen Iraker den Ex-Diktator nun weniger wegen seiner grausamen Verbrechen, sondern wegen seines vermeintlichen Märtyrertods in Erinnerung behielten.

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Lieber Herr Hoyer, keine Angst, dass dies nicht geschehen wird, dafür hat der gerade Dahingeschiedene zu Lebzeiten ausreichend gesorgt. Es lässt sich schwer zugleich um den Mörder des eigenen Sohnes und den eigenen Sohn trauern.

Gibson, lass die armen Mayas in Ruhe!

Dezember 29, 2006


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Wenn man in die Psychiatrie eingeliefert werden will und sich geniert, diesen Wunsch einfach auszusprechen, kann man sich entweder als Napoleon in die Fußgängerzone stellen oder einen Bewerbungsfilm drehen. Mel Gibson entschied sich für letztere Option. 140 Minuten lang lebte er seinen Fetisch aus, der sich im Prinzip darauf beschränken, möglichst viele, möglichst knapp bekleidete Männer solange zu quälen, bis ihr Tod nach beeindruckenden Blutfontäne, dem Verlust diverser Organe oder eines abgerissenen Schädels eintritt. Von daher ergibt sich die Filmlänge auch nicht aus der notwendigen Zeit heraus, die benötigt wird, um eine packende Story zu erzählen, sondern einzig aus der Frage, wie lange es Dauert, bis der Foltertod eines ganzen Mayastammes möglichst plastisch dargestellt ist.

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Der Hintergrund, Mittelamerika kurz vor der Ankunft der Spanier, spielt für Gibsons Folter-und-Qualen-Epos keine Rolle. Es geht ihm um Schmerzen, nicht um Geschichten! Nachdem er sich schon mit einer solch verstörenden Begeisterung daran machte, Jesus Nägel durch die Hände zu treiben, ihn auszupeitschen und zu Kreuzigen, dass man sich fragen muss, ob er die Kreuzigung tatsächlich für eine Tragödie oder doch eher einen Glücksfall hält, da sich in ihr seine beiden Hobbys – Religion und Folterfantasien – auf idealle Weise ergänzen, machte er nun einen fiktiven Maja zum Objekt seiner Psychose. Im Gegensatz zu Jesus, an dessen Schicksal sich immer so cirka ein Drittel der Menscheit interessiert zeigt, ist des Majas Verhängniss, dass er nur deswegen existiert, weil Gibson ihn in Ruhe alles Schreckliche erleiden lassen will, was sich das Gehirn eines alkoholkranken Antisemiten so auszudenken vermag. Armer Indianer.

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Apocalypto ist ein Film ohne Handlung, es sei denn, abgerissene Gliedmaße, Hinrichtungsorgien und detailverliebte „Jaguar-kratzt-Menschen-das-Gesicht-ab“-Szenen gelten schon als Handlung. Gibson öffnet dem Zuschauer Kammern seines Psyche, die es unwahrscheinlich erscheinen lassen, dass man nicht in Panik flüchten würde, wenn einem dieser Kerl jemals über den Weg laufen sollte. Es bleibt abzuwarten, was er sich als nächstes vornehmen wird. Fehlt der Welt nicht noch ein schonungsloser Blick in die Kerker der Inquisition? Ach genau und einen Film über israelitische Freiheitskämpfer wurde auch schon angekündigt, na ja, in diesem Sinne: fröhliches Foltern, Morden und Erhängen weiterhin!

Der SPIEGEL und die Juden

Dezember 25, 2006

Den Hamburgern gelang es pünktlich zu Weihnachten, die ganze Wahrheit über das Judentum zu enthüllen. Wer mehr über dieses Volk von Leprakranken, Verbrechern und Irren erfahren will, kaufe sich den SPIEGEL, wer nur wissen will, warum dieses Magazin gerade ganz mutig ganz viel Schwachsinn veröffentlichte, dem reichen diese beiden Linkhinweise -> hier und hier.

Unverfängliche Koran-Verse Teil 1

Dezember 25, 2006


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Ich sitze gerade mit dem guten, alten Koran in der Hand vorm Kaminfeuer und lese die „Sure von der Kuh.“ Und weil im Internet so viele Koran-Verse (die fälschlicherweise zumeist mit ganzen Suren verwechselt werden!) Verbreitung finden, die besonders gewalttätig oder brutal daherkommen, will ich auf diesem Blog in den nächsten Tagen mal etwas gegensteuern. Darum folgt hier nun die Serie „Unverfängliche Verse“

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Unverfängliche Verse Teil 1

(Sure 2. Vers 20) Der euch erschaffene hat als Teppich die Erde und als Zelt den Himmel, der vom Himmel Wasser herabsendet und damit Früchte hervorbringt, für euch zur Versorgung. So gesellt Gott keine Götzen zu, und ihr wißt es.

