Archiv für September 2006

Warum Heine kein Deutscher war

September 30, 2006


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Im Nationalsozialismus wurde Heinrich Heine von Germanisten nachgewiesen, dass seine Sprache nicht deutsch, sondern jiddisch sei. Davon zeuge schon der erste Vers der Loreley: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Ein deutscher Mann hätte geschrieben: „Ich weiß nicht, was es bedeuten soll“.

Nicht nur wiesen die Germanisten diese sprachlichen Unzulänglichkeiten nach, nein, sie zeigten ebenso auf, was geschieht, wenn die Verse in Heines jiddischer Fassung gelesen werden und zwar folgendes: „Sofort fahren uns die Worte in die Arme und zwingen uns zu einem Zucken der Achseln, während die Handflächen auseinander gehen: eine typisch jüdische Geste.“
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Wer übrigens Lust darauf hat, seine Achseln zucken zu lassen, dem sei das Buch „Der Fall Heine“ von Marcel Reich-Ranicki empfohlen. Es enthält vier sehr gut geschriebene und außerordentlich informative Essays über den Dichter.

Gleiche Rechte für den Iran – Gleiche Pflichten für den Iran

September 29, 2006


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„Warum soll der Iran keine Atombombe haben dürfen, wenn doch auch die Israelis welche haben?“ So lautet das gewichtigste Argument derer, die Ahmadinedschad unbedingt seinen Wunsch eines nahöstlichen Holocaust erfüllen wollen.

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Diese Feststellung ist natürlich zu gleichen Teilen inkonsequent, antisemitisch und rassistisch. Inkonsequent, weil der Iran sich vertraglich verpflichtet hat, keine Atomwaffen zu bauen. Antisemitisch, weil die Unterstützung eines Judenhassers nun Mal antisemitisch ist. Rassistisch, weil vom Iran die Einhaltung elementarer Menschenrechte nicht eingefordert wird.

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Eigentlich müsste es nämlich heißen: „Ja, der Iran darf alles haben, was Israel hat…sobald der Iran auch bietet, was Israel bietet. Unter anderen:

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Freie Meinungsäußerung

Redefreiheit

Versammlungsfreiheit

Religionsfreiheit

Pressefreiheit

Demokratie

Gewerkschaften

Unabhängige Justiz

Freie Wahlen

Gleichberechtigung von Frau und Mann

Lebensrecht für Homosexuelle

Bikinis am Strand

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All diese Errungenschaften stellen ebenfalls Unterschiede zwischen Israel und dem Iran dar. Wäre es also nicht angebracht, zuerst die Gleichbehandlung in solchen Fragen einzufordern, bevor man sich für iranische Atomwaffen einsetzt? Aber wie so oft geht es den Unterstützern solcher Terrorregime nicht um das Wohl der Menschen, sondern darum, Verbrecher glücklich zu machen.

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Der Iran sollte also an dem Tag die Atomwaffe geschenkt bekommen, an dem Ahmadinedschad als Schirmherr des Christopher Street Day Teheran den Umzug eröffnet und danach klarstellt: „Ich mach Urlaub in Israel und das ist auch gut so!“ (Wobei in einem solchen Iran dann aber niemand mehr Interesse an Atomwaffen hätte. Für was auch?)

SIE sind (wieder!) überall – man muss nur genau hingucken!

