Archiv für Oktober 2006

Mal was zum Dekadenzvorwurf durch Islamisten

Oktober 29, 2006

Es ist immer wieder überraschend, wie selbstverständlich sich die westlichen Medien die Ansichten von Islamisten zu Eigen machen. Die angebliche Dekadenz des Westens, von so renommierten Kritikern wie Osama bin Laden vorgetragen, wird oftmals tatsächlich als ein Motiv für den Hass akzeptiert. Diese Vorwürfe unkommentiert zu Widerholen, gehört längst zur Routine von Fernsehsendern und Zeitungen. Es gäbe ja tatsächlich vieles, heißt es dann von abgeklärten Kommentatoren, was hier nicht in Ordnung sei und so ganz Unrecht hätten die kleineren und größeren Terroristen nicht, wenn sie von Heuchelei und Doppelstandards sprechen würden.

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Die lautesten Weiterverbreiter dieser Einstellung sind allesamt dubiose Figuren, die ein antiamerikanisches und antimodernes Weltbild vertreten. Egal ob es sich dabei um Oskar Lafontaine handelt, dem beim Thema Islam nur die großen Schnittmengen zwischen Sozialismus und Scharia einfallen (Zinsverbot, Solidarität…) oder den Eugen Drewermann, der nicht nur notorisch die Palästinenser von jeder Schuld an ihrem selbstverschuldeten Unglück freispricht, sondern auch die Anschläge vom 11.09.2001 als einen „Schrei nach Liebe“ deutete. Man könnte diese Liste noch weiter fortsetzen, doch grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Dekadenzvorwurf umso lauter wird, je größer die grundsätzliche Distanz oder Ablehnung der liberalen Demokratie und des Kapitalismus ist.

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Es ist durchaus einer Überlegung wert, welche Bewegung eigentlich unser Wertesystem mehr bedroht, irgendwelche Al-Quaida Terroristen oder doch eher jene, die sich mit dem hießigen System nie abfinden konnten. Letztere schwächen die Fähigkeiten der Gesellschaft gegen die äußere Bedrohung und verunsichern eine großen Zahl von Menschen durch ihre falsch addresierten Schuldzuweisungen. Wie gering das Verständnis für die tatsächliche Bedrohung ist, wird an der mangelnden Bereitschaft deutlich, die wahren Motive der Islamisten zu akzeptieren. Man sucht nach rationalen Erklärungen und weil es hierfür keine gibt, leiht man sich seine Argumente eben von den Terroristen aus. Dass diese absurd sind, spielt offenbar keine Rolle. Denn was meinen Terrororganisationen eigentlich genau, wenn sie dem Westen Dekadenz vorwerfen? Ist damit das Autofahren gemeint oder das Nutzen von Internet und Handy oder die Entwicklung immer besserer Medikamente? Nein, all diese Erfindungen werden nur zu gerne von ihnen selbst genutzt. Dekadent sind andere Errungenschaften. Demokratie ist dekadent, Religions-, und Glaubensfreiheit auch, die Gleichberechtigung von Frauen und natürlich, dass Homosexualität nicht mindestens verboten ist. Oder, um es anders Auszudrücken: alles, was nicht mit der Scharia vereinbar ist, ist dekadent.

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Es sind also die Errungenschaften der Aufklärung, die von den Islamisten verurteilt und verachtet werden. Wer sie in dieser Meinung auch noch Unterstützt, stellt damit diese Werte ebenfalls in Frage. Es ist nicht schwer, dies zu bemerken, umso verstörender ist es darum, dass die Öffentlichkeit so schnell und auf so breiter Front bereit ist, diese Grundpfeiler unserer Lebensweise zu verraten, wenn es darum geht, scheinbare Motive für den islamistischen Terrorismus zu bennenen (die Mohammed-Karikaturen sind nur ein Beispiel dafür). Wieso will man so verzweifelt ignorieren, dass man es mit einem Gegner zu tun hat, der der Welt sein rassistisches und mörderisches Wertesystem aufdrängen will? Gerade in Deutschland sollte doch bekannt sein, dass die Ziele totalitäre Bewegungen sich dem gesunden Menschenverstand entziehen. Außerdem machen die Terroristen aus ihrem Zielen noch nicht einmal ein Geheimnis. Man muss ihnen nur zuhören.