Ein Beitrag über Feiglinge

Dezember 23, 2006

Es gibt Dinge, die wären jedem Menschen peinlich, der nur einen Funken Selbstachtung und Mut besitzt. Ich werde hier kurz auf ein solches Beispiel gelebter Feigheit eingehen, das sogar noch mit einem guten Schuss kriminellen Verhaltens gewürzt ist. Auf diesem Blog wurde vor kurzem auf den Abschaum des Studivz eingegangen, worauf die Betroffenen mit Kommentaren reagierten, deren Peinlichkeit nur noch durch ihre überdeutliche Beschränktheit im Denken getoppt wurde. Es fiel ebenso auf, dass diese Irren auf andere übertragen müssen, was für sie Existentiell ist. Die Vorstellung, dass nicht jeder Mensch einen Führer braucht, der einem das Denken abnimmt, ist ihnen unerträglich. Weil sie aber durch dieses Kämpfen mit „offenen Visier“ (fast alle Kommentare wurden anonym gepostet) auf dem Blog nichts erreichten, außer den letzten Zweifel an ihrem antisemitischen Weltbild zu zerstreuen, entschieden sich diese Feiglinge dazu, sich auf andere Art für ihre Enttarnung zu rächen.
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Man kann von Leuten, die den intellektuellen Tiefgang eines Autoreifens besitzen, dabei nichts besonders mutiges erwarten. Aber dass es schließlich eine solche Demonstration gelebten Selbstbetruges werden würde, hat dann doch überrascht. Weil mein Profil auf dem Studivz vor einigen Tagen unter noch nicht geklärten Umständen (bin deswegen noch in Kontakt mit den Betreibern) gelöscht wurde, meldeten sie sich unter meinem Namen an und benutzen sogar mein Foto. Aber damit noch nicht genug, jetzt schreibt der Vollidiot, der sich für mich ausgibt, in die Pinnwände andere Leute, und droht ihnen dabei an, „sie auch noch zu kriegen.“ Während umgekehrt andere Nutzer sich auf „meiner“ Pinnwand mit mutigen Beleidigungen revanchieren. Man muss sich dieses erbärmliche Verhalten einmal klar machen, da wird der eigene antimsemitische Verfolgungswahn in die Tat umgesetzt, indem dafür die letzte Verbindung zur Realität gekappt wird. Man schafft sich die paranoide Welt, indem man eine bizarre Eigeninszenierung aufzieht. In dieser Welt kann dann endlich verwirklicht werden was in der anderen Welt – nennen wir sie Realität – nur erträumt werden konnte. Weil diese Deppen zum Beispiel vergeblich darauf hofften, dass ich ihren Wünschen entspreche und sie zu Gejagten erkläre (weil jeder Antisemit nun mal Opfer ist), schreiben sie sich nun einfach unter meinem Namen solche Drohungen in die Pinnwände: Ich krieg dich noch, du armer Irrer! Träum weiter in deinem kranken Hirn von der Weltrevolution;-) .
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Vielleicht sollten Typen, die so Paranoid sind mal mit einem Psychologen über ihre geistige Verfassung sprechen und darüber, woraus sie genau den Lustgewinn bei diesem peinlichen Schattenboxen der Idiotie ziehen. Die Spielregeln sind denkbar einfach: Ein Idiot gibt sich als Feind aus, der andere Idiot reagiert mutig auf den Feind, beide Idioten wissen, dass sie echt erbärmlich sind und trotzdem sind beide Idioten glücklich. Eine schöne geisteskranke Welt, die es so nur unter Antisemiten geben kann.
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Ganz ähnlich sieht es auch mit denen aus, die auf “meiner“ Seite ihre Wut über mich loswerden. Interessanterweise endet der Mut dieser Trottel an der Grenze ihrer selbst geschaffenen Welt. Solange sie wissen, dass hinter dem Profilnamen Gideon Böss nur ein anderer ihrer gestörten Kumpels steckt, gelingt es ihnen sogar, Beleidigungen zu hinterlassen. Als ich noch tatsächlich im studivz erreichbar war, blieben diese Notizen aus.
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Natürlich wird dieses Fake-Profil bald gelöscht sein und natürlich wird die dafür verantwortliche Person es nicht wagen, zu dieser mutigen Tat zu stehen. Man sieht daran sehr gut, was den Unterschied zwischen solchen Antisemiten-Groupies und dem großen Rest der Bevölkerung, der nicht diesem Abschaum zuzuordnen ist, ausmacht. Es ist der Unterschied zwischen Feiglingen, die sich hinter irgendwelchen Führern scharen müssen und Individuen, die sich eine eigene Meinung bilden können und dazu auch stehen.