September 27, 2006

Borat – Der Film

September 27, 2006


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Am Montagabend besuchte ich in Frankfurt eine Vorpremiere zum Film Borat. Wem zu diesem Namen nichts einfällt, der hat eine gravierende und eigentlich unentschuldbare Wissenslücke. Borat ist ein kasachischer TV-Moderator, der für sein Heimatland durch die USA reist. Sasha Baron Cohen dachte sich diesen Charakter aus. Bekannter wird Cohen den meisten unter dem Namen seiner Kunstfigur Ali G. sein.
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Borat hat mit diesem arroganten und überheblich dummen Rapper wenig gemeinsam. Er ist ein einfacher Mann, der stolz auf Kasachstan ist und von der Welt keine Ahnung hat. In Borat berichtet er nun aus den USA, er lernt Land und Leute kennen und gerät dabei in einen ebenso aberwitzigen wie unterhaltsamen „Clash of Cultures“. Borat ist definitiv einer der originellsten und auch anstößigsten Filme des Jahres und sticht durch seine wunderbar politisch inkorrekte Art aus der grauen Masse normaler Komödien hervor.
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Bisweilen werden dabei ganz eindeutig Grenzen überschritten, die (mindestens in Deutschland) bisher nicht angetastet wurden. Vor allen die regelmäßigen Witze auf Kosten von Juden, die mit üblen antisemitischen Klischees arbeiten, dürften in ihrer Deutlichkeit überraschen. Wenn Borats Begleiter aus dem Grund einen Flug von New York nach Los Angeles ablehnt, weil er fürchtet, dass „Die Juden wieder so was machen wie am 11.September.“, ist das noch einer der harmloseren Scherze.

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Weil Borat ein zutiefst antisemitischer, frauenfeindlicher und Homosexuellenhassender Mann ist, kommt es permanent zu solchen Provokationen. Feministinnen brechen empört ein Gespräch mit ihm ab, ein Priester verlässt unter Protest das Zimmer, als Borat zum Abendessen eine Prostituierte einlädt und das Haus einer jüdischen Familie verlässt der Kasache überstürzt, nachdem er davon überzeugt ist, dass die Hausbesitzer in Form von Kakerlaken über den Fußboden krabbeln.
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Der Film orientiert sich sehr, sehr lose an einer sehr, sehr losen Handlung. Ankunft in New York, dann irgendwann reise nach Los Angeles, dann Rückflug nach Kasachstan und zwischendurch ständig skurrile Erlebnisse. Wobei die Szenen, in denen Borat mit „echten“ Menschen zusammentrifft, noch Mals viel besser als die einstudierten sind. Die Besuche bei einem Humorlehrer, das Gespräch mit dem Rodeochef oder die Fahrstuhlfahrt mit dem Hotelbediensteten, sie alle besitzen unglaublich viel Situationskomik.
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Sicherlich wird nicht jedem dieser Humor gefallen. Doch egal was man von diesem Film hält, eines kann man Cohen sicher nicht vorwerfen: dass er nicht konsequent ist. Seine Gags sind tatsächlich nicht von der harmlosen Sorte. Aber sie erschöpfen sie sich nicht in plumpen Provokationen, sondern sind oft so subtil angelegt, dass der Gegenüber Aussagen tätigt, die er so wohl sonst nie vor laufender Kamera ausgesprochen hätte. Außerdem funktionieren die Witze niemals auf Kosten von Schwächeren, was durchaus einen wohltuenden Kontrastpunkt zum gängigen Humorverständnis darstellt.
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Borat wartet mit vielen gelungenen Szenen auf, sodass jeder Fan der Serie sich auch hierbei amüsieren kann, während Kinogängern, die bisher nichts von diesem aufrechten Kasachen wussten, danach geneigt sein könnten, sich die Serie zu organisieren.
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Zwei ganz besondere Höhepunkte warten auf den Zuschauer.

Zum einen ein minutenlanger Kampf zwischen Borat und seinem Assistenten: In einem Hotel, nackt, unzensiert, in wechselnden Stellungen, im Zimmer, im Fahrstuhl, im besetzten Kongressraum. Nie lagen lachen und Ekelgefühl so nah beieinander.
Zum anderen die Begegnung Borats mit Pamela Anderson. Er will sie heiraten und möchte dies auf kasachische Art tun. Dafür geht er zu einer Autogrammstunde und spricht dort seine Wunsch direkt an. Als sie den Heiratsplan freundlich aber bestimmt ablehnt, greift Borat zu härteren Maßnahem. Was genau er macht, verrate ich nicht. Nur soviel: In diesem Zusammenhang kommt ein Sack zum Einsatz, Pamela Anderson stürmt hysterisch über einen Parkplatz und Borat wird am Ende in Handschellen abgeführt.
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Wer gut unterhalten werden möchte, sollte diesen Film gucken! Mit Borat ist Cohen erneut eine witzige Figur geglückt, die nun ebenso wie Ali G. auf die große Leinwand darf. Wobei der Unterschied ist, dass Ali G. unfassbar schlecht war, während Borat äußerst unterhaltsam ist und von einem Humor lebt, der selten ist. Guter Humor eben. Also reingehen und sich amüsieren.