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Es ist nicht so, dass im Westen alles wunderbar ist, aber soviel Selbstsicherheit oder Arroganz, um einen weiteren gern benutzen Begriff zu verwenden, sollte vorhanden sein, um ohne Zweifel behaupten zu können, im lebenswertesten und gerechtesten – funktionierenden – System zu leben. Kritik von islamistischen Fanatikern, für die Frauen keine (gleichwertigen) Menschen sind, die Erziehung zum Hass auf Juden ein primäres Erziehungsziel darstellt, andere Religionen verachtet werden und das Töten von Zivilisten den Einzug ins Paradies garantiert, sollte schlicht ignoriert werden.

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Eigentlich ist es in diesem Fall ganz einfach, man muss sich entscheiden, auf welcher Seite man stehen will, auf der einer liberalen pluralistischen Gesellschaft oder eines mittelalterlichen Gottesstaat… Und Lafontaine sollte sich noch mal erkundigen, ob die Scharia eigentlich Parteiengründungen vorsieht und Drewermann darin fortfahren, auch noch andere Verbrechen zu Liebeserklärungen zu verklären. Wie wäre es zum Beispiel mit den liebenden arabischen Reiterheeren, die im Sudan hunderttausende niedermetzeln?

Interessanter Artikel von Daniel Pipes

Oktober 29, 2006

Es geht um die muslimischen Taxifahrer am internationalen Flughafen Minneapolis-St. Paul, die sich weigerten, Fahrgäste zu befördern, die Alkohol mit sich führen.
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Hier auf Englisch, hier die deutsche Übersetzung.
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Man sollte aber auch darauf Hinweisen, dass es sich bei diesen Moslems fast nur um Männer aus Somalia handelt, die scheinbar den Islam um einige neuen „Regeln“ ergänzten, und die meisten muslimischen Organisationen in den USA ihre Verweigerung kritisierten. Nicht nur, weil damit im Prinzip anderen der eigene Glaube aufgedrängt werden würde, sondern vor allen, weil Moslems zwar keinen Alkohol trinken sollen, aber gegen den Transport nichts einzuwenden ist.

Totenköpfe am Hindukusch

Oktober 27, 2006

Bundeswehrsoldaten haben in Afghanistan mit Totenschädeln posiert. Die BILD präsentiert täglich neue Fotos und die Öffentlichkeit ist über diese Schnappschüsse vom Hindukusch empört. Im heutigen Tagesspiegel nahm nun Sibylle Tönnies die Soldaten in Schutz, doch ihre Argumentation kann nicht überzeugen.

