Ein Stasicamp für Brandenburg
Posted November 3, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Irgendwie ist es peinlich. Berlin gilt weltweit als Symbol für Freiheit und den erfolgreichen Kampf gegen die Unterdrückung. Alle kennen die Sätze „Ich bin ein Berliner“ und „Mr. Gorbatschow, open this gate! Mr. Gorbatschow, tear down this wall!“ Die Bilder der fallenden Mauer gingen um die Welt, ebenso die der jubelnden Menschen. Feuerwerk und Fahnenmeer. Ein deutsches Herbstmärchen. Die verhasste SED, die so viel Terror über die Ostdeutschen brachte, lag am Boden. Die Freiheit hatte triumphiert.
Und jetzt, 20 Jahre später treffen Bush, Gorbatschow und Kohl wieder zusammen. Treten gemeinsam in Berlin auf. Was für eine Stadt ist es heute? Die SED regiert jetzt in beiden Teilen, sie bekommt bei den Bundestagswahlen in manchen Bezirken über 20 Prozent der Stimmen. Das ist es, was peinlich ist. Eine Stadt, in der die umbenannte SED immer noch ein hohes Ansehen genießt, taugt nicht zum Symbol für Freiheit, sie hat ein Problem mit der Freiheit. Die Entnazifizierung hat gut geklappt, die NSDAP hat sich nicht unter dem Namen „Die Rechte“ in die liberale Demokratie gerettet und selbst wenn sie es getan hätte, würde sie bei den Wahlen irgendwo zwischen der Partei für spirituelle Politik und der MLPD landen. Ähnliches hat sich in Bezug auf die DDR nicht wiederholt. Zum einen hätte die Trennung von einer menschenverachtenden Ideologie in diesem Fall freiwillig passieren müssen, denn niemand zwang die Mitläufer und Täter des Arbeiter-und-Bauern-Staates dazu, sich anzusehen, was sie für Verbrechen begangen haben.
Zum anderen bestand im Westen kein Interesse daran, eben diese Verbrechen zu thematisieren. Große Gerichtsprozesse blieben aus und wer heute die traurige Wahrheit ausspricht, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, begeht selbst ein Unrecht, nämlich gegenüber der mysteriösen DDR-Biografie von Millionen Deutschen.
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Immunität aufheben, sofort!
Posted Oktober 30, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert

Rote Ampel und was macht Ströbele: er fährt einfach drüber! Tatort: Potsdamer Platz. Bild-Leserreporter Gideon B. hat sofort seine Handykamera gezückt und dieses Beweisfoto geschossen.
Bild-Beobachtungen
Posted Oktober 27, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
„Der Medienjournalist Stefan Niggemeier ist einer der Gründer des Bildblog und beobachtet dort seit 2004 die Bild und ihren Chefredakteur.“
Ich frage mich, ob man das nicht etwas prägnanter auf den Punkt bringen kann? Vorschlag:
„Stefan N. liest seit 2004 die Bild.“
Ein ganz normaler Mordaufruf
Posted Oktober 27, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Die türkischstämmige Autorin Seyran Ates wird von Neonazis mit dem Tode bedroht und muss sich deswegen aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Anlass für die Anfeindungen ist ihr neustes Buch, das sich kritisch mit der Neonazi-Szene beschäftigt…Hätte es sich so zugetragen, wäre der öffentliche Protest riesig gewesen. Politiker und Medien hätten sich lautstark hinter die bedrohte Autorin gestellt. „Wehret den Anfängen“ und „Nazis raus!“
Doch die Wahrheit ist, dass Seyran Ates diese Solidarität verwehrt bleibt. Dafür gibt es einen einfachen Grund: es sind keine Neonazis, die sie umbringen wollen, sondern Islamisten. Offenbar ist es nicht entscheidend, womit jemandem gedroht wird, sondern aus welchen Kreisen die Drohung kommt. Daran orientiert sich der Grad der öffentlichen Empörung. Seyran Ates hat sich den Hass der Islamisten durch ihre islamkritische Haltung zugezogen. Vor wenigen Wochen erschien im Ullstein-Verlag ihr neues Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution.“ Kurz darauf musste sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
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Brille: Lehmann
Posted Oktober 25, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Sehr cool! Gefunden über den interessanten Twitter-Service von LizasWelt.
Mein erstes taz-Abo
Posted Oktober 25, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Das Unternehmen Wolfskin wollte seine Markenrechte schützen und verschickte darum Abmahnungen an mehrere kleine Anbieter. Aufgrund von Protesten der Kunden ließ Wolfskin die Abmahnungen dann fallen. Soweit so egal. Erstaunlich ist aber, wie sehr manche Leute ihr Wunschdenken auf andere ausbreiten, vor allem auf Kinder. So hat ein taz-Leser folgenden Leserbrief an die tageszeitung geschickt:
„Am Samstag wollte ich eigentlich mit meiner Nichte im örtlichen Wolfskin Laden ein Geburtstagsgeschenk kaufen, das sie sich gewünscht hat. Eine Mütze von JW. Ich habe ihr dann gestern erzählt, was die sich geleistet haben – und da hat sie gesagt, dann müsse sie sich ja schämen mit so einer Mütze. Und sie erzählt es seit heute in der Schule rum. Für so etwas haben Kinder schon eine sehr feine Nase, wenn es um Ungerechtigkeiten geht. Also gibt es zum Geburtstag etwas anderes.“
Der gute Onkel wird dem armen Kind die Mütze einfach aus Wut über Wolfskin nicht gekauft haben und wenn das Mädchen danach überhaupt was in der Schule rumerzählte, dann nur, was sie für blöde Verwandte hat. Und was gibt es stattdessen zum Geburtstag? Wahrscheinlich das erste eigene taz-Abo. Alles Gute.
Spiegel Online trotzt der Archäologie
Posted Oktober 25, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
SPON, der stand da nicht „nach jüdischer Glaubenslehrer“, sondern er stand da. Punkt! Ein kleiner, aber bedeutender Unterschied.
Plakatsterben, jetzt!
Posted Oktober 24, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Kann man diese dämlichen Plakate nicht einfach abschaffen? Ich hoffe, Schwarz-Gelb wird diesen Kahlschlag vornehmen.
„Für diese Schweine keine Tränen“
Posted Oktober 23, 2009 by Gideon BössCategories: Nicht kategorisiert
Morgen Abend zeigt 3sat einen Film, den ich nur empfehlen kann. Warum und um was es geht, habe ich hier geschrieben.
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