Die Neunzehn Gebote der Islamisten

September 25, 2006

Ob der Islam nun wirklich nichts Humanes in die Welt gebracht hat weiß ich nicht und ist mir auch egal. Falls ja, kann es aber kein besonders wichtiger Beitrag für Moral und Ethik gewesen sein. Diese Gebiete wurden schon ziemlich erschöpfend von den Juden bedient und danach von den Christen ausgeschmückt. Mir fällt auf jeden Fall keine islamische Idee ein, die mit den Zehn Geboten oder der Nächstenliebe vergleichbar wäre. Na ja, aber was ich weiß, ist, dass die Islamisten sehr wohl Neuerungen einführten. Wie diese Aussehen, kann hier nachgelesen werden: Die Neunzehn Gebote der Islamisten.

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Übrigens: Allen, die Angst vor einer Islamisierung Europas haben, sei dieser Artikel empfohlen. Lesen, verstehen, sich klar machen, dass „normale“ Moslems von den Islamisten genauso abgestoßen sind wie alle anderen auch und dann gemeinsam mit ihnen weiterhin in liberalen Demokratien leben: Kirche an Moschee an Fitnessstudion an Bordell an Kino. Jedem, wie es ihm gefällt und ohne anderen seine Lebensweise aufdrängen zu wollen.

Hatten wir das nicht alles schon einmal???

September 25, 2006

Schade, im umgekehrten Fall hätten sich alle Spinner und „Israelkritiker“ Mal wieder so richtig empören können: „Ausgehverbot für Moslems, israelische Araber werden wie Tiere eingepfercht und bekommen die elementarsten Grundrechte nicht zuerkannt. Kennen wir das nicht alles schon, ist das nicht das Warschauer Ghetto? Ja, das ist es!!!“

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Wie gesagt, schade, dass es eben nicht um die arabischen sondern jüdischen Israelis geht. Aber der nächste Pogrom oder Holocaust an den Arabern kommt bestimmt, da können sich Neudeck, Blüm und Avnery sicher sein. Vielleicht nicht heute, aber dann ganz bestimmt schon wieder morgen oder spätestens am Freitag. Anlässe gibt es genug.

Peter Altenberg – Der Stammvater aller Blogger! *

September 25, 2006


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In Literatur und Film wird immer wieder versucht, so genannte “Originale“ zu entwickeln. Völlig verrückte, überdrehte Typen, die sich in kein Schema pressen lassen und ihre Umwelt durch ihre selbstbewusste Andersartigkeit verunsichern.

Vor allen fürs humoristische Fach sind solche Charaktere unverzichtbar. Doch egal wie überdreht die Ergebnisse schließlich ausfallen mögen, sie werden von der Realität dennoch in den Schatten gestellt. Warum, kann exemplarisch am Beispiel Peter Altenberg dargestellt werden.

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Geboren wurde er 1859 in Wien als Richard Engländer, Kind assimilierter jüdischer Eltern. Seine Matura bestand er erst im zweiten Anlauf nachdem er zuvor durchgefallen war, weil er meinte, dass Aufsatzthema „Der Einfluss der Neuen Welt auf die Alte“ erschöpfend behandelt zu haben, wenn er nur ein Wort aufschreibt: Kartoffel!

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Im Anschluss daran folgten mehrere Versuche, ein Studium erfolgreich zu absolvieren, sowie eine Buchhandelslehre in Stuttgart. Keine dieser Ausbildungen beendete er. Davon überzeugt, dass diese Misserfolge Ausdruck einer Krankheit seien, suchte er Ärzte auf und schließlich bestätigte ihm ein Psychiater eine „Überempfindlichkeit des Nervensystems.“ Mit der Familie kam Altenberg überein, dass unter diesen Umständen die Belastungen eines normalen Berufslebens für ihn nicht zumutbar wären. „Meine Unfähigkeit zu lernen ist pathologisch!“, brachte er seine Berufsunfähigkeit auf den Punkt.