Für sie handelt es sich bei diesem Skandal um nichts weiter als den Streich von „großen Kindern“, die noch nicht auf „eigenen Füßen stehen“ können und nun, gerade „unter der Schürze der Mutter hervorgekrochen“, eiligst in den „Befehlsstrukturen einer Armee nach Geborgenheit suchen“. Darum solle man sich nicht über ihre „frivole Verspieltheit“ wundern. Abgesehen davon, dass diese Fernanalyse der Reife deutscher Soldaten ziemlich gewagt erscheint, zumal das Alter einiger Beteiligter noch nicht bekannt ist, traut Tönnies jungen Menschen offenbar Selbstständigkeit und verantwortliches Handeln nicht zu.
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Um ihrer Argumentation nachtrug zu verleihen, verweißt sie auf ähnliche Scherze, die von jungen Medizinstudenten bekannt seien. Sowohl viele Soldaten als auch angehende Ärzte müssten sich dem Tod, der Teil ihres Alltags sei, erst auf solch makabere Weise nähern, um mit ihm umgehen zu können. Sicherlich ist der Druck in beiden Berufen enorm, doch kann Tönnies nicht einfach die Unterschiede zwischen der Funktion eines Arztes und der eines Soldaten ignorieren. Es ist eine enorm andere Symbolik, ob ein Medizinstudent, der Leben retten soll sich einen Spaß mit einem Schädel erlaubt oder ob es ein Mensch in Uniform ist, dessen Aufgaben auch das töten von Menschen mit einschließt. Außerdem ist dieser Vergleich auch aus dem Grunde falsch, da die einen sich noch in der Ausbildung befinden, während die anderen als Berufssoldaten ihr Geld verdienen.
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Woher Tönnies weiß, dass nicht „einem Toten schimpf“ angetan wurde, sondern „dem Tod“ und „seiner Hoheit“, bleibt ihr Geheimnis. „Fuck you“ wurde ihm ihrer Meinung nach zugerufen und dem Sensenmann dadurch „der Stinkefinger“ gezeigt. Dass ihm, wenn überhaupt, eher der Penis gezeigt wurde, ist in diesem Zusammenhang weniger relevant, als die Tatsache, dass es schlicht nicht möglich sein kann, schon jetzt seriös die Motive der Soldaten zu benennen. Diese Deutung ist demnach reines Wunschdenken.
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In den letzten Absätzen kritisiert sie dann die deutschen Auslandsmissionen grundsätzlich und trauert dem Schwurbruch nach, der da lautete: Nie wieder Krieg! Ein Schwur, der es den Deutschen nach 1945 erst ermöglicht habe, ihr gesenktes Haupt wieder zu heben. Eine Deutung, an der auch erhebliche Zweifel erlaubt sein dürfen.
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Soldaten, die mit Totenschädeln herumalbern sind einfach eine Geschmacklosigkeit und in jedem Fall ein Skandal. Einzig aus diesem Grund und der damit verbundenen Symbolik. Aus keinem anderen! Ob nun irgendwelche Islamisten dies als Propaganda missbrauchen, ist uninteressant, denn ihr Hass ist irrational und hat nichts mit dem tatsächlichen Verhalten des Westens zu tun; außerdem betreiben sie selber einen Totenkult ganz anderen Ausmaßes. Von daher ist die Empörung über die Fotos berechtigt, solange sie nicht aus falschen Motiven, nämlich der Angst vor einem Propagandaerfolg der Islamisten, erfolgt. Und Tönies Meinung aus dem Grund gefährlich, weil sie der Aushöhlung moralischer Grundwerte Vorschub leistet. Wer vor Toten keinen Respekt hat, kann diesen auch schnell vor Lebenden verlieren.

Hans Blix und die Bombe

Oktober 25, 2006

Wenn irgendwann der Iran jene ehren wird, denen die Mullahs die Atombombe verdanken, wird einer ganz oben auf der Liste stehen: Hans Blix. In ihm vereinigen sich all die Tugenden, die es Ahmadinedschad schwer machen werden, nicht bald verkünden zu können, dass er die Bombe besitzt: Feigheit, Kurzsichtigkeit und Antiamerikanismus.
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In einem Interview mit dem Tagesspiegel präsentierte er nun seine Sicht auf die Welt und die hat es in sich. Schuldzuweisungen werden prinzipiell nicht gegen die UNO, die EU oder gar den Iran ausgesprochen, es sind immer nur die USA, die sich falsch verhalten. Seine Rückschlüsse sind katastrophal.
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Auf die Frage, ob Frankreich, Großbritannien und Deutschland wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren sollten (zum wievielten Male eigentlich?), wollte er aus dem Grund nicht antworten, weil er sich nicht anmaßen wolle, Ratschläge zu geben. Was ihn aber nicht davon abhält, direkt danach zu erklären, warum so viele Länder die Atomwaffe attraktiv finden: „Die meisten Staaten, die mit Atomwaffen liebäugeln, machen dies wegen ihrer speziellen Wahrnehmung ihrer eigenen Sicherheitsinteressen. […] Wenn unser Interesse also darin besteht, den Iran nicht zur Uran-Anreicherung zu ermutigen, dann müssen wir auch an das Sicherheitsinteresse denken, das Teheran haben könnte.“
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Chamberlai… äh Blix bringt dabei ein beachtliches Maß an Verständnis für die religiösen Fanatiker auf, zu deren Sicherheitsinteressen ganz primär die Vernichtung Israels gehört. Und einen Vorschlag, was unter einer Bedrohung für den Iran zu verstehen ist, hat er auch. Unter anderen US-Soldaten oder genauer: sehr viele US-Soldaten. Diese sind im Irak, in Afghanistan und Pakistan stationiert. Blix stellt in Anbetracht dessen eine Forderung, die so dreist formuliert ist, dass sie sogar Ahmadinedschad imponieren dürfte. „Eine Sicherheitsgarantie müsste die Zusicherung beinhalten, dass es keinen Angriff von außen auf den Iran gibt – und an besten auch eine Zusage, dass ein Regimewechsel im Inneren ebenfalls nicht angestrebt wird.“
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Ob Blix sich auch ganz offiziell für die Abschaffung der Menschenrechte einsetzt, ließ er in diesem Zusammenhang offen, aber möglich wäre es allemal. Einem Staat, der seine Bevölkerung terrorisiert die Zusage zu geben, dass man damit kein Problem hat, ist schlicht Menschenverachtend und steht in einem interessanten Kontrast zu der Empörung, die losbricht, wenn ein verhinderter Massenmörder der Al-Quaida unbelegt behauptet, Opfer von Folter geworden zu sein.
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Der Iran ist nicht das Land, das Sicherheitsgarantien braucht, es sind seine Nachbarn und Israel, die sich durch die Aufrüstung bedroht fühlen müssen. Es ist doch absurd: Iran ruft zur Vernichtung Israels auf, rechnet durch, dass schon eine einzige Bombe den jüdischen Staat vernichten würde und dafür sogar ein eigener millionenfacher Blutzoll gezahlt werden könne und Blix kommt bei all dem nur auf die Idee, schleunigst Sicherheitsgarantien für den Iran zu verlangen.
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UNO-Sanktionen lehnt er auch ab. Er findet, dass man zwar mit Zuckerbrot und Peitsche arbeiten könne, aber wenn nur die Peitsche genutzt wird, würde dies „die betroffenen Länder in ihren atomaren Ambitionen bestätigen.“ Hat Blix die ganzen Zuckerbrote vergessen, die dem Iran noch vor wenigen Wochen angeboten wurden? Es scheint so, ansonsten müsste man meinen, dass er wissentlich lügt. Denn eines kann den (EU-) Verhandlungspartnern wirklich nicht vorgeworfen werden: der Einsatz der Peitsche.
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Obwohl Blix sich zu Beginn des Interviews noch verweigerte, als er seine Meinung zu einer möglichen Rückkehr an den Verhandlungstisch sagen sollte, hat er aber sehr wohl eine, wenn es darum geht, ob es richtig ist, „am Verzicht auf die Anreicherung von Uran als Vorbedingung für Gespräche mit dem Iran festzuhalten?“ Diese Bedingung findet er sonderbar und macht sich für die iranische Regierung stark: „Welcher Pokerspieler spielt schon die Trumpfkarte aus, bevor die Partie überhaupt begonnen hat?“
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Zum Ende gelingt ihm dann noch eine der berüchtigten „Ja – ABER“ Antworten. Er teile das Ziel, dass Nordkoera seinen Status als Nuklearstaat wieder aufgeben solle, glaube aber nicht, “dass die UN-Sanktionen sehr bedeutsam sind.“ Einen Gegenvorschlag bringt er nicht vor, dafür zieht der alte Pokerspieler dann im letzten Satz das, was der Iran auf sein Anraten hin zurückhält: seine Trumpfkarte. Denn was gibt es zu den UN-Sanktionen noch zu sagen, genau: „Ich werde den Verdacht nicht los, dass es in den USA vor der Kongresswahl im November aus innenpolitischer Sicht notwendig ist, hart gegenüber Pjöngjnag aufzutreten.“ Es sind also die US-Kongresswahlen und nicht die Atomtests, die das eigentlich gefährliche sind. Sehr gut erkannt!

Linkspartei und Antizionismus

Oktober 24, 2006

Einen interessanten Artikel in der morgen erscheinenden Jungel World gibt es hier.
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…und wer immer noch behauptet, dass die Pressefreiheit in den Autonomiegebieten der Palästinenser weniger ausgeprägt ist als in Israel, wird von den „Reportern ohne Grenzen“ eines besseren belehrt. Wer es nicht glaubt, bitte!.