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Zu seinem Pseudonym kam Altenberg übrigens aus Protest gegen die damals gängigen Geschlechterrollen. Er beobachtete, wie männliche Freunde ihre Schwestern als „Dienerinnen“ nutzen, die ihnen die Mahlzeiten servieren und die Schuhe abnehmen sollten. Außerdem wurden den Mädchen Männernamen gegeben. Über diesen Raub der weiblichen Identität empörte sich Altenberg so sehr, dass er es nicht beim Verfassen von Gedichten beließ, sondern aus Solidarität seinen Namen von Richard Engländer in Peter Altenberg änderte. Peter, weil so eines der Mädchen gerufen wurde, Altenberg, weil der Ort, wo sich das abspielte, so hieß.

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Weil er also keinem bürgerlichen Beruf nachgehen durfte, entwickelte er seinen eigenen Lebensrhythmus und verlegte seine Aktivitäten in die Nacht. Zumeist saß er in Wienern Kaffeehäusern. Sogar seine Post ließ er sich dorthin schicken. Noch heute erinnert eine Pappmachefigur von ihm im Cafe Central an den einstigen Stammgast.

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Altenberg verfasste in diesen Lokalitäten auch seine literarischen Schriften. Skizzenhafte Eindrücke, die teilweiße einem Telegrammstil aber keiner Tradition folgten. Dies spaltete die Leserschaft natürlich. Neben Bewunderern hatte er es auch immer mit Kritikern zu tun, die ihm zum Teil jedes Talent absprachen. Unter anderen seinen Vater, der zu den literarischen Ambitionen nur zu sagen wusste: Aber du, kaum fängt es an, ist es bereits zu Ende! Und um was dreht es sich? Kein Mensch weiß es. Es tut mir leid, in das werde ich mich nie hineinleben. Wieviel verdienst du wenigstens mit diesen Sachen?

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Auch bot sein knapper präziser Stil Raum für Missverständnisse, so seufzte Altenberg: „Meine Sachen haben das Malheur, dass sie immer für kleine Proben betrachtet werden, während sie leider bereits das sind, was ich überhaupt zu leisten imstande bin.“

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Bald stellten sich tatsächlich erste Erfolge ein. Der S. Fischer Verlag brachte den Erstling „Wie ich es sehe“ heraus und Altenberg fand eine Anstellung als Opernkritiker. Für ihn Grund genug, von nun an immer ein Opernglas bei sich zu tragen. Nachdem dann die Unterstützung durch die Familie entfiel, weil die väterliche Firma Konkurs anmelden musste, verstand es sich von selbst, dass seine Freunde ihn von nun an finanziell unterstützen würden. Regelmäßig kamen Spendenaufrufe zugunsten des armen Künstlers heraus. Altenberg verstand es aber auch, sich nicht als Bittsteller, sondern als Forderer in Szene zu setzen. Hugo von Hoffmansthal schrieb an dessen Verlag:

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„Von Altenberg erhielt ich unlängst einen lebhaften Dankesbrief, in welchem er seine ’näheren Freunde‘ beschuldigt, ihn verhungern zu lassen. Da er ein sehr unsicherer Herr ist und gar anderen erzählt, ich ließe ihn verhungern, so bitte ich Sie, schreiben Sie mir gelegentlich wie viel Sie ihm monatlich schicken, damit ich vor mir selbst darüber ruhig bin. Ich weise Ihnen dieser Tage abermals 360 Kronen an„.

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Dabei wusste Altenberg durchaus zu trennen zwischen der Hilfsbereitschaft seiner Freunde ihm gegenüber und der eigene Unterstützung für Freunde in Not andererseits. Als Karl Kraus einmal von einem Mann übel zusammengeschlagen wurde, weil er über ihn negativ geschrieben hatte, mischte Altenberg sich nicht ein, achtete darauf, nicht von den umher fliegenden Stühlen getroffen zu werden und trank mit den Worten „Solche Verrückten…“, die Champagnergläser der Streitenden leer.

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Nach Altenbergs Tod reagierten einige Mäzene durchaus verbitterte, als sich der angebliche Mittelose als Wohlhabender Mensch herausstellte. Er vermachte ein kleines Vermögen an die Wiener Kinder-Schutz- und Rettungs-Gesellschaft. Wobei er von diesem Wohlstand selber tatsächlich nicht profitierte, scheinbar beließ er jeden Gulden, den er zur Bank brachte auch dort. Als er einmal auch seine letzten Ersparnisse auf die Bank getragen hatte, schrieb er seinem Bruder ein verzweifeltes Telgram: „Lieber Georg, schicke mir 100 Kronen, habe mein ganzes Geld auf die Postsparkassa getragen und starre nun dem Hungertod entgegen“.

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Der Exzentriker Altenberg zeigte sich jedem Beobachter schon in Form seiner Mode. Er gilt als Erfinder der Freizeitkleidung. Eine ihm angenehme Ausgehkluft sah folgendermaßen aus: Sandalen, lederner Leibgurt, grellbunte Wäsche.Obwohl er dadurch schon einen Status als Sonderling erlangte, entgegnete Altenberg einem Polizisten auf den Hinweis „Sie machen zu viel Aufsehen!“ bedauernd „Zu wenig, zu wenig!“

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Dass diese Bekleidung mehr war als nur ein Ruf nach Aufmerksamkeit wird an Altenbergs Reaktionen auf subtile Versuche deutlich seinen Stil zu ändern. Der Freund Adolf Loos wollte ihm einmal einen Anzug schenken und wurde entrüstet zurechtgewiesen:

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Du wolltest also nicht mir eine Freude machen mit dem neuen Anzug, nicht mir einen Freundschaftsdienst erweisen, sondern wolltest nur, in frech-tyrannischer Art, mich zwingen, meinen unantastbaren Geschmack deinem verfehlten elenden verkommenen, den idiotischen Engländern und Amerikanern abgeguckten, irrsinnigen, wider-sinnigen Geschmack anzubequemen. Mich wirst du nicht blöd machen, du Modetorheit-Gigerlster aller Gigerln!

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Überhaupt fiel ihm zur Mode nicht viel Gutes ein: „Die Mode ist ein ästhetisches Verbrechen. Sie will nicht das Endgültig-Gute, das Endgültig-Schöne. Sie will immer nur etwas Neues.“

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Neben seiner Vorliebe für exzentrische Kleidung, besaß er noch ein weiteres Hobby. Er sammelte leidenschaftlich gerne Spazierstöcke. In wunderschönen Worten wusste er dies auch zu begründen:

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„Ich gebe zu, dass ich einen Fanatismus für besonders aparte Spazierstöcke besitze, vielleicht sogar der Beginn eines kommenden Irrsinns, wobei man dann an schönen Spazierstöcken seine ganze Lebensfreude hat! Der Wald, der See, Frühling und Winter, die Frau, die Kunst versinken, und es bleibt dir als einzig Lebenerfüllendes: Der schöne Spazierstock.“

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Er bezeichnete sich selber als einen Stock-Narren. Mit diesen Stöcken spazierte er aber an allerliebsten und ausschließlich durch sein geliebtes Wien. Als er von Freunden einmal zu einer Reise nach Salzburg und Innsbruck überredet wurde, quälte ihn die fremde Umgebung so sehr, dass er ausrief: „Die Schurken sollen auf ewig verflucht sein, die mich zu dieser Reise zwangen!“

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Wie es sich für ein solches Original gehört, verliefen auch seine Frauenbeziehungen alles andere als normal. Als er sich erfolglos um eine Schauspielerin bemühte, die sich dann schließlich für Adolf Loos entschied, gab er zuerst seine Zusage, als Trauzeuge zur Hochzeit zu erscheinen, nur um den Termin dann doch platzen zu lassen. Die Ehe scheiterte bald darauf, weil die Frau eine Beziehung zu einem 19-jährige hatte. Dieser wendete sich Hilfe suchend an Altenberg und der gab ihm den verhängnisvollen Ratschlag: „Stirb, sie ist eine Göttin“

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Noch zwei weitere Male sollte er gegenüber Adolf Loos den Kürzeren ziehen und eine umworbene Frau an ihn verlieren. Altenberg verehrte zwar die Frauen im Allgemeinen, doch die jungen Mädchen im Besonderen: Eine Frau ist immer zu alt, aber nie zu jung! Das Gesetz schreibt uns vor: von vierzehn an! Aber das Gesetz ist nicht von Künstlern entworfen. Unser Geschmack sagt: In jedem Alter, wenn du nur sehr schön bist! Freilich heißt es da wie in der Bibel: er hatte ein Auge auf sie geworfen! Aber wirklich nur das Auge, dieses ideale Lustorgan!

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Vor allen die letzte Aussage ist für Altenbergs Wesen wichtig. Tatsächlich erschöpfte sich seine Verehrung für junge Mädchen ausschließlich auf das optische, er hatte keinerlei Motivationen, sich ihnen körperlich zu nähern. Dies ist wichtig festzuhalten, weil Bekenntnisse wie „Kind-Mädchen, ich liebte Dich unermesslich!“ oder “Märchen meines Lebens, holdeste Fee, allerzarteste Vierzehnjährige!“ anderes vermuten lassen könnten.

In seiner Wohnung diente das Bett zugleich als Schreibtisch, weswegen er einem Fotografen, der auch gerne ein Stück des Schreibtisches mit aufs Bild nehmen wollte, entgegnete:

Nehmen sie ein Stück von dem Bett dazu!

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Altenberg schrieb zumeist nachts oder in den frühen Morgenstunden und las seine Texte grundsätzlich nicht Korrektur. Irgendwann begann sich sein ungesunder Lebensstil aber bemerkbar zu machen und immer öfters folgten Klinikaufenthalte. Dass er auf die Ärzte nicht recht hören wollte, wird klar, wenn man sich an sein Versprechen erinnert: Nun heißt es, die verlorene Zeit hinter stupiden Kerkermauern, 7 Monate, einzubringen. Sich verlieben und saufen. Es gelang mir. In derselben Freiheitsnacht war ich mit Anna, und trank 25 Flaschen Bier. Dann schrieb ich mein Buch ‚Fechsung'“. Die Ärzte hatten ihn zuvor entlassen und betont, dass er sich unbedingt schonen müsse.

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Er erholte sich darum nie mehr richtig und litt zusätzlich immer öfter an eingebildeten Krankheiten und Psychosen. Als er sich dann auch noch seinen Arm brach und dadurch seine Beweglichkeit verlor, fesselte ihn das ans Bett und er sah sich außerstande, einen Arzt aufzusuchen. Kurz vor seinem 60. Geburtstag verstarb Altenberg und wurde unter großer öffentlicher Anteilnahme auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Er erhielt ein Ehrengrab.

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Einer seiner letzten Texte beschäftigte sich mit seinem Aufenthalt in der Irrenanstalt und stellte fest:

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„Wenn ich die Leute in den Sanatorien so Revue passieren lasse — lauter nette, feine, gescheite, ruhige, anständige Menschen! Was macht es, dass sich einer für einen Kaiser hält und für eine Fürstin. Alle sind ganz normal, bis auf eine kleine, unscheinbare, fixe Idee. Aber draußen, draußen, im Leben, da ist ein jeder voll von fixen Ideen! Der eine hat Ehrgeiz, wozu, weshalb?! Der andere will von einer geliebt werden, die ihn nicht ausstehen kann. Einer stirbt vor Eifersucht wegen einer, die es nicht einmal verdiente, dass man sich ihren Namen, viel weniger ihre Adresse merke. Einer hofft ewig begehrenswert zu bleiben, eine ewig taufrisch…..“

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Tatsächlich ein echtes Original…oder doch nur eine billige Kopie? Es heißt, dass er eigentlich nur ein schwacher Abklatsch seines Vaters gewesen wäre!!! Wie auch immer, fest steht: Solche Charaktere kann man sich nicht ausdenken.

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Wer noch mehr über diesen schrulligen Typen erfahren will, kann dies auf dieser Homepage oder besorgt sich eines seiner Bücher. Zum Beispiel dieses wirklich interessante!

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* Das Rotkehlchennest stellte dies noch einmal ganz richtig fest! Ein Blog übrigens, das nicht inflationär schreibt, sondern qualitativ. Darum muss man es auch akzeptieren, wenn es Mal einige Tage/Wochen nix veröffentlicht. Gold kann nicht täglich geerntet werden! Trotzdem täglich draufgehen und hoffen.

Macht die UNO Urlaub im Libanon?

September 22, 2006


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Zwei der Parteien, die am aktuellen Libanonkonflikt beteiligt sind, sind suspekt. Das ist zum einen natürlich die Hisbollah, eine vom Iran gezüchtete Terrororganisation, die alles dem Ziel unterordnet, nicht nur Israel, sondern gleich alle Juden weltweit zu ermorden.

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„Wenn sie [die Juden] sich alle in Israel sammeln, erspart es uns den Ärger sie auf der ganzen Welt zu verfolgen.“

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Wobei es im Übrigen auffallend ist, dass man heutzutage wieder Endlösungspläne hegen und öffentlich kundtun darf, ohne dass es zu Protesten dagegen kommt.

Der andere merkwürdigere Protagonist ist die UNO. Genauer, die so genannte UNIFIL Friedenstruppe. Man muss unterstellen, dass die UNIFIL die Hisbollah in ihren Holocaustträumen unterstützt. Wenn man es nicht über sich bringt, sich deutlich von diesen Terroristen zu distanzieren, macht man sich nun Mal zu ihren Handlagern. Und von Distanz kann keine Rede sein.

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Man muss sich das Vorstellen. Da bedroht der Iran, regiert von einem Verrückten, der Israel von der Landkarte tilgen will, in Gestalt der Hisbollah den jüdischen Staat, also eine Demokratie und die UNO kann sich nicht dazu durchringen, Partei für die Verteidiger der Menschenrechte zu ergreifen. Was soll man von der UNO halten oder anders gefragt: Für was steht diese Organisation eigentlich? (Es ist nicht zu gewagt zu behaupten, dass Israel schon längst zu Existieren aufgehört hätte, wenn es nach dem Willen der Vereinten Nationen gehen würde. Einem Verein von Diktatoren, Monarchen und Despoten.)

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Was macht nun also die groß angekündigte UNO Truppe im Libanon? Das: Gaffen, feige sein und noch mehr gaffen. Und das im ganz großen Stil. Anfang November sollen 8000 Soldaten dort stationiert sein. Der derzeitige Befehlshaber Alain Pellegrini stellte schon Mal klar:

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„Wenn wir etwas Gefährliches sehen, informieren wir die libanesische Armee, und die wird dann entscheiden, ob sie selbstständig oder mit uns gemeinsam reagieren will.“

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Es wird tatsächlich nur beobachtet. Die Hisbollah wird auf keinen Fall angegriffen, sie darf machen was sie will, sogar ein Überschreiten der blauen Linie würde keine Konsequenzen nach sich ziehen. Warum bitte sind also 8000 Soldaten in einem winzigen Land stationiert, wenn es zu keinen militärischen Auseinandersetzungen kommen soll? Wieso hat man dann nicht 8000 Langzeitarbeitslose dahin geflogen, die könnten sich auch auf Klappstühle setzen und die Ereignisse um sich herum beobachten. Kämpfen würden die auch nicht und billiger wäre es allemal.

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Aber nur weil Pellegrini klargestellt hat, dass die Hisbollah nicht angetastet und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden darf, heißt das noch lange nicht, dass es für die UNIFIL keinen Gegner geben würde. Nein, der Oberbefehlshaber von 8000 bewaffneten Touristen weiß sehr wohl, wer sich nicht korrekt verhält. „Das ist sowohl gefährlich als auch inakzeptabel“, sagt er und meint damit die israelischen Aufklärungsflüge über dem Libanon.

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Dabei kann es Israel wirklich nicht übel genommen werden, dass es diese Aufklärung betreibt. Man muss sich ja auf mögliche weitere Konfrontationen mit der Hisbollah gefasst machen und weil die UNIFIL stolz erklärt, den Terroristen keine Steine in den Weg legen zu wollen, bleibt Jerusalem gar nichts anderes übrig.

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Dieser UNO Einsatz erscheint wie eine Farce. Längst wird nicht mehr darüber gesprochen, dass die Hisbollah entwaffnet werden muss, sondern eher darüber, wie es mit ihr weitergehen soll. (Dabei müsste die Antwort doch lauten: Gar nicht!)

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Geradezu grotesk ist es auch, die libanesische Armee irgendwie als Hoffnungsträger aufzubauen. Nicht nur ist sie keine ernstzunehmende Armee, sie ist auch im Zweifelsfall ein Verbündeter Nasrallahs und wird sich ganz sicher nicht in Kämpfe mit der Hisbollah verwickeln.

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Was bedeutet das aber? UNIFIL und die libanesische Armee wollen keinen Konflikt mit der Hisbollah und werden darum nicht gegen sie vorgehen, die Hisbollah wiederum lehnt eine freiwillige Entwaffnung aber kategorisch ab und erklärt stolz: “ […] wir haben mehr als 20.000 Raketen und sind stärker als je zuvor.“ Konsequenz: Die Hisbollah behält ihre Waffen und kann sich wieder in Grenznähe breit machen, womit gleich zwei wichtige Ziele des Waffenstillstands übergangen werden: Die Befriedung der Grenze und die Entwaffnung der Terroristen.

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Noch machtloser als das libanesische Militär ist nur noch die Regierung in Beirut. Aus Angst vor der Hisbollah werden dort Pläne geschmiedet, die so bizarr sind, dass man über sie lachen müsste, wenn es nicht so ernst wäre:

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Die Regierung […] schlug heute vor, die Hisbollah in eine Brigade der Streitkräfte zu integrieren und sie im Südlibanon einzusetzen. Diese Brigade „könnte unter Kontrolle der Armee eine Rolle beim Schutz der Dörfer im Süden haben“, sagte Verteidigungsminister Elias Murr der Pariser Zeitung „Le Monde“. Er wolle Nasrallah glauben, dass die Waffen der Hisbollah dem Schutze des Libanons dienten und „keine Karte Irans“ seien.

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Die Hisbollah muss sich also nicht einmal die Mühe machen, den Südlibanon zu infiltrieren, nein, sie kommt in offizieller Mission der libanesischen Regierung zurück. Und weil sie damit Teil der libanesischen Armee ist, gibt es für den Herrn Pellegrini überhaupt keinen Grund mehr, sich irgendwie mit diesen fanatischen Judenhassern zu beschäftigen. Er kann dann gemütlich am Strand liegen, die deutschen Marien bestaunen und ignorieren, wie hinter ihm „ein Teil der libanesischen Armee“ den Schutz der grenznahen Dörfer übernimmt und dort Raketen stationiert. Pellegrini wird sich erst dann wieder zu Wort melden, wenn er sich empört darüber zeigt, dass Israel schon wieder einen Krieg begonnen hat und danach das Krisengebiet verlassen. Gemeinsam mit seinen 8000 Mit-Touristen. Damit würde dann der teuerste und lächerlichste Urlaub enden, der je unter der Regie der UNO durchgeführt wurde.

Die Herbstmode ist da!

September 22, 2006


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Im neuen Jahr trägt der Kater von Welt eine dezente Kippa zu schwarzem Fell.

SPIEGEL will ersten Menschen auf den Mond schießen

September 21, 2006


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Was soll das denn? Jeder, der zum ersten Mal die Möglichkeit hat, eine Photoshop Software zu nutzen, dreht fast durch vor Begeisterung darüber, wie toll damit manipuliert werden kann. Das ist normal und das ist ja auch witzig. Nur, so langsam ist das doch nicht mehr so wahnsinnig neu. Stört beim SPIEGEL aber niemanden, da hat anscheinend gerade ein Praktikant Mal nichts ahnend ne Version von Photoshop mitgebracht und sofort hat die Redaktion erkannt, welches Potential (und welche Gefahr!) in dieser Technik schlummert. Grund genug einen Wettbewerb auszuschreiben, wer das witzigste manipulierte Bild einreicht. Das wird bestimmt lustig und vielleicht sind die Sieger zufällig die Kinder derer, die einst solche Spaßwettbewerbe gewannen, als es sich dabei wirklich noch um was Neues handelte.