UNO-General mit Durchblick

Oktober 22, 2006

Die UNIFIL will verhindern, dass die Hisbollah in ihrer Wideraufrüstung behindert wird. Das gibt der Kommandeur der Mission, Alain Pellegrini, freimütig zu. Sollten die UNO-Truppen aber trotzdem mal nicht umhin kommen, auf Aktivitäten der Terroristen aufmerksam zu werden, sind die Vorschriften, die dann alles weitere klären, komplex und hirnrissig zugleich.
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Waffen werden aus Prinzip nicht eingesammelt, es seiden, die Truppe stolpert im wortwörtlichen Sinne darüber. Mit der Hisbollah an sich will man sich schon gar nicht anlegen, und wenn doch, dann nur nach Rücksprache mit der ruhmreichen libanesischen Armee.
Soweit so nutzlos also und die Frage drängt sich auf, warum dann überhaupt so viele UNO-Soldaten einen Libanonurlaub bezahlt bekommen.

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Doch es gibt ja noch die andere Kriegspartei und es ist nicht schwer zu erraten, welcher Seite die UNO mehr misstraut. Vielleicht liegt es einfach in der Logik einer antiisraelischen Organisation begründet, dass sie per Definition schlicht nicht anders kann und will, als eine „kritische Meinung“ gegenüber dem jüdischen Staat zu haben. Eine „Meinung“, die nichts mit ehrlicher Kritik, aber viel mit Antisemitismus zu tun hat, weswegen das tatsächliche Handeln der Israelis für diese völlig unerheblich ist. Denn, obwohl Israel das Opfer eines Überfalls geworden ist, schätzt der sonst so auf Deeskalation bedachte Pellegrini die Aktivitäten der Israelis für so gefährlich ein, dass er ihnen gegenüber sehr wohl den Einsatz von Gewalt befürworten würde. Grund dafür sind Aufklärungsflüge, die Jerusalem die Informationen über den Feind bringen sollen, die von der UNO nicht zu erwarten sind. „Wenn diplomatische Mittel nicht ausreichen, sollten möglicherweise andere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden.“, gab Pellegrini bekannt und möchte dafür sogleich die Rechtsgrundlage für die Mission ändern. Im Anschluss daran könnte er sich dann vorstellen, mit Luftabwehraketen israelische Jets abschießen zu lassen. Diese Flüge würden nämlich die Resolution 1701 verletzen. Man darf gespannt sein, ob der tapfere General auch gegenüber Hisbollah irgendwann die Einhaltung dieser Resolution verlangt. Zweifel sind berechtigt.
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Angesichts der Äußerungen des wichtigsten UNO-Generals im Libanon und einer Passivität gegenüber der Hisbollah, die in Israel nur als Verhöhnung der eigenen Sicherheitsbedürfnisse angesehen werden kann, sind diese „Verletzungen“ des Waffenstillstandes absolut nachvollziehbar. Welchen Grund sollte es geben, sein Schicksal in die Hände der UNO zu legen, die doch mehr Energie in gutnachbarschaftliche Beziehungen zu einer Terrororganisation investiert, als in die Ausschaltung dieser Bedrohung?

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Was ist also von einer UNO-Mission zu halten, die die Hisbollah zwar nicht entwaffnen will (etwas, was schon vor Jahren passieren sollte!), aber Drohungen gegen Israel ausspricht? Nicht viel, nichts oder noch weniger? Oder hat sich Pellegrini vielleicht nur deswegen so geäußert, weil er einen Anruf von Nasrallah bekam, der sich über den Fluglärm beschwerte, der beim Bau neuer Raketenabschussrampen stören würde? Vorstellbar allemal!

Brecht und Schmidt

Oktober 22, 2006

Na ja, also Harald Schmidt kann man ja witzig finden, aber seine Show ist trotzdem nur die Kopie einer amerikanischen Vorlage, er hat dieser Art Unterhaltung auch nichts Neues hinzugefügt und von daher sollte er vielleicht nicht so begeistert behaupten, dass er das Fernsehen revolutioniert hat. Auch wenn er dies nur für das deutsche behauptet.
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Aber wo wir schon dabei sind. Wenn da draußen noch andere vorhaben, das Fernsehen zu revolutionieren, indem sie amerikanische Vorbilder kopieren, wie wär es z.B. damit oder damit? Und so ne Komikerin wär auch mal klasse! …Aber noch besser wärs, wenn man sich hier auch mal was eigenes ausdenken